Commercial Register Office v. Company in Liquidation (Organizational Deficiencies)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe claimant, the Commercial Register Office, sued a company in liquidation due to severe organizational deficiencies, specifically the lack of a lawful liquidator and a valid domicile, which persisted after a formal deadline to rectify the issues had passed. The court reasoned that given the failure to remedy these mandatory organizational flaws, the statutory provision requires the dissolution of the defendant company and the ordering of its liquidation under the rules governing bankruptcy, consequently imposing all court costs and an indemnity payment upon the defendant.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 740 OR, Art. 819 OR, Art. 731b Abs. 1 Ziff. 3 OR, Art. 106 ZPO, Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO, Art. 819 OR in Verbindung mit Art. 731b Abs. 1 Ziff. 3 OR; Commercial Register Office v. Company in Liquidation (Organizational Deficiencies): The court reasoned that given the failure to remedy these mandatory organizational flaws, the statutory provision requires the dissolution of the defendant company and the ordering of its liquidation under the rules governing bankruptcy, consequently imposing all court costs and an indemnity payment upon the defendant.
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KI-generiertThis provision was the basis for ordering the dissolution of the defendant company and the opening of its liquidation in the main operative order (Order 1).
Cited in the reasoning as the basis for imposing court costs on the defendant, which is confirmed by Order 4.
Cited in the reasoning as the basis for awarding an indemnity to the claimant, which is confirmed by Order 5.
This provision is cited in the final instruction (Order 7) regarding the admissibility and form of a federal appeal (though often referring to the costs aspect, here it is part of the procedural notice).
Cited in Order 7 to indicate the rules governing the admissible federal appeal in civil matters.
Cited in Order 7 to indicate the rules governing the subsidiary constitutional appeal.
Cited in Order 7 regarding the form and content requirements for a federal appeal.
Volltext
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE150466-O U/ee
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber Dr.
David Egger
Urteil vom 8. Dezember 2015
in Sachen
Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ GmbH in Liquidation, Beklagte
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren:
(act. 1)
"Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organisation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kostenund Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Bei der Beklagten liegt ein schwerwiegender Organisationsmangel vor. Sie verfügt über
− keinen (gesetzmässigen) Liquidator (Art. 821 a OR in Verbindung mit Art. 740 OR),
− kein gültiges Domizil.
2. Gestützt auf die Klage des Kantons Zürich (Handelsregisteramt) wurde der Beklagten Frist zur Behebung des Mangels angesetzt (Prot. S. 2). Die Frist verstrich ungenutzt. Androhungsgemäss ist die Beklagte aufzulösen und ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs anzuordnen (Art. 819 OR in Verbindung mit Art. 731b Abs. 1 Ziff. 3 OR).
3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beklagte kostenpflichtig (Art. 106 ZPO). Zudem hat sie dem Kläger für seine Bemühungen eine angemessene Umtriebsentschädigung zu bezahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert ist auf mindestens CHF 30'000.00 zu beziffern.
Der Einzelrichter erkennt:
1. Die Beklagte wird aufgelöst und ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs angeordnet.
2. Das Konkursamt Stäfa wird mit dem Vollzug beauftragt.
3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00.
4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt.
5. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen.
6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie nach Eintritt der Rechtskraft an das Betreibungsamt Pfannenstiel und unter Beilage der Einlegerakten des Klägers an das Konkursamt Stäfa.
Das Konkursamt hat die Einlegerakten des Klägers zu behalten, oder – falls es sie nicht (mehr) benötigt – an das Handelsregisteramt weiterzuleiten. Sie sind dem Handelsgericht nur dann zu retournieren, wenn zufolge einer Wiederaufnahme des Verfahrens eine entsprechende Aufforderung erfolgt.
7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt mindestens CHF 30'000.00.
Zürich, 8. Dezember 2015
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Gerichtsschreiber:
Dr. David Egger