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VB.2005.00457 • VG ZH VB.2005.00457 KI-generiert

Toothpaste Labeling: Impermissible Therapeutic Claim

Geschäftsnummer VB.2005.00457
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The court reviewed whether a toothpaste label bearing the claim "dentally prophylactic" alongside an Aesculap-serpent symbol constituted an impermissible therapeutic claim, finding that while limited efficacy claims for caries prophylaxis in cosmetics like toothpaste are permitted, the combined visual and textual indication suggested a comprehensive dental preventative effect exceeding legal limits. The court reasoned that the *Cassis de Dijon* principle does not apply to Switzerland in this context, nor does the Free Trade Agreement with the EU provide grounds for acceptance, and rejected arguments based on good faith or reliance, emphasizing the principle of self-regulation where product distributors must ensure legal compliance, ultimately dismissing the appeal but granting a six-month period to alter the labeling.

Legislator-Regeste

Amtlich

Heilanpreisung | Heilanpreisung: Darf auf einer Zahnpastentube der Hinweis "zahnmedizinisch vorbeugend" verbunden mit einem Aesculap-Natter-Symbol aufgedruckt werden? Ein zweiter Schriftenwechsel ist nicht notwendig (E. 1.2). Weil der Einreichung einer Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt, muss diese nicht speziell erteilt werden (E. 1.3). Anwendbares Recht (E. 1.4). Rechtsgrundlagen im Bundesrecht, Begriffsbestimmungen (E. 2). Bei Zahnpasten (zu den Kosmetika zählend) sind (näher umschriebene) Anpreisungen von Wirkungen namentlich zur Kariesprophylaxe zulässig, die mehr durch regelmässiges Zähneputzen als durch die Verwendung einer bestimmten Zahnpaste beeinflusst werden (E. 3.1.1). Der Hinweis "zahnmedizinisch vorbeugend" zusammen mit dem Aesculap-Natter-Symbol lässt gesamthaft den Eindruck entstehen, dass die Verwendung der Zahnpaste eine zahnmedizinisch umfassende vorbeugende Wirkung hat; eine solche Anpreisung sprengt den gesetzlichen Rahmen (E. 3.1.2 f.). Das Cassis de Dijon-Prinzip gilt für die Schweiz nicht: Es kommt weder über eine Anwendung des Bundesgesetzes über die technischen Handelshemmnisse (E. 3.2.1 f.) noch über eine Vorwirkung (E. 3.2.3) zum Zug. Aus dem Freihandelsabkommen Schweiz-EU, das im hier interessierenden Bereich nicht direkt anwendbar ist, lässt sich nichts zugunsten einer Zulassung der Zahnpaste mit dem genannten Hinweis ableiten (E. 3.3). Es widerspricht weder dem Grundsatz von Treu und Glauben noch dem Vertrauensschutzprinzip, wenn die Behörden bislang nicht eingeschritten sind. Im Bereich des Rechts der Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände gilt nämlich das Prinzip der Selbstkontrolle, wonach derjenige, der ein Produkt in Verkehr bringt, dafür zu sorgen hat, dass es den gesetzlichen Anforderungen entspricht (E. 3.4). Abweisung; Ansetzung einer Frist von 6 Monaten nach Zustellung des Entscheids zur Anpassung der Beschriftung (E. 4).

Schlagwörter

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Erfasste Erzeugnisse Gesundheitsbezogene Angaben Selbstkontrolle auf freiwilliger Basis Handelsvorschrift Markenrecht Cassis-de-Dijon-Prinzip

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 23 LMG

The court relied on this article regarding legal foundations and definitions in federal law concerning foodstuffs.

Art. 5 lit. b LMG

This article concerning the law on foodstuffs was cited in relation to the legal bases considered by the court.

Art. 14 LMG

This article concerning the law on foodstuffs was cited in relation to the legal bases considered by the court.

Art. 18 LMG

This article concerning the law on foodstuffs was cited in relation to the legal bases considered by the court.

Art. 3 GebrV

This regulation concerning foodstuffs was cited in relation to the legal bases considered by the court.

Art. 21 GebrV

This regulation concerning foodstuffs was cited in relation to the legal bases considered by the court.

Art. 31 LGV

This regulation concerning foodstuffs was cited in relation to the legal bases considered by the court.

Art. 35 LGV

This regulation concerning foodstuffs was cited in relation to the legal bases considered by the court.

Art. 2 THG

This federal law concerning technical barriers to trade was cited in the context of the Cassis de Dijon principle.

Art. 4 Abs. I THG

This federal law concerning technical barriers to trade was cited in the context of the Cassis de Dijon principle.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2005.00457

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2005.00457 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 02.03.2006 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/3. Kammer · Weiterzug: · Rechtsgebiet: · Gesundheitswesen · Betreff: · Heilanpreisung · Heilanpreisung: Darf auf einer Zahnpastentube der Hinweis "zahnmedizinisch vorbeugend" verbunden mit einem Aesculap-Natter-Symbol aufgedruckt werden? Ein zweiter Schriftenwechsel ist nicht notwendig (E. 1.2). Weil der Einreichung einer Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt, muss diese nicht speziell erteilt werden (E. 1.3).

Anwendbares Recht (E. 1.4). Rechtsgrundlagen im Bundesrecht, Begriffsbestimmungen (E. 2). Bei Zahnpasten (zu den Kosmetika zählend) sind (näher umschriebene) Anpreisungen von Wirkungen namentlich zur Kariesprophylaxe zulässig, die mehr durch regelmässiges Zähneputzen als durch die Verwendung einer bestimmten Zahnpaste beeinflusst werden (E. 3.1.1). Der Hinweis "zahnmedizinisch vorbeugend" zusammen mit dem Aesculap-Natter-Symbol lässt gesamthaft den Eindruck entstehen, dass die Verwendung der Zahnpaste eine zahnmedizinisch umfassende vorbeugende Wirkung hat; eine solche Anpreisung sprengt den gesetzlichen Rahmen (E. 3.1.2 f.).

Das Cassis de Dijon-Prinzip gilt für die Schweiz nicht: Es kommt weder über eine Anwendung des Bundesgesetzes über die technischen Handelshemmnisse (E. 3.2.1 f.) noch über eine Vorwirkung (E. 3.2.3) zum Zug. Aus dem Freihandelsabkommen Schweiz-EU, das im hier interessierenden Bereich nicht direkt anwendbar ist, lässt sich nichts zugunsten einer Zulassung der Zahnpaste mit dem genannten Hinweis ableiten (E. 3.3). Es widerspricht weder dem Grundsatz von Treu und Glauben noch dem Vertrauensschutzprinzip, wenn die Behörden bislang nicht eingeschritten sind.

Im Bereich des Rechts der Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände gilt nämlich das Prinzip der Selbstkontrolle, wonach derjenige, der ein Produkt in Verkehr bringt, dafür zu sorgen hat, dass es den gesetzlichen Anforderungen entspricht (E. 3.4). Abweisung; Ansetzung einer Frist von 6 Monaten nach Zustellung des Entscheids zur Anpassung der Beschriftung (E. 4). · --- · Stichworte: · CASSIS DE DIJON-PRINZIP FREIHANDELSABKOMMEN CH-EU GEBRAUCHSGEGENSTAND (LEBENSMITTELRECHT) HANDELSHEMMNIS HEILANPREISUNG KARIES KOSMETIKA LEBENSMITTEL SELBSTKONTROLLE ÜBRIGES FÜRSORGE UND GESUNDHEIT VERTRAUENSSCHUTZ ZAHNPASTE · Rechtsnormen:

· Art./§ 3 GebrV Art./§ 21 GebrV Art./§ 31 LGV Art./§ 35 LGV Art. 5 lit. b LMG Art. 14 LMG Art. 18 LMG Art. 23 LMG Art. 2 THG Art. 4 Abs. I THG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3