Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
VB.2002.00241 • VG ZH VB.2002.00241 KI-generiert

Improper Specification and Appearance of Bias in School Furniture Tender

Geschäftsnummer VB.2002.00241
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

A challenge regarding a selective tender for school furniture was upheld because the detailed specification of requirements essentially described a specific product rather than a performance, overly restricting competition by including numerous details on material, processing, and design that favored only a few pre-existing suppliers, even if the lowest bidder was initially disregarded. Furthermore, the court found that prior communication with a specific bidder, which may have influenced the criteria, weighting, or the drafting of the specifications based on an already established product, created an objectively justifiable appearance of bias, warranting the exclusion of that party from the subsequent tender process.

Legislator-Regeste

Amtlich

Submission | Selektive Submission betr. Schulmöbel. Nichtberücksichtigung des preisgünstigsten Angebots. Detailreiches Leistungsverzeichnis. Legitimation (E. 4). Das Leistungsverzeichnis weist im vorliegenden Fall einen grossen Detailreichtum auf und erscheint eher als Produkte-, denn als Leistungsbeschrieb. Dies zeigt sich in der auffälligen Vermischung von Vergabekriterien und direkten Produkteanforderungen etwa bei den Kriterien Ergonomie und Stabilität. Der Beschrieb gibt bereits verbindlich vor, wie die gewünschte Qualität des Schulmobiliars erreicht werden müsse. Die detailreichen Anforderungen schränken die Produkteauswahl von vornherein auf eine bestimmte Ausführungsart ein und schliessen damit Anbieter mit anderen Vorstellungen von ergonomischem, stabilem Schulmobiliar ohne Not von der Teilnahme aus. Andererseits flossen in den Anforderungskatalog teilweise unnötig viele Details ein, die ohne Zusammenhang mit den Zuschlagskriterien die Auswahl durch Material-, Bearbeitungs- und Designvorgaben derart einschränkten, dass wohl nur noch ganz vereinzelte Anbieter genau das ausgeschriebene Produkt mit den entsprechenden Erfahrungen und Referenzen präsentieren konnten (E. 5b). Dies führt bereits zur Gutheissung der Beschwerde. Im Übrigen war das Vorgehen der Beschwerdegegnerin auch unter dem Gesichtspunkt der vergaberechtlichen Vorbefassung unzulässig. Eine Vorinformation, wie sie im vorliegenden Fall durch einen bestimmten Anbieter stattgefunden hat, konnte bereits die Wahl, Reihenfolge oder Gewichtung der Vergabekriterien, aber auch das Leistungsverzeichnis selber, das in Kenntnis eines bereits eingeführten Produkts verfasst wurde, beeinflussen. Ebenso wenig kann eine Beeinflussung bei der Produktewahl am Ende ausgeschlossen werden. Liegt damit ein objektiv begründeter Anschein der Vorbefassung der Mitbeteiligten vor, so wäre diese vom weiteren Vergabeverfahren auszuschliessen gewesen (E. 5d). Möglichkeiten zur Behebung des Mangels (E. 5e).

Schlagwörter

KI-generiert
Anschein der Befangenheit Ausschluss eines Anbieters Pflichtenheft selektives Verfahren Inhouse-Beschaffung Grundsätze für die Vergabe öffentlicher Aufträge

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
Art. 29 BV
Cited in the dispositive as a basis for the decision regarding selective tendering.
Art. 1 lit. II b IVöB
Cited in the dispositive as a basis for the decision regarding selective tendering.
§ 18 lit. IV SubmV
Cited in the dispositive as a basis for the decision regarding selective tendering.
§ 26 lit. I SubmV
Cited in the dispositive as a basis for the decision regarding selective tendering.
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 29 BV

Cited in the dispositive as a basis for the decision regarding selective tendering.

Art. 1 lit. II b IVöB

Cited in the dispositive as a basis for the decision regarding selective tendering.

§ 18 lit. IV SubmV

Cited in the dispositive as a basis for the decision regarding selective tendering.

§ 26 lit. I SubmV

Cited in the dispositive as a basis for the decision regarding selective tendering.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2002.00241

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2002.00241 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 18.12.2002 · Spruchkörper: · 1. Abteilung/1. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Submissionsrecht · Betreff: · Submission · Selektive Submission betr. Schulmöbel. Nichtberücksichtigung des preisgünstigsten Angebots. Detailreiches Leistungsverzeichnis. Legitimation (E. 4). Das Leistungsverzeichnis weist im vorliegenden Fall einen grossen Detailreichtum auf und erscheint eher als Produkte-, denn als Leistungsbeschrieb.

Dies zeigt sich in der auffälligen Vermischung von Vergabekriterien und direkten Produkteanforderungen etwa bei den Kriterien Ergonomie und Stabilität. Der Beschrieb gibt bereits verbindlich vor, wie die gewünschte Qualität des Schulmobiliars erreicht werden müsse. Die detailreichen Anforderungen schränken die Produkteauswahl von vornherein auf eine bestimmte Ausführungsart ein und schliessen damit Anbieter mit anderen Vorstellungen von ergonomischem, stabilem Schulmobiliar ohne Not von der Teilnahme aus. Andererseits flossen in den Anforderungskatalog teilweise unnötig viele Details ein, die ohne Zusammenhang mit den Zuschlagskriterien die Auswahl durch Material-, Bearbeitungs- und Designvorgaben derart einschränkten, dass wohl nur noch ganz vereinzelte Anbieter genau das ausgeschriebene Produkt mit den entsprechenden Erfahrungen und Referenzen präsentieren konnten (E. 5b).

Dies führt bereits zur Gutheissung der Beschwerde. Im Übrigen war das Vorgehen der Beschwerdegegnerin auch unter dem Gesichtspunkt der vergaberechtlichen Vorbefassung unzulässig. Eine Vorinformation, wie sie im vorliegenden Fall durch einen bestimmten Anbieter stattgefunden hat, konnte bereits die Wahl, Reihenfolge oder Gewichtung der Vergabekriterien, aber auch das Leistungsverzeichnis selber, das in Kenntnis eines bereits eingeführten Produkts verfasst wurde, beeinflussen. Ebenso wenig kann eine Beeinflussung bei der Produktewahl am Ende ausgeschlossen werden.

Liegt damit ein objektiv begründeter Anschein der Vorbefassung der Mitbeteiligten vor, so wäre diese vom weiteren Vergabeverfahren auszuschliessen gewesen (E. 5d). Möglichkeiten zur Behebung des Mangels (E. 5e). · --- · Stichworte: · AUSSCHLUSS AUSSCHLUSSGRUND AUSSCHREIBUNG LEGITIMATION LEISTUNGSVERZEICHNIS MUSTER/BEMUSTERUNG PRODUKTEANFORDERUNGEN SCHULMOBILIAR SUBMISSIONSRECHT TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN VERGABEENTSCHEID VERGABEKRITERIEN VORBEFASSUNG VORINFORMATION ZUSCHLAGSKRITERIEN · Rechtsnormen: · Art. 29 BV Art. 1 lit. II b IVöB § 18 lit. IV SubmV § 26 lit. I SubmV · Publikationen:

· - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 3