Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VB.2008.00509 • VG ZH VB.2008.00509 KI-generiert

Attorney Sanctioned for Unprofessional Remarks About Judge

Geschäftsnummer VB.2008.00509
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The court upheld a disciplinary fine against an attorney for violating professional rules by making unsubstantiated and insulting remarks about a judge in correspondence, deeming the language unprofessional and a significant breach of duty. The court found that the attorney's claims of procedural errors and a violation of his right to legal counsel were unfounded, as he had not requested access to case files and a full evidentiary hearing was not mandatory. The court affirmed its jurisdiction and rejected the attorney's recusal request due to untimeliness and lack of specificity.

Legislator-Regeste

Amtlich

Verletzung von Berufsregeln | Anwaltsrecht: Disziplinarbusse wegen Verletzung von Berufsregeln (verbale Entgleisungen in der Korrespondenz mit dem Gericht) Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Die Verfahrensregeln sehen vor, dass bei Entscheiden in Disziplinarverfahren von sieben Mitwirkenden vier Mitglieder des Obergerichts sein müssen. Im Übrigen ist das Ausstandsbegehren verspätet und zu wenig spezifiziert eingereicht worden (E. 2). Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist nicht verletzt, weil der Beschwerdeführer gar kein Gesuch um Akteneinsicht gestellt hat (E. 3.1). Ein Beweisverfahren ist nicht zwingend durchzuführen (E. 3.2). Zu den Berufsregeln des Anwaltsberufs gehört es, dass der Anwalt im Verkehr mit der Gegenpartei und den Behörden sachlich bleibt und auf persönliche Beleidigungen und Verunglimpfungen verzichtet (E. 4). Der Beschwerdeführer warf einem Gerichtsmitglied unter anderem "menschenverachtendes Vorgehen" und eine "obszöne Blossstellung des Verurteilten" vor und stellte das Gericht in die Nähe des "Volksgerichtshofs". Solche Formulierungen sind - in Übereinstimmung mit der Würdigung der Vorinstanz - unsachlich sowie verletzend und stellen einen erheblichen Verstoss gegen die anwaltliche Berufspflicht dar (E. 5 f.). Eine Disziplinarbusse von Fr. 3 000 ist nicht rechtsverletzend. Abweisung der Beschwerde (E. 7). Kosten- und Entschädigungsfolgen (E. 8).

Schlagwörter

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Disziplinierung des Rechtsanwalts Verstoß gegen die Zuständigkeitsregeln Recht auf einen Verteidiger Beleidigung Verfahrenspflicht fehlende Legitimation der Staatsanwaltschaft

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 12 lit. a BGFA
The provision is cited as a basis for the rules of professional conduct for lawyers, specifically regarding remaining objective and refraining from personal insults when dealing with the opposing party and authorities.
§ 17 Abs. I lit. c AnwG
This provision is cited in relation to the disciplinary responsibility of lawyers for violating professional rules.
§ 18 AnwG
This provision is cited in the context of the disciplinary process, specifically concerning the composition of the decision-making body.
§ 19 AnwG
This provision is cited in relation to the late and insufficiently specified submission of a request for recusal.
§ 32 AnwG
This provision is cited as the legal basis for imposing disciplinary fines.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 12 lit. a BGFA

The provision is cited as a basis for the rules of professional conduct for lawyers, specifically regarding remaining objective and refraining from personal insults when dealing with the opposing party and authorities.

§ 17 Abs. I lit. c AnwG

This provision is cited in relation to the disciplinary responsibility of lawyers for violating professional rules.

§ 18 AnwG

This provision is cited in the context of the disciplinary process, specifically concerning the composition of the decision-making body.

§ 19 AnwG

This provision is cited in relation to the late and insufficiently specified submission of a request for recusal.

§ 32 AnwG

This provision is cited as the legal basis for imposing disciplinary fines.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2008.00509

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2008.00509 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 22.01.2009 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/3. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Anwaltsrecht · Betreff: · Verletzung von Berufsregeln · Anwaltsrecht: Disziplinarbusse wegen Verletzung von Berufsregeln (verbale Entgleisungen in der Korrespondenz mit dem Gericht) Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Die Verfahrensregeln sehen vor, dass bei Entscheiden in Disziplinarverfahren von sieben Mitwirkenden vier Mitglieder des Obergerichts sein müssen.

Im Übrigen ist das Ausstandsbegehren verspätet und zu wenig spezifiziert eingereicht worden (E. 2). Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist nicht verletzt, weil der Beschwerdeführer gar kein Gesuch um Akteneinsicht gestellt hat (E. 3.1). Ein Beweisverfahren ist nicht zwingend durchzuführen (E. 3.2). Zu den Berufsregeln des Anwaltsberufs gehört es, dass der Anwalt im Verkehr mit der Gegenpartei und den Behörden sachlich bleibt und auf persönliche Beleidigungen und Verunglimpfungen verzichtet (E. 4). Der Beschwerdeführer warf einem Gerichtsmitglied unter anderem "menschenverachtendes Vorgehen" und eine "obszöne Blossstellung des Verurteilten" vor und stellte das Gericht in die Nähe des "Volksgerichtshofs".

Solche Formulierungen sind - in Übereinstimmung mit der Würdigung der Vorinstanz - unsachlich sowie verletzend und stellen einen erheblichen Verstoss gegen die anwaltliche Berufspflicht dar (E. 5 f.). Eine Disziplinarbusse von Fr. 3 000 ist nicht rechtsverletzend. Abweisung der Beschwerde (E. 7). Kosten- und Entschädigungsfolgen (E. 8). · --- · Stichworte: · AKTENEINSICHT ANWALT ANWALTS- UND NOTARIATSRECHT AUSSTAND BERUFSPFLICHT BERUFSREGELN BEWEISVERFAHREN DISZIPLINARBUSSE RECHTLICHES GEHÖR · Rechtsnormen: · § 17 Abs. I lit. c AnwG § 18 AnwG § 19 AnwG § 32 AnwG Art. 12 lit. a BGFA · Publikationen:

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