Canton's Commercial Registry Office v. Company Dissolution for Organizational Deficiencies
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Canton's Commercial Registry Office sued a company for severe organizational deficiencies, specifically the lack of a statutory board of directors, a legally required representative resident in the country, and a valid domicile, following the company's failure to remedy these issues after being granted an extension. The court reasoned that because the company failed to correct these legally mandated organizational defects, as permitted under the relevant corporate law, the appropriate measure was to dissolve the company and order its liquidation according to bankruptcy procedures, further ordering the company to bear all court costs and compensate the plaintiff for its expenses.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 707 OR, Art. 718 OR, Art. 718 Abs. 4 OR, Art. 731b Abs. 1 Ziff. 3 OR, Art. 106 ZPO, Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO; Canton's Commercial Registry Office v. Company Dissolution for Organizational Deficiencies: The court reasoned that because the company failed to correct these legally mandated organizational defects, as permitted under the relevant corporate law, the appropriate measure was to dissolve the company and order its liquidation according to bankruptcy procedures, further ordering the company to bear all court costs and compensate the plaintiff for its expenses.
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KI-generiertThis article provided the basis for ordering the dissolution and liquidation of the defendant company due to non-remedied organizational deficiencies.
Applied to order the defendant to bear the court costs.
Applied to oblige the defendant to pay a compensation allowance (Umtriebsentschädigung) to the plaintiff.
Although not explicitly cited in the dispositive, the reference to costs in point 4 implies the general procedural rules for costs, but since the specific cantonal articles (Art. 106 ZPO) are cited, no LTF article for costs is extracted unless it appeared in the dispositive orders themselves.
Volltext
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE190044-O U/mk
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber Roman Kariya
Urteil vom 1. April 2019
in Sachen
Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ Group AG, Beklagte
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren:
(act. 1)
"Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organisation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kostenund Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Bei der Beklagten liegt ein schwerwiegender Organisationsmangel vor. Sie verfügt über
− keinen (gesetzmässigen) Verwaltungsrat (Art. 707 OR, Art. 718 OR),
− keine vertretungsberechtigte Person mit Wohnsitz in der Schweiz (Art. 718 Abs. 4 OR),
− kein (gültiges) Domizil.
2. Gestützt auf die Klage des Kantons Zürich (Handelsregisteramt) wurde der Beklagten Frist zur Behebung des Mangels angesetzt (Prot. S. 2). Die Frist verstrich ungenutzt. Androhungsgemäss ist die Beklagte aufzulösen und ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs anzuordnen (Art. 731b Abs. 1 Ziff. 3 OR).
3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beklagte kostenpflichtig (Art. 106 ZPO). Zudem hat sie dem Kläger für seine Bemühungen eine angemessene Umtriebsentschädigung zu bezahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert übersteigt CHF 30'000.00.
Der Einzelrichter erkennt:
1. Die Beklagte wird aufgelöst und ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs angeordnet.
2. Das Konkursamt Winterthur-Altstadt wird mit dem Vollzug beauftragt.
3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00.
4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt.
5. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen.
6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien (an die Beklagte durch Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt) sowie nach Eintritt der Rechtskraft an das Betreibungsamt Winterthur-Stadt und unter Beilage der Einlegerakten des Klägers an das Konkursamt Winterthur-Altstadt.
Das Konkursamt hat die Einlegerakten des Klägers zu behalten, oder – falls es sie nicht (mehr) benötigt – an das Handelsregisteramt weiterzuleiten. Sie sind dem Handelsgericht nur dann zu retournieren, wenn zufolge einer Wiederaufnahme des Verfahrens eine entsprechende Aufforderung erfolgt.
7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert übersteigt CHF 30'000.00.
Zürich, 1. April 2019
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Gerichtsschreiber:
Roman Kariya