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VB.2008.00230 • VG ZH VB.2008.00230 KI-generiert

Appeal Dismissed: Refusal to Permit Identity Proof by Declaration in Marriage Proceedings

Geschäftsnummer VB.2008.00230
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The administrative court reviewed a decision concerning the refusal to grant permission for proving uncontested facts via a declaration under civil law, specifically regarding identity verification for marriage proceedings. The court reasoned that while identity proof through official documents like a passport might sometimes be waived if a declaration is otherwise credible, this exception did not apply to the appellant because he had been definitively denied asylum and no legal barriers existed to prevent his removal, meaning the burden was on him to provide sufficient proof of identity documents; since he failed to demonstrate requisite diligent efforts to obtain such documentation, the initial refusal of permission was deemed justified, leading to the dismissal of the appeal, including requests for legal aid.

Legislator-Regeste

Amtlich

Ehevorbereitungsverfahren | Das Verwaltungsgericht beurteilt als zweite Rechtsmittelinstanz Entscheide betreffend die Bewilligung des Nachweises von nicht streitigen Angaben durch Abgabe einer Erklärung im Sinn von Art. 41 Abs. 1 ZGB (E. 1). Soweit Angaben über die Identität einer Person in Frage stehen, kann entgegen dem einschlägigen Kreisschreiben des Eidgenössischen Amts für Zivilstandswesen nicht verlangt werden, dass die Identität der erklärungswilligen Person mittels einer Identitätskarte oder eines Passes nachgewiesen wird, soweit die Erklärung aufgrund anderer Dokumente als glaubwürdig erscheint (E. 2.1-2.3). Nach einem Teil der Doktrin und der Auffassung des Eidgenössischen Amts für Zivilstandswesen ist bei Asylsuchenden vermutungsweise von Unzumutbarkeit der Dokumentenbeschaffung auszugehen (E. 2.4). Vorliegend kann auf einen Identitätsnachweis mittels eines Passes oder Identitätsausweises nicht verzichtet werden, insbesondere weil dem Beschwerdeführer die Gewährung des Asyls rechtskräftig verweigert worden ist und keine rechtlichen Hindernisse für einen Wegweisungsvollzug bestehen (E. 3.1). Da der Beschwerdeführer keine hinreichenden Bemühungen zur Beschaffung eines solchen Ausweises nachweisen kann, wurde ihm die Bewilligung im Sinn von Art. 41 Abs. 1 ZGB zu Recht verweigert (E. 3.2-4). Für die im Rekurs- und Beschwerdeverfahren verlangte Umschreibung der erforderlichen "hinreichenden Bemühungen" fehlt es dem Beschwerdeführer am erforderlichen schutzwürdigen Interesse (E. 3.5, 3.6, 3.8). Bestätigung der Nebenfolgen des Rekursverfahrens unter Einschluss der Abweisung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (E. 3.7), Kosten- und Entschädigungsfolgen sowie Abweisung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Beschwerdeverfahren (E. 4). Abweisung, soweit Eintreten.

Schlagwörter

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Identitätsnachweis Beweislast Asylgesetz Abschiebung konnexe Verfahren Einspruch gegen die Eheschliessung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 41 Abs. 1 ZGB

The decision concerns the refusal to grant permission to prove non-contentious facts by means of a declaration under this provision.

Art. 16 Abs. 1 ZStV

This provision is implicitly related to the administrative review concerning identity verification procedures, although its direct citation in the operative part is not explicit, it is listed in the cited norms.

Art. 16 Abs. 2 ZStV

This provision is implicitly related to the administrative review concerning identity verification procedures, although its direct citation in the operative part is not explicit, it is listed in the cited norms.

Art. 17 Abs. 1 ZStV

This provision is implicitly related to the administrative review concerning identity verification procedures, although its direct citation in the operative part is not explicit, it is listed in the cited norms.

Art. 32 Abs. 2 lit. a AsylG

This provision is listed as a cited norm relevant to the background facts regarding the refusal of asylum.

Art. 9 BV

This constitutional provision is listed as a cited norm relevant to the proceedings.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2008.00230

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2008.00230 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 30.07.2008 · Spruchkörper: · 4. Abteilung/4. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Übriges Verwaltungsrecht · Betreff: · Ehevorbereitungsverfahren · Das Verwaltungsgericht beurteilt als zweite Rechtsmittelinstanz Entscheide betreffend die Bewilligung des Nachweises von nicht streitigen Angaben durch Abgabe einer Erklärung im Sinn von Art. 41 Abs. 1 ZGB (E. 1). Soweit Angaben über die Identität einer Person in Frage stehen, kann entgegen dem einschlägigen Kreisschreiben des Eidgenössischen Amts für Zivilstandswesen nicht verlangt werden, dass die Identität der erklärungswilligen Person mittels einer Identitätskarte oder eines Passes nachgewiesen wird, soweit die Erklärung aufgrund anderer Dokumente als glaubwürdig erscheint (E. 2.1-2.3).

Nach einem Teil der Doktrin und der Auffassung des Eidgenössischen Amts für Zivilstandswesen ist bei Asylsuchenden vermutungsweise von Unzumutbarkeit der Dokumentenbeschaffung auszugehen (E. 2.4). Vorliegend kann auf einen Identitätsnachweis mittels eines Passes oder Identitätsausweises nicht verzichtet werden, insbesondere weil dem Beschwerdeführer die Gewährung des Asyls rechtskräftig verweigert worden ist und keine rechtlichen Hindernisse für einen Wegweisungsvollzug bestehen (E. 3.1). Da der Beschwerdeführer keine hinreichenden Bemühungen zur Beschaffung eines solchen Ausweises nachweisen kann, wurde ihm die Bewilligung im Sinn von Art. 41 Abs. 1 ZGB zu Recht verweigert (E. 3.2-4).

Für die im Rekurs- und Beschwerdeverfahren verlangte Umschreibung der erforderlichen "hinreichenden Bemühungen" fehlt es dem Beschwerdeführer am erforderlichen schutzwürdigen Interesse (E. 3.5, 3.6, 3.8). Bestätigung der Nebenfolgen des Rekursverfahrens unter Einschluss der Abweisung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (E. 3.7), Kosten- und Entschädigungsfolgen sowie Abweisung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Beschwerdeverfahren (E. 4). Abweisung, soweit Eintreten. · --- · Stichworte: · ASYLSUCHENDE/ASYLBEWERBER AUSWEIS ERKLÄRUNG IDENTITÄT KREISSCHREIBEN NACHWEIS PARTEIENTSCHÄDIGUNG PASS PERSONENDATEN PERSONENSTAND VERTRAUENSSCHUTZ VERWALTUNGSVERORDNUNG ZIVILSTANDSRECHT ZIVILSTANDSREGISTER · Rechtsnormen:

· Art. 32 Abs. 2 lit. a AsylG Art. 9 BV Art. 41 Abs. 1 ZGB Art. 16 Abs. 1 ZStV Art. 16 Abs. 2 ZStV Art. 17 Abs. 1 ZStV · Publikationen: · RB 2008 Nr. 61 S. 133 · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3