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VB.2000.00348 • VG ZH VB.2000.00348 KI-generiert

Social Assistance Appeal: Subsidiarity vs. Self-Inflicted Need in Education Support

Geschäftsnummer VB.2000.00348
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The administrative court accepted an appeal against the rejection of social assistance for supporting a second course of education, addressing the fundamental question of whether a self-inflicted need automatically disqualifies an applicant under the principle of subsidiarity. The court reasoned that the principle of need coverage generally prevents the outright rejection of an application solely because the need was willfully created, requiring an initial assessment based on the actual situation rather than imposing a fictional income, which amounts to a reproach of fault. However, this need-based approach must be balanced against the principle of subsidiarity, allowing for conditions, such as requiring recipients of grants to provide reasonable personal contributions.

Legislator-Regeste

Amtlich

Sozialhilfe | Unterstützung einer Zweitausbildung durch Fürsorgeleistungen Auf die Beschwerde gegen einen Rückweisungsentscheid ist einzutreten. Wegen einer sich stellenden Frage von grundsätzlicher Bedeutung hat die Kammer zu entscheiden (E. 1). Wegen des Bedarfsdeckungsprinzips durfte das Gesuch nicht zum vornherein deshalb abgewiesen werden, weil der Ansprecher seine Notlage willentlich herbeigeführt hat (E. 2b). In einem Spannungsverhältnis dazu steht das Subsidiaritätsprinzip (E. 2c). Der angefochtene Entscheid hat nicht zur Folge, dass Auszubildende generell einen Anspruch auf Sozialhilfe erhalten (E. 2d). Die Anrechnung eines fiktiven Einkommens widerspricht dem Bedarfsdeckungsprinzip und läuft auf einen Verschuldensvorwurf hinaus. Es ist deshalb bei der erstmaligen Prüfung des Hilfeanspruchs vom tatsächlichen Sachverhalt auszugehen (E. 2e). Erstmalige Gesuchsteller werden damit verfahrensmässig den bisherigen Unterstützungsbezügern gleichgestellt. Damit wird bei auszubildenden Personen vermieden, dass sie bis zum rechtskräftigen Entscheid über die Unterstützung in Not geraten (E. 2f). Stipendienbezügern darf die Auflage gemacht werden, Eigenleistungen in Höhe des stipendienrechtlich zumutbaren zu erbringen (E. 2g).

Schlagwörter

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Sozialhilfe Subsidiaritätsprinzip Bildungsbedarf Einkommensfestsetzung Erziehungszulage Beitrag
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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2000.00348

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · VB.2000.00348 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 08.12.2000 · Spruchkörper: · 3. Abteilung/3. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Fürsorgerecht · Betreff: · Sozialhilfe · Unterstützung einer Zweitausbildung durch Fürsorgeleistungen Auf die Beschwerde gegen einen Rückweisungsentscheid ist einzutreten. Wegen einer sich stellenden Frage von grundsätzlicher Bedeutung hat die Kammer zu entscheiden (E. 1). Wegen des Bedarfsdeckungsprinzips durfte das Gesuch nicht zum vornherein deshalb abgewiesen werden, weil der Ansprecher seine Notlage willentlich herbeigeführt hat (E. 2b).

In einem Spannungsverhältnis dazu steht das Subsidiaritätsprinzip (E. 2c). Der angefochtene Entscheid hat nicht zur Folge, dass Auszubildende generell einen Anspruch auf Sozialhilfe erhalten (E. 2d). Die Anrechnung eines fiktiven Einkommens widerspricht dem Bedarfsdeckungsprinzip und läuft auf einen Verschuldensvorwurf hinaus. Es ist deshalb bei der erstmaligen Prüfung des Hilfeanspruchs vom tatsächlichen Sachverhalt auszugehen (E. 2e). Erstmalige Gesuchsteller werden damit verfahrensmässig den bisherigen Unterstützungsbezügern gleichgestellt.

Damit wird bei auszubildenden Personen vermieden, dass sie bis zum rechtskräftigen Entscheid über die Unterstützung in Not geraten (E. 2f). Stipendienbezügern darf die Auflage gemacht werden, Eigenleistungen in Höhe des stipendienrechtlich zumutbaren zu erbringen (E. 2g). · --- · Stichworte: · BEDARFSDECKUNGSPRINZIP EINKOMMEN FIKTION FÜRSORGE KÜRZUNG SOZIALHILFE STIPENDIEN SUBSIDIARITÄT WIRTSCHAFTLICHE HILFE ZWEITAUSBILDUNG · Rechtsnormen: · § 14 SHG § 16 SHG § 24 SHG § 16 lit. I SHV § 17 SHV Art./§ 8 lit. b StipendienV Art./§ 9 lit. I StipendienV § 48 lit. III VRG · Publikationen:

· - keine - · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 2