Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VB.2005.00045 • VG ZH VB.2005.00045 KI-generiert

Pharmacist Dispensing Authorization for Vital Substance Preparations Appeal

Geschäftsnummer VB.2005.00045
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case concerned an appeal against the refusal by the cantonal health directorate to grant authorization for dispensing vital substance preparations by pharmacists without an advanced professional examination and for operating vitamin shops, which the court qualified as authorization for practicing a healthcare profession ("vital substance therapist"). The court determined that the appeal was directly reviewable and that it could examine the appropriateness of the refusal, noting that the cantonal authority's scope regarding the dispensing of remedies is severely limited by the new federal Medicinal Products Act (HMG). The court reasoned that the federal law's definition of medicinal product categories, considering associated risks, preempted any detailed cantonal assessment of the danger posed by specific vital substance preparations, and consequently, the cantonal law did not permit granting dispensing authorization for vital substance preparations to pharmacists without the higher qualification, leaving future recognition of specialized training to the canton.

Legislator-Regeste

Amtlich

Heilmittelabgabe | Heilmittelabgabe: Bewilligung zur Abgabe von Vitalstoffpräparaten durch Drogisten ohne höhere Fachprüfung und zum Betrieb von Vitaminshops Die streitige Bewilligung ist als eine solche zur Ausübung eines Berufs der Gesundheitspflege zu qualifizieren ("Vitalstofftherapeut"), weshalb die Bewilligungsverweigerung der Gesundheitsdirektion direkt beim Verwaltungsgericht anzufechten ist (E. 1.1), das deshalb auch die Angemessenheit überprüfen kann (E. 1.2). Rechtsgrundlagen zur Abgabe von Heilmitteln in Drogerien (E. 2.1), zur Drogistenausbildung (E. 2.2) und zu den Heilmittelkategorien sowie den daraus folgenden Auswirkungen für deren Abgabe (E. 2.3). Mit dem neuen Heilmittelgesetz des Bundes (HMG) sind kantonale Regelungen zur Abgabe von Heilmitteln nur noch sehr beschränkt zulässig. Für die vorliegend in Frage stehenden Präparate wird vor der Abgabe eine Fachberatung vorausgesetzt (E. 3.1). Die vom HMG den Kantonen eingeräumte erweiterte Abgabeberechtigung lässt es nicht zu, den Drogisten ohne höhere Fachprüfung die Abgabe von Vitalstoffpräparaten zu gestatten. Werden in Zukunft Ausbildungsgänge in Vitalstofftherapie durchgeführt, so wird der Kanton dann zu entscheiden haben, ob diese Ausbildungsgänge anerkannt werden und ob damit eine erweiterte Abgabeberechtigung verbunden ist (E. 3.2). Weil das Bundesrecht die Heilmittelkategorien definiert und dabei die verschiedenen Risiken der Heilmittel berücksichtigt, erübrigt sich eine Auseinandersetzung über die Gefährlichkeit der Vitalstoffpräparate im Einzelnen (E. 3.3). Abweisung.

Schlagwörter

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Arzneimittel gesundheitliche Risiken Pharmarecht Beschränkungen unterliegende Stoffe Rechtsberuf Kartellgenehmigung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 27 aGesundheitsG

This provision is listed among the cited legal norms that form the basis for the decision regarding the refusal of authorization.

§ 28 aGesundheitsG

This provision is listed among the cited legal norms that form the basis for the decision regarding the refusal of authorization.

§ 65 Abs. II aGesundheitsG

This provision is listed among the cited legal norms that form the basis for the decision regarding the refusal of authorization.

Art. 23 HMG

This provision is listed among the cited legal norms that form the basis for the decision regarding the refusal of authorization.

Art. 24 HMG

This provision is listed among the cited legal norms that form the basis for the decision regarding the refusal of authorization.

Art. 25 HMG

This provision is listed among the cited legal norms that form the basis for the decision regarding the refusal of authorization.

Art. 30 HMG

This provision is listed among the cited legal norms that form the basis for the decision regarding the refusal of authorization.

Art. 25a VAM

This provision is listed among the cited legal norms that form the basis for the decision regarding the refusal of authorization.

Art. 27 VAM

This provision is listed among the cited legal norms that form the basis for the decision regarding the refusal of authorization.

Art. 44c VAM

This provision is listed among the cited legal norms that form the basis for the decision regarding the refusal of authorization.

§ 19a Abs. II Ziff. 2 VRG

This procedural provision is listed among the cited legal norms.

§ 50 Abs. III VRG

This procedural provision is listed among the cited legal norms.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2005.00045

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2005.00045 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 02.06.2005 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/3. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Gesundheitswesen · Betreff: · Heilmittelabgabe · Heilmittelabgabe: Bewilligung zur Abgabe von Vitalstoffpräparaten durch Drogisten ohne höhere Fachprüfung und zum Betrieb von Vitaminshops Die streitige Bewilligung ist als eine solche zur Ausübung eines Berufs der Gesundheitspflege zu qualifizieren ("Vitalstofftherapeut"), weshalb die Bewilligungsverweigerung der Gesundheitsdirektion direkt beim Verwaltungsgericht anzufechten ist (E. 1.1), das deshalb auch die Angemessenheit überprüfen kann (E. 1.2).

Rechtsgrundlagen zur Abgabe von Heilmitteln in Drogerien (E. 2.1), zur Drogistenausbildung (E. 2.2) und zu den Heilmittelkategorien sowie den daraus folgenden Auswirkungen für deren Abgabe (E. 2.3). Mit dem neuen Heilmittelgesetz des Bundes (HMG) sind kantonale Regelungen zur Abgabe von Heilmitteln nur noch sehr beschränkt zulässig. Für die vorliegend in Frage stehenden Präparate wird vor der Abgabe eine Fachberatung vorausgesetzt (E. 3.1). Die vom HMG den Kantonen eingeräumte erweiterte Abgabeberechtigung lässt es nicht zu, den Drogisten ohne höhere Fachprüfung die Abgabe von Vitalstoffpräparaten zu gestatten.

Werden in Zukunft Ausbildungsgänge in Vitalstofftherapie durchgeführt, so wird der Kanton dann zu entscheiden haben, ob diese Ausbildungsgänge anerkannt werden und ob damit eine erweiterte Abgabeberechtigung verbunden ist (E. 3.2). Weil das Bundesrecht die Heilmittelkategorien definiert und dabei die verschiedenen Risiken der Heilmittel berücksichtigt, erübrigt sich eine Auseinandersetzung über die Gefährlichkeit der Vitalstoffpräparate im Einzelnen (E. 3.3). Abweisung. · --- · Stichworte: · ARZNEIMITTEL BERUFSAUSÜBUNG DROGIST HEILMITTEL HEILMITTELABGABE KOMPLEMENTÄRMEDIZIN VITALSTOFFPRÄPARAT ZUSTÄNDIGKEIT · Rechtsnormen:

· § 27 aGesundheitsG § 28 aGesundheitsG § 65 Abs. II aGesundheitsG Art. 23 HMG Art. 24 HMG Art. 25 HMG Art. 30 HMG Art. 25a VAM Art. 27 VAM Art. 44c VAM § 19a Abs. II Ziff. 2 VRG § 50 Abs. III VRG · Publikationen: · - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3