Lien Application Dismissed Due to Existing Encumbrances on Property
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA claimant sought the provisional registration of a construction lien against the main property owned by the defendant to secure a claim of approximately CHF 32,462.20. The court dismissed the application because, according to the claimant's own evidence and verification, all ownership and condominium units of the property were already encumbered by existing mortgages, meaning the main property itself could no longer be burdened with a construction lien under the relevant Civil Code provision; the court noted the claimant retained the option to file a new, admissible application specifically targeting the individual condominium units, provided the statutory four-month deadline was respected.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 648 Abs. 3 ZGB, Art. 839 Abs. 2 ZGB, Art. 96 ZPO, Art. 106 Abs. 1 ZPO, Art. 46 Abs. 2 BGG, Art. 90 ff. BGG; Lien Application Dismissed Due to Existing Encumbrances on Property: The court dismissed the application because, according to the claimant's own evidence and verification, all ownership and condominium units of the property were already encumbered by existing mortgages, meaning the main property itself could no longer be burdened with a construction lien under the relevant Civil Code provision; the court noted the claimant retained the option to file a new, admissible application specifically targeting the individual condominium units, provided the statutory four-month deadline was respected.
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KI-generiertThis provision was cited in the reasoning explaining why the request was inadmissible, leading to the dismissal of the request in order 1.
This provision is mentioned in the context of informing the plaintiff about the possibility to file a new, admissible request, which is relevant to the decision to dismiss the original request.
This provision governs the imposition of court costs, which is applied in order 3.
This provision is cited in the context of determining the court fee, which is the basis for order 2.
This procedural provision regarding the suspension of deadlines is noted in relation to potential appeals in the final section (order 6).
This provision on the admissibility and form of appeals is referenced in the final section concerning appeal rights (order 6).
This provision regarding appeals in civil matters is referenced in the final section concerning appeal rights (order 6).
This provision regarding the form of appeals is referenced in the final section concerning appeal rights (order 6).
This provision regarding subsidiary constitutional appeals is referenced in the final section concerning appeal rights (order 6).
Volltext
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE150161-O U/pz
Mitwirkend: Oberrichter Dr. George Daetwyler, Vizepräsident, sowie Gerichtsschreiber Roman Kariya
Urteil vom 15. April 2015
in Sachen
A._____ GmbH, Klägerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ gegen
B._____ AG, Beklagte
betreffend Bauhandwerkerpfandrecht
Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
1. Die anwaltlich vertretene Klägerin machte das vorliegende Verfahren mit Eingabe vom 13. April 2015 (erst heute hierorts eingegangen) samt Beilagen (act. 1, act. 2 und act. 3/1-13) mit folgendem Rechtsbegehren anhängig:
" 1. Es sei das Grundbuchamt C._____ anzuweisen, zu Gunsten der Klägerin auf dem im Eigentum der Beklagten stehenden Grundstück, Grundbuch Blatt …, Liegenschaft, Kat.-Nr. …, … [Adresse], ein Bauhandwerkerpfandrecht vorläufig zu errichten für eine Pfandsumme von Fr. 32'462.20, zuzüglich Zins zu 5% seit
31. März 2015,
2. es sei die Eintragung superprovisorisch, d.h. ohne vorgängige Anhörung der Beklagten vorzunehmen;
3. unter Kostenund Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten."
2. Ein Bauhandwerkerpfandrecht kann nur zulasten des "richtigen Grundstücks" eingetragen werden. Deshalb hat ein Unternehmer bzw. sein Anwalt bei der Abklärung des zu belastenden Grundstücks sorgfältig vorzugehen, wobei bei Stockwerkeigentums-Verhältnissen besondere Sorgfalt geboten ist (vgl. SCHUMA- CHER, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 3. Aufl. 2008, N 751). Ist ein Miteigentumsanteil, wozu u.a. Stockwerkeigentumsanteile gehören, mit einem Grundpfandrecht oder einer Grundlast belastet, so kann das Stammgrundstück nicht mehr mit Bauhandwerkerpfandrechten belastet werden (Art. 648 Abs. 3 ZGB; SCHUMACHER, a.a.O., N 750, N 755, N 775). Sind einzelne Stockwerkeigentumsanteile zu belasten, ist der pfandberechtigte Vergütungsanspruch des Unternehmers vom Unternehmer selbst in Teilpfandsummen aufzuteilen und sind diese den einzelnen Stockwerkeigentumsanteilen zuzuteilen, d.h. diesen zu belasten (SCHUMACHER, a.a.O., N 778 ff.; BGE 126 III 462 E. 2b).
Die anwaltlich vertretene Klägerin ersucht um Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts auf dem Grundstück, Grundbuch Blatt …, Liegenschaft, Kat.-Nr. …., … [Adresse], und damit auf dem Stammgrundstück. Da indessen gemäss der von der Klägerin selbst eingereichten Eigentümerauskunft (act. 3/13) sowie nach telefonischer Auskunft beim Grundbuchamt C._____ (Prot. S. 2) sämtliche Miteigentumssowie Stockwerkeigentumsanteile verpfändet sind, kann das Stammgrundstück nicht mehr verpfändet werden. Aufgrund dessen erweist sich das Gesuch
der anwaltlich vertretenen Klägerin als unzulässig. Folglich ist das Gesuch abzuweisen.
3. Da das Begehren in erster Linie aufgrund der von der Klägerin unzulässigen Wahl des zu belastenden Grundstücks abzuweisen ist, besteht indessen die Möglichkeit, beim hiesigen Einzelgericht ein neues und zulässiges Gesuch zu stellen. Es liegt allein in der Verantwortung der Klägerin, alles vorzukehren, damit gegebenenfalls die Frist von vier Monaten gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB eingehalten werden kann.
4. Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV OG). Vorliegend beträgt der Streitwert CHF 32'462.20. In Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2, § 8 Abs. 1 und § 10 Abs. 1 GebV OG sowie unter Berücksichtigung des Äquivalenzprinzips ist die Gerichtsgebühr auf CHF 700.– festzusetzen und ausgangsgemäss der Klägerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Mangels Umtrieben ist der Beklagten keine Entschädigung zuzusprechen.
Das Einzelgericht erkennt:
1. Das Gesuch um Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts wird abgewiesen.
2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 700.–.
3. Die Kosten werden der Klägerin auferlegt.
4. Der Beklagten wird keine Entschädigung zugesprochen.
5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Vertreter der Klägerin vorab per Fax und nachher mit Gerichtsurkunde.
6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt CHF 32'462.20.
Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).
Zürich, 15. April 2015
HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Einzelgericht
Der Gerichtsschreiber:
Roman Kariya