Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VB.2009.00523 • VG ZH VB.2009.00523 KI-generiert

Challenge to Restraining Order Imposed Under Police Act

Geschäftsnummer VB.2009.00523
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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A petitioner challenged a court order imposing restraining measures, including a ban from an area, based on provisions of the Police Act concerning protection against violence. Although the court found the petitioner lacked current legal interest, it proceeded due to the case raising fundamental questions, and reasoned that the measures were administrative rather than criminal, meaning the petitioner could not rely on rights afforded to criminal defendants; furthermore, the standard for imposing such measures requires only sufficient indications that the conduct criteria of the relevant statute are met, and the initial decision failed to provide the petitioner with the opposing party's statement. While the court found that the sale of one gram of cocaine met the criteria for the measures under the Police Act, it ultimately granted the appeal because the facts did not constitute the special case required to justify a lengthy exclusion period.

Legislator-Regeste

Amtlich

Fernhaltemassnahmen nach §§ 33f. | Rayonverbot nach §§ 33 f. PolG. Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1.1). Obwohl ein aktuelles Rechtsschutzinteresse fehlt, ist auf die Beschwerde einzutreten, da sich grundsätzliche Fragen stellen, die kaum je rechtzeitig überprüft werden könnten (E. 1.2). Die Fernhaltemassnahmen gemäss §§ 33 f. PolG sind verwaltungsrechtlicher und nicht strafrechtlicher Natur. Der Beschwerdeführer beruft sich daher zu Unrecht auf seine Ansprüche als angeklagte Person im Sinn von Art. 32 BV und Art. 6 Abs. 3 EMRK (E. 3.2). Für das Verfahren der Fernhaltemassnahmen gelten gemäss § 34 Abs. 4 PolG die Bestimmungen des Gewaltschutzgesetzes sinngemäss. Dabei ist § 10 Abs. 1 GSG sinngemäss anzuwenden, weshalb es genügt, wenn hinreichende Anhaltspunkte dafür gegeben sind, dass die betroffene Person einen der Tatbestände von § 33 PolG erfüllt (E. 3.3). Der Haftrichter hätte dem Beschwerdeführer Kenntnis von der Stellungnahme der Beschwerdegegnerin geben müssen (E. 3.4). Die Vermittlung von einem Gramm Kokain lässt sich unter die Tatbestände von § 33 lit. a und b PolG subsumieren (E. 4.2). Indes liegt kein besonderer Fall im Sinn von § 34 Abs. 2 PolG vor, der eine Wegweisung über 14 Tage rechtfertigen würde (E. 4.3). Gutheissung der Beschwerde.

Schlagwörter

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strafbare Handlung Gesetzlicher Schutz Fernhaltemassnahme Anfechtung von Verwaltungsverfügungen Drohung gegen Behörden und Beamte Haftstrafe

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 34 Abs. II PolG

The court determined that no special case existed to justify a removal order exceeding 14 days under this provision.

§ 33 lit. a POLG

The court found that the exchange of one gram of cocaine fell under this offense category.

§ 33 lit. b POLG

The court found that the exchange of one gram of cocaine fell under this offense category.

Art. 32 BV

The court addressed the appellant's reliance on this article concerning his rights as an accused person.

Art. 6 Abs. III EMRK

The court addressed the appellant's reliance on this article concerning his rights as an accused person.

Art. 10 Abs. I GSG

This provision was applied analogously to establish the standard of proof for the removal measures.

§ 34 Abs. IV POLG

This provision dictates that the rules of the Protection Against Violence Act apply analogously to the procedure for removal measures.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2009.00523

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2009.00523 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 03.12.2009 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/3. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Übriges Verwaltungsrecht · Betreff: · Fernhaltemassnahmen nach §§ 33f. · Rayonverbot nach §§ 33 f. PolG. Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1.1). Obwohl ein aktuelles Rechtsschutzinteresse fehlt, ist auf die Beschwerde einzutreten, da sich grundsätzliche Fragen stellen, die kaum je rechtzeitig überprüft werden könnten (E. 1.2).

Die Fernhaltemassnahmen gemäss §§ 33 f. PolG sind verwaltungsrechtlicher und nicht strafrechtlicher Natur. Der Beschwerdeführer beruft sich daher zu Unrecht auf seine Ansprüche als angeklagte Person im Sinn von Art. 32 BV und Art. 6 Abs. 3 EMRK (E. 3.2). Für das Verfahren der Fernhaltemassnahmen gelten gemäss § 34 Abs. 4 PolG die Bestimmungen des Gewaltschutzgesetzes sinngemäss. Dabei ist § 10 Abs. 1 GSG sinngemäss anzuwenden, weshalb es genügt, wenn hinreichende Anhaltspunkte dafür gegeben sind, dass die betroffene Person einen der Tatbestände von § 33 PolG erfüllt (E. 3.3).

Der Haftrichter hätte dem Beschwerdeführer Kenntnis von der Stellungnahme der Beschwerdegegnerin geben müssen (E. 3.4). Die Vermittlung von einem Gramm Kokain lässt sich unter die Tatbestände von § 33 lit. a und b PolG subsumieren (E. 4.2). Indes liegt kein besonderer Fall im Sinn von § 34 Abs. 2 PolG vor, der eine Wegweisung über 14 Tage rechtfertigen würde (E. 4.3). Gutheissung der Beschwerde. · --- · Stichworte: · AKTUELLES INTERESSE BEWEISANFORDERUNGEN DROGENHANDEL FERNHALTEMASSNAHME POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT RAYONVERBOT RECHTLICHES GEHÖR WEGWEISUNG · Rechtsnormen:

· Art. 29 Abs. II BV Art. 32 BV Art. 6 Abs. III EMRK Art. 10 Abs. I GSG Art./§ 33 lit. a POLG Art./§ 33 lit. b POLG Art./§ 34 Abs. II POLG Art./§ 34 Abs. IV POLG Art. 292 StGB § 21 lit. a VRG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 2