Commercial Register Office v. Company (Dissolution for Organizational Deficiencies)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA company was sued by the Commercial Register Office for serious organizational deficiencies, specifically lacking a legally required representative residing in Switzerland and possessing no valid domicile. After the company failed to remedy these defects by a court-set deadline, the court ordered the company's dissolution and mandated its liquidation according to bankruptcy regulations, reasoning that the non-compliance with mandatory organizational requirements under the applicable statute justified the drastic measure, resulting in the company being held liable for court costs and an indemnity payment to the plaintiff.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 718 Abs. 4 OR, Art. 731b Abs. 1 Ziff. 3 OR, Art. 106 ZPO, Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO, Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG, Art. 72 ff. [...] oder Art. 113 ff. [...] (BGG; Commercial Register Office v. Company (Dissolution for Organizational Deficiencies): After the company failed to remedy these defects by a court-set deadline, the court ordered the company's dissolution and mandated its liquidation according to bankruptcy regulations, reasoning that the non-compliance with mandatory organizational requirements under the applicable statute justified the drastic measure, resulting in the company being held liable for court costs and an indemnity payment to the plaintiff.
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KI-generiertThis article forms the basis for dissolving the defendant company and ordering its liquidation due to the unrectified organizational deficiency.
This procedural rule was applied to determine that the defendant is liable for costs.
This procedural rule was applied to require the defendant to pay a lump-sum compensation (Umtriebsentschädigung) to the plaintiff.
Cited in the dispositive concerning the admissibility and form of a federal appeal.
Cited in the dispositive concerning the admissibility and form of a federal appeal (Beschwerde in Zivilsachen or subsidiäre Verfassungsbeschwerde).
Volltext
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE180366-O U/mk
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber Silvan Sdzuy
Urteil vom 1. November 2018
in Sachen
Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ AG, Beklagte
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren:
(act. 1)
"Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organisation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kostenund Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Bei der Beklagten liegt ein schwerwiegender Organisationsmangel vor. Sie verfügt über
− keine vertretungsberechtigte Person mit Wohnsitz in der Schweiz (Art. 718 Abs. 4 OR),
− kein (gültiges) Domizil.
2. Gestützt auf die Klage des Kantons Zürich (Handelsregisteramt) wurde der Beklagten Frist zur Behebung des Mangels angesetzt (Prot. S. 2). Die Frist verstrich ungenutzt. Androhungsgemäss ist die Beklagte aufzulösen und ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs anzuordnen (Art. 731b Abs. 1 Ziff. 3 OR).
3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beklagte kostenpflichtig (Art. 106 ZPO). Zudem hat sie dem Kläger für seine Bemühungen eine angemessene Umtriebsentschädigung zu bezahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert übersteigt CHF 30'000.00.
Der Einzelrichter erkennt:
1. Die Beklagte wird aufgelöst und ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs angeordnet.
2. Das Konkursamt Unterstrass-Zürich wird mit dem Vollzug beauftragt.
3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00.
4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt.
5. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen.
6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien (an die Beklagte durch Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt) sowie nach Eintritt der Rechtskraft an das Betreibungsamt Zürich 6 und unter Beilage der Einlegerakten des Klägers an das Konkursamt Unterstrass-Zürich.
Das Konkursamt hat die Einlegerakten des Klägers zu behalten, oder – falls es sie nicht (mehr) benötigt – an das Handelsregisteramt weiterzuleiten. Sie sind dem Handelsgericht nur dann zu retournieren, wenn zufolge einer Wiederaufnahme des Verfahrens eine entsprechende Aufforderung erfolgt.
7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert übersteigt CHF 30'000.00.
Zürich, 1. November 2018
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Gerichtsschreiber:
Silvan Sdzuy