Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
SB.2003.00074 • VG ZH SB.2003.00074 KI-generiert

Tax Liability and Double Taxation Agreement Interpretation (UK/Switzerland)

Geschäftsnummer SB.2003.00074
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Zürich (CH-ZH)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case concerns an individual who resided in the United Kingdom until August 31, 2001, but spent 106 days in the jurisdiction between January and August 2001 while receiving a salary from their UK-based employer, raising issues of double taxation regarding the 2001 assessment. The court ruled that the lower authority erred by failing to properly determine the exact date the taxpayer became subject to unlimited cantonal tax liability, specifically concerning the application of the "installer clause" in the Double Taxation Agreement with the UK, which grants taxing rights to the state of residence if the employee spends fewer than 183 days in the state of activity within the relevant tax year, which should be measured over a 365-day period identical to the tax year. Furthermore, the court found the lower authority acted arbitrarily in calculating the income by merely substituting its own assessment figures over those determined by the tax commissioner without establishing the commissioner's estimation was obviously incorrect, leading to a partial approval of the appeal and a remand for recalculation.

Legislator-Regeste

Amtlich

Einschätzung 2001 | Doppelbesteuerung/Monteurklausel Der Pflichtige hatte seinen Wohnsitz bis am 31. August 2001 in Grossbritannien, hielt sich jedoch von Januar bis August 2001 während insgesamt 106 Tagen in der Schweiz auf und bezog von seiner in Grossbritannien ansässigen Arbeitgeberin ein Salär. Nach der sogenannten Monteur-Klausel im Doppelbesteuerungsabkommen mit Grossbritannien steht dem Wohnsitzstaat das Besteuerungsrecht für Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit für einen im anderen Vertragsstaat ansässigen Arbeitgeber dann zu, wenn sich der Arbeitnehmer während des betreffenden Steuerjahrs weniger als 183 Tage im Tätigkeitsstaat aufgehalten hat. Die 183-Tage-Regel macht nur bezogen auf eine Referenzperiode von 365 Tagen Sinn, welche mit dem betreffenden Steuerjahr identisch ist und vorliegend die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2001 umfasst. Die Vorinstanz hat es indessen unterlassen, diejenigen Tatsachen abzuklären, welche die genaue Bestimmung des Eintritts in die unbeschränkte zürcherische Steuerpflicht erlauben. Weiter ist sie durch die Bemessung des Einkommens nach eigenem Ermessen in Willkür verfallen, da die vom Steuerkommissär nach pflichtgemässem Ermessen vorgenommene Einschätzung nicht allein deshalb offensichtlich unrichtig sein kann, weil sie die von der Oberinstanz als angemessen erachteten Steuerfaktoren in einem bestimmten prozentualen Ausmass überschreitet. Teilweise Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung an die Rekurskommission zu neuer Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der Erwägungen.

Schlagwörter

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Doppelbesteuerungsabkommen Steuerpflicht Lohnsummensteuer Steuerbehörde Rechte des Steuerpflichtigen Steuerveranlagungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 15 Ziff. I DBA-UK

This provision likely contains the primary rule (Monteurklausel) used to determine tax jurisdiction for employment income, which is central to the appeal's outcome.

Art. 15 Ziff. II DBA-UK

This provision is likely cited in relation to Article 15 Ziff. I DBA-UK concerning the double taxation agreement with the UK.

§ 139 Abs. II StG

This provision was likely used to justify the remand for a new determination of facts allowing for the entry into unlimited tax liability.

§ 140 Abs. II StG

This provision was likely used in connection with the finding of arbitrariness concerning the discretionary income assessment.

§ 3 Abs. I StG

This provision appears to be a fundamental law cited in connection with the substantive issue of taxation.

§ 3 Abs. III StG

This provision appears to be a fundamental law cited in connection with the substantive issue of taxation.

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Volltext

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: SB.2003.00074

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--- · --- · --- · Geschäftsnummer: · SB.2003.00074 · Entscheidart und -datum: · Endentscheid vom 20.10.2004 · Spruchkörper: · 2. Abteilung/2. Kammer · Weiterzug: · Dieser Entscheid ist rechtskräftig. · Rechtsgebiet: · Steuerrecht · Betreff: · Einschätzung 2001 · Doppelbesteuerung/Monteurklausel Der Pflichtige hatte seinen Wohnsitz bis am 31. August 2001 in Grossbritannien, hielt sich jedoch von Januar bis August 2001 während insgesamt 106 Tagen in der Schweiz auf und bezog von seiner in Grossbritannien ansässigen Arbeitgeberin ein Salär.

Nach der sogenannten Monteur-Klausel im Doppelbesteuerungsabkommen mit Grossbritannien steht dem Wohnsitzstaat das Besteuerungsrecht für Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit für einen im anderen Vertragsstaat ansässigen Arbeitgeber dann zu, wenn sich der Arbeitnehmer während des betreffenden Steuerjahrs weniger als 183 Tage im Tätigkeitsstaat aufgehalten hat. Die 183-Tage-Regel macht nur bezogen auf eine Referenzperiode von 365 Tagen Sinn, welche mit dem betreffenden Steuerjahr identisch ist und vorliegend die Zeit vom 1. Januar bis 31.

Dezember 2001 umfasst. Die Vorinstanz hat es indessen unterlassen, diejenigen Tatsachen abzuklären, welche die genaue Bestimmung des Eintritts in die unbeschränkte zürcherische Steuerpflicht erlauben. Weiter ist sie durch die Bemessung des Einkommens nach eigenem Ermessen in Willkür verfallen, da die vom Steuerkommissär nach pflichtgemässem Ermessen vorgenommene Einschätzung nicht allein deshalb offensichtlich unrichtig sein kann, weil sie die von der Oberinstanz als angemessen erachteten Steuerfaktoren in einem bestimmten prozentualen Ausmass überschreitet.

Teilweise Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung an die Rekurskommission zu neuer Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der Erwägungen. · --- · Stichworte: · ARBEITSORTPRINZIP DOPPELBESTEUERUNG EINKOMMENSSTEUER ERMESSENSEINSCHÄTZUNG GROSSBRITANNIEN MITWIRKUNGSPFLICHT MONTEURKLAUSEL NOVENVERBOT OFFENSICHTLICHE UNRICHTIGKEIT STEUERHOHEIT STEUERJAHR UNSELBSTÄNDIGERWERBENDE/-R VERSTÄNDIGUNGSVERFAHREN WILLKÜR WOHNSITZSTAAT WOHNSITZVERLEGUNG · Rechtsnormen: · Art. 15 Ziff. I DBA-UK Art. 15 Ziff. II DBA-UK § 3 Abs. I StG § 3 Abs. III StG § 139 Abs. II StG § 140 Abs. II StG · Publikationen:

· RB 2004 Nr. 86 S. 169 · Gewichtung: (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung) · Gewichtung: 2