Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VB.2006.00205 • VG ZH VB.2006.00205 KI-generiert

Appeal Concerning Evaluation of Electrical Engineering Services Award

Geschäftsnummer VB.2006.00205
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The administrative court reviewed an appeal concerning the award of electrical engineering services for a hospital, finding that the appellant's objections raised in the reply were not untimely. The court acknowledged the significant discretion of the awarding authority in evaluating award criteria but emphasized that the stated weighting of criteria must be respected in the evaluation method. Specifically regarding the price criterion, the court ruled that only the relevant bandwidth of potential values should be considered, and the opponent's linear scaling of the price criterion was deemed appropriate. However, for other criteria, the opponent's method of assigning the maximum score to the best offer and half that maximum score to the offer receiving half the points arbitrarily focused only on the upper half of the achievable score range, improperly amplifying the weight of those criteria contrary to the required transparency of the procurement process, leading to the successful appeal.

Legislator-Regeste

Amtlich

Submission | Submission von Elektroingenieurarbeiten für ein Spital. Die in der Replik erhobenen Rügen sind nicht verspätet (E. 3.2). Der Vergabestelle steht bei der Bewertung der Zuschlagskriterien ein erheblicher Spielraum zur Verfügung. Sie muss jedoch der Gewichtung des Kriteriums Rechnung tragen, damit das im Voraus bekannt gegebene Gewicht tatsächlich zum Tragen kommt. Beim Preiskriterium bedeutet dies, dass nur die tatsächlich in Frage kommende Bandbreite möglicher Werte zu berücksichtigen ist. Die (lineare) Skalierung des Beschwerdegegners beim Preiskriterium ist sachgerecht (E. 5.1). Wenn der Beschwerdegegner bei den anderen Zuschlagskriterien aber den Maximalwert dem besten Angebot (Maximalpunktezahl) zuordnet und den Minimalwert dem Angebot mit der Hälfte dieser Maximalpunktezahl, so stellt er nicht auf die Bandbreite der erzielbaren Punkte ab, sondern wählt eine Skalierung, welche allein den oberen hälftigen Punktebereich benotet. Dadurch wird das Gewicht der so bewerteten Zuschlagskriterien gegenüber der bekannt gegebenen Gewichtung deutlich erhöht, was gegen das Erfordernis der Transparenz des Vergabeverfahrens verstösst und unzulässig ist (E. 5.2.2). Gutheissung (E. 6.). Kostenfolge (E. 7.).

Schlagwörter

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Vergabe öffentlicher Aufträge Zuschlagskriterien Ermessen der Verwaltung Bewertungsverfahren Staatsorgane Offertbewertung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 16 Abs. I lit. a IVöB

The appeal was granted because the evaluation method violated transparency requirements related to the weighting of award criteria.

Art. 1 Abs. I IVöB

Implicitly related to the general principle of public procurement violated by the incorrect evaluation.

Art. 13 lit. h IVöB

Implicitly related to the general principle of public procurement violated by the incorrect evaluation.

§ 38 Abs. III SubmV

Implicitly related to the general principle of public procurement violated by the incorrect evaluation.

§ 38 SubmV

Implicitly related to the general principle of public procurement violated by the incorrect evaluation.

Art. 92 KV

This provision is cited as one of the applicable legal norms in the decision's header, although the main reasoning focuses on IVöB/SubmV.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2006.00205

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2006.00205 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 30.08.2006 · Spruchkörper: · 1. Abteilung/1. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Submissionsrecht · Betreff: · Submission · Submission von Elektroingenieurarbeiten für ein Spital. Die in der Replik erhobenen Rügen sind nicht verspätet (E. 3.2). Der Vergabestelle steht bei der Bewertung der Zuschlagskriterien ein erheblicher Spielraum zur Verfügung. Sie muss jedoch der Gewichtung des Kriteriums Rechnung tragen, damit das im Voraus bekannt gegebene Gewicht tatsächlich zum Tragen kommt.

Beim Preiskriterium bedeutet dies, dass nur die tatsächlich in Frage kommende Bandbreite möglicher Werte zu berücksichtigen ist. Die (lineare) Skalierung des Beschwerdegegners beim Preiskriterium ist sachgerecht (E. 5.1). Wenn der Beschwerdegegner bei den anderen Zuschlagskriterien aber den Maximalwert dem besten Angebot (Maximalpunktezahl) zuordnet und den Minimalwert dem Angebot mit der Hälfte dieser Maximalpunktezahl, so stellt er nicht auf die Bandbreite der erzielbaren Punkte ab, sondern wählt eine Skalierung, welche allein den oberen hälftigen Punktebereich benotet.

Dadurch wird das Gewicht der so bewerteten Zuschlagskriterien gegenüber der bekannt gegebenen Gewichtung deutlich erhöht, was gegen das Erfordernis der Transparenz des Vergabeverfahrens verstösst und unzulässig ist (E. 5.2.2). Gutheissung (E. 6.). Kostenfolge (E. 7.). · --- · Stichworte: · BANDBREITE BEURTEILUNGSSPIELRAUM BEWERTUNGSMETHODE GEWICHTUNG PREISDIFFERENZ PREISKRITERIUM SUBMISSIONSRECHT TRANSPARENZ ZWECKVERBAND · Rechtsnormen: · Art. 1 Abs. I IVöB Art. 13 lit. h IVöB Art. 16 Abs. I lit. a IVöB Art. 92 KV § 38 SubmV § 38 Abs. III SubmV · Publikationen:

· - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3