Social Assistance Payments in Stable Cohabitation and Medical Certification Requirements
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court addressed an appeal concerning social assistance payments for an individual in a stable cohabitation, focusing on the justification of imposed conditions. The court upheld the requirement that the appellant, if capable of working, must diligently seek employment, and also affirmed the reduction in benefits due to the income-sharing nature of the cohabitation established for over two years. However, the court found the requirement to submit a current medical certificate monthly for any period of incapacity to be overly burdensome under the circumstances, modifying this obligation to require submission only every two months, while also granting the appellant the benefit of free legal aid.
Legislator-Regeste
AmtlichSozialhilfe | Unterstützungsbeiträge im Fall eines stabilen Konkubinats / Auflage zur Einreichung von Arztzeugnissen Einzelrichterliche Zuständigkeit (E. 1.1). Streitgegenstand (E. 1.2-1.4). Rechtliche Grundlagen (E. 2). Es ist nicht zu beanstanden, dass die Sozialbehörden dem Beschwerdeführer die Auflage erteilten, dass er sich bei Vorliegen der Arbeitsfähigkeit intensiv und nachweislich um eine Erwerbstätigkeit bemühen müsse (E. 3.1). Ebenfalls zu Recht haben die Behörden vom Unterstützungsbeitrag einen Konkubinatsbeitrag abgezogen, zumal der Beschwerdeführer mit seiner Partnerin seit mehr als zwei Jahren in einem Konkubinat lebt und auch alle weiteren Abzugsvoraussetzungen erfüllt sind (E. 3.2). Sachlich nicht gerechtfertigt ist unter den gegebenen Umständen hingegen die Auflage, der Beschwerdeführer müsse der Sozialberatung bei Arbeitsunfähigkeit jeden Monat ein aktuelles Arztzeugnis vorlegen (E. 3.3). Die Beschwerde ist insofern gutzuheissen, als der Beschwerdeführer nur noch alle zwei Monate ein Arztzeugnis vorzulegen hat (E. 3.4). Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (E. 4).
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe court found that the requirement for the appellant to submit a current medical certificate every month in case of incapacity for work was not objectively justified under the circumstances.
The appeal was partially granted to the extent that the appellant must only submit a medical certificate every two months.
The authorities were deemed correct in deducting a cohabitation allowance because the appellant had been living in a stable cohabitation for more than two years and all other deduction requirements were met.
It was not objectionable that the social authorities imposed the obligation on the appellant to strive demonstrably and intensively for employment if he was fit for work.
This provision relates to the justified deduction of income from the cohabiting partner in the context of social assistance.
This provision relates to the general requirements for granting support/allowances.
This provision concerns the general duty to seek employment when fit for work.
The court ruled on the granting of free legal aid (unentgeltliche Rechtspflege).
Volltext
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2009.00291
--- · --- · --- · --- · --- · [Standard Suche](/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm) · [Erweiterte Suche](/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm) · [Hilfe](/findinfo/help/index.htm)
Druckansicht
--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2009.00291 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 16.09.2009 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/Einzelrichter · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Fürsorgerecht · Betreff: · Sozialhilfe · Unterstützungsbeiträge im Fall eines stabilen Konkubinats / Auflage zur Einreichung von Arztzeugnissen
Einzelrichterliche Zuständigkeit (E. 1.1). Streitgegenstand (E. 1.2-1.4). Rechtliche Grundlagen (E. 2). Es ist nicht zu beanstanden, dass die Sozialbehörden dem Beschwerdeführer die Auflage erteilten, dass er sich bei Vorliegen der Arbeitsfähigkeit intensiv und nachweislich um eine Erwerbstätigkeit bemühen müsse (E. 3.1). Ebenfalls zu Recht haben die Behörden vom Unterstützungsbeitrag einen Konkubinatsbeitrag abgezogen, zumal der Beschwerdeführer mit seiner Partnerin seit mehr als zwei Jahren in einem Konkubinat lebt und auch alle weiteren Abzugsvoraussetzungen erfüllt sind (E. 3.2).
Sachlich nicht gerechtfertigt ist unter den gegebenen Umständen hingegen die Auflage, der Beschwerdeführer müsse der Sozialberatung bei Arbeitsunfähigkeit jeden Monat ein aktuelles Arztzeugnis vorlegen (E. 3.3). Die Beschwerde ist insofern gutzuheissen, als der Beschwerdeführer nur noch alle zwei Monate ein Arztzeugnis vorzulegen hat (E. 3.4). Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (E. 4). · --- · Stichworte: · ABZUG ARBEITSFÄHIGKEIT ARZTZEUGNIS AUFLAGEN EINKOMMEN KONKUBINAT SOZIALHILFE UNENTGELTLICHE PROZESSFÜHRUNG (UP) WIRTSCHAFTLICHE HILFE · Rechtsnormen:
· § 21 SHG § 23 lit. b SHV § 23 lit. d SHV · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 4