Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VB.2009.00648 • VG ZH VB.2009.00648 KI-generiert

Federal Office for Migration v. Deportation Detention based on Abusive Conduct

Geschäftsnummer VB.2009.00648
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court upheld a detention order for deportation, finding that the initial decision by the Federal Office for Migration to not enter a decision on the asylum application based on abusive conduct established an "objectified" risk of absconding, which is an independent ground for detention under immigration law, regardless of the individual's subsequent behavior. Furthermore, the applicant's claim that he could not return to his home region due to rebel groups was deemed irrelevant to the detention review, as that issue had already been definitively decided during the underlying asylum proceedings and was not subject to re-examination in the appeal challenging the detention.

Legislator-Regeste

Amtlich

Ausschaffungshaft | Ausschaffungshaft: "objektivierte" Untertauchensgefahr; Überprüfung der Wegweisung durch den Haftrichter. Das Bundesamt für Migration trat auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 33 Abs. 1 AsylG nicht ein, weshalb der Haftgrund von Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 AuG vorliegt. Ist im Asylverfahren aufgrund missbräuchlichen Verhaltens ein Nichteintretensentscheid ergangen, wird angenommen, der Betreffende werde sich auch der Ausschaffung widersetzen (sog. "objektivierte" Untertauchensgefahr). Dem Haftgrund kommt selbständige Bedeutung zu, sodass es auf das Verhalten des Betroffenen nach dem Nichteintretensentscheid grundsätzlich nicht mehr ankommt (E. 1.3). Der Einwand des Beschwerdeführers, er könne nach seinem langjährigen Aufenthalt in der Schweiz nicht mehr in sein Heimatland bzw. seine Herkunftsregion zurückkehren, weil sich dort verschiedene Rebellengruppen aufhielten, bildet nicht Gegenstand des Haftprüfungsverfahrens; die Frage wurde im Asylverfahren rechtskräftig beurteilt und kann im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht mehr überprüft werden (E. 2). Abweisung.

Schlagwörter

KI-generiert
ausländerrechtliche Festhaltung Prüfung des Asylgesuchs missbräuchliches Verhalten Migrationsrisiko Rückwanderung Ausschaffungsverbot

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
Art. 33 Abs. 1 AsylG
This provision formed the basis for the Federal Office for Migration's non-entry decision, which triggered the detention.
Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 AuG
This provision establishes the ground for detention (inability to return) following a non-entry decision in asylum proceedings.
Art. 33 Abs. I AsylG
· --- · Stichworte: · AUSSCHAFFUNG AUSSCHAFFUNGSHAFT HAFTENTLASSUNG OBJEKTIVIERTE UNTERTAUCHENSGEFAHR ÜBERPRÜFBARKEIT DER WEGWEISUNG WEGWEISUNGSVOLLZUG ZWANGSMASSNAHMEN AUG · Rechtsnormen: · Art. 33 Abs. I AsylG Art.
Art. 76 Abs. I AuG
I AsylG Art. 76 Abs. I AuG Art.
Art. 76 Abs. I lit. b AuG
I AuG Art. 76 Abs. I lit. b AuG Art.
Art. 76 Abs. I lit. b Ziff. 2 AuG
b AuG Art. 76 Abs. I lit. b Ziff. 2 AuG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 4
Art. 76 Abs. 1 AuG
This provision established the ground for detention applicable in the case.
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 AuG

This provision establishes the ground for detention (inability to return) following a non-entry decision in asylum proceedings.

Art. 76 Abs. 1 AuG

This provision established the ground for detention applicable in the case.

Art. 33 Abs. 1 AsylG

This provision formed the basis for the Federal Office for Migration's non-entry decision, which triggered the detention.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2009.00648

--- · --- · --- · --- · --- · [Standard Suche](/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm) · [Erweiterte Suche](/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm) · [Hilfe](/findinfo/help/index.htm)

Druckansicht

--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2009.00648 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 02.12.2009 · Spruchkörper: · 1. Abteilung/1. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Ausländerrecht · Betreff: · Ausschaffungshaft · Ausschaffungshaft: "objektivierte" Untertauchensgefahr; Überprüfung der Wegweisung durch den Haftrichter. Das Bundesamt für Migration trat auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 33 Abs. 1 AsylG nicht ein, weshalb der Haftgrund von Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 AuG vorliegt.

Ist im Asylverfahren aufgrund missbräuchlichen Verhaltens ein Nichteintretensentscheid ergangen, wird angenommen, der Betreffende werde sich auch der Ausschaffung widersetzen (sog. "objektivierte" Untertauchensgefahr). Dem Haftgrund kommt selbständige Bedeutung zu, sodass es auf das Verhalten des Betroffenen nach dem Nichteintretensentscheid grundsätzlich nicht mehr ankommt (E. 1.3). Der Einwand des Beschwerdeführers, er könne nach seinem langjährigen Aufenthalt in der Schweiz nicht mehr in sein Heimatland bzw. seine Herkunftsregion zurückkehren, weil sich dort verschiedene Rebellengruppen aufhielten, bildet nicht Gegenstand des Haftprüfungsverfahrens; die Frage wurde im Asylverfahren rechtskräftig beurteilt und kann im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht mehr überprüft werden (E. 2).

Abweisung. · --- · Stichworte: · AUSSCHAFFUNG AUSSCHAFFUNGSHAFT HAFTENTLASSUNG OBJEKTIVIERTE UNTERTAUCHENSGEFAHR ÜBERPRÜFBARKEIT DER WEGWEISUNG WEGWEISUNGSVOLLZUG ZWANGSMASSNAHMEN AUG · Rechtsnormen: · Art. 33 Abs. I AsylG Art. 76 Abs. I AuG Art. 76 Abs. I lit. b AuG Art. 76 Abs. I lit. b Ziff. 2 AuG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 4