Commercial Register Office v. Deficient Company (Dissolution and Liquidation)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe plaintiff, the Commercial Register Office, sought measures against the defendant company due to severe organizational deficiencies, specifically lacking a statutory Board of Directors, a legally required representative residing in the country, and a lawful liquidator, all in contravention of mandatory corporate law provisions. As the defendant failed to remedy these noted defects by the deadline set by the court, the court ruled to dissolve the company and order its liquidation according to bankruptcy procedures, holding the defendant liable for court costs and an indemnity to the plaintiff for their efforts.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 707 OR, Art. 718 OR, Art. 718 Abs. 4 OR, Art. 740 OR, Art. 731b Abs. 1 Ziff. 3 OR, Art. 106 ZPO; Commercial Register Office v. Deficient Company (Dissolution and Liquidation): As the defendant failed to remedy these noted defects by the deadline set by the court, the court ruled to dissolve the company and order its liquidation according to bankruptcy procedures, holding the defendant liable for court costs and an indemnity to the plaintiff for their efforts.
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KI-generiertThis provision was the basis for dissolving the defendant company and ordering its liquidation upon failure to remedy organizational deficiencies.
This procedural rule was applied to make the defendant liable for court costs due to the outcome of the case.
This procedural rule was applied to order the defendant to pay the plaintiff compensation for expenditures.
Although not explicitly cited in the dispositive, costs are inherently governed by procedural law (Art. 106 ZPO was cited, which is the cantonal equivalent for the basis of cost imposition). Since the dispositive only cites Art. 106 ZPO for costs, and no other procedural grounds are explicitly mentioned in the orders other than those relating to costs/indemnities, no further LTF provisions are included based on the strict rule provided.
Volltext
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE190217-O U/mk
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Stephan Mazan sowie die Gerichtsschreiberin Helene Lampel
Urteil vom 8. August 2019
in Sachen
Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ AG in Liquidation, Beklagte
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren:
(act. 1)
"Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organisation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kostenund Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Bei der Beklagten liegt ein schwerwiegender Organisationsmangel vor. Sie verfügt über
− keinen (gesetzmässigen) Verwaltungsrat (Art. 707 OR, Art. 718 OR),
− keine vertretungsberechtigte Person mit Wohnsitz in der Schweiz (Art. 718 Abs. 4 OR),
− keinen (gesetzmässigen) Liquidator (Art. 740 OR).
2. Gestützt auf die Klage des Kantons Zürich (Handelsregisteramt) wurde der Beklagten Frist zur Behebung des Mangels angesetzt (Prot. S. 2). Die Frist verstrich ungenutzt. Androhungsgemäss ist die Beklagte aufzulösen und ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs anzuordnen (Art. 731b Abs. 1 Ziff. 3 OR).
3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beklagte kostenpflichtig (Art. 106 ZPO). Zudem hat sie dem Kläger für seine Bemühungen eine angemessene Umtriebsentschädigung zu bezahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert übersteigt CHF 30'000.00.
Der Einzelrichter erkennt:
1. Die Beklagte wird aufgelöst und ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs angeordnet.
2. Das Konkursamt Wülflingen-Winterthur wird mit dem Vollzug beauftragt.
3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00.
4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt.
5. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen.
6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien (an die Beklagte zusätzlich durch Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt) sowie nach Eintritt der Rechtskraft an das Betreibungsamt Winterthur-Wülflingen und unter Beilage der Einlegerakten des Klägers an das Konkursamt Wülflingen-Winterthur.
Das Konkursamt hat die Einlegerakten des Klägers zu behalten, oder – falls es sie nicht (mehr) benötigt – an das Handelsregisteramt weiterzuleiten. Sie sind dem Handelsgericht nur dann zu retournieren, wenn zufolge einer Wiederaufnahme des Verfahrens eine entsprechende Aufforderung erfolgt.
7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert übersteigt CHF 30'000.00.
Zürich, 8. August 2019
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Gerichtsschreiberin:
Helene Lampel