Commercial Register Office v. Deficient Corporation (Dissolution and Liquidation)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA corporate entity was sued by the Commercial Register Office for severe organizational deficiencies, specifically lacking a representative with residence in the jurisdiction as legally required and failing to maintain a domicile, which persisted after a formal deadline to remedy the situation expired. Consequently, the court ordered the dissolution of the defendant entity and its liquidation according to bankruptcy rules, holding the entity responsible for court costs and an indemnity payment to the plaintiff due to the unremedied, mandatory organizational failures.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 718 Abs. 4 OR, Art. 731b Abs. 1 Ziff. 3 OR, Art. 106 ZPO, Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO, Art. 42, Art. 72; Commercial Register Office v. Deficient Corporation (Dissolution and Liquidation): Consequently, the court ordered the dissolution of the defendant entity and its liquidation according to bankruptcy rules, holding the entity responsible for court costs and an indemnity payment to the plaintiff due to the unremedied, mandatory organizational failures.
Schlagwörter
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KI-generiertThis article is the substantive basis justifying the order to dissolve the defendant company and arrange for its liquidation.
This procedural article is cited in the reasoning section as the basis for imposing costs on the defendant.
This procedural article is cited in the reasoning section as the basis for obligating the defendant to pay a compensation allowance to the plaintiff.
Cited in connection with the requirements for filing a federal appeal.
Cited in relation to the admissibility of a federal appeal (Beschwerde in Zivilsachen).
Cited in connection with the requirements for filing a federal appeal.
Cited in relation to the admissibility of a subsidiary constitutional appeal.
Volltext
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE140261-O U/mb
Mitwirkend: Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie die Gerichtsschreiberin Dr. Eva Borla
Urteil vom 3. Juni 2015
in Sachen
Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ AG, Beklagte
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren:
(act. 1)
"Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organisation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kostenund Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Bei der Beklagten liegt ein schwerwiegender Organisationsmangel vor. Sie verfügt über
− keine vertretungsberechtigte Person mit Wohnsitz in der Schweiz (Art. 718 Abs. 4 OR),
− kein Domizil.
2. Gestützt auf die Klage des Kantons Zürich (Handelsregisteramt) wurde der Beklagten Frist zur Behebung des Mangels angesetzt (Prot. S. 2). Die Frist verstrich ungenutzt. Androhungsgemäss ist die Beklagte aufzulösen und ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs anzuordnen (Art. 731b Abs. 1 Ziff. 3 OR).
3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beklagte kostenpflichtig (Art. 106 ZPO). Zudem hat sie dem Kläger für seine Bemühungen eine angemessene Umtriebsentschädigung zu bezahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert ist auf mindestens CHF 30'000.00 zu beziffern.
Der Einzelrichter erkennt:
1. Die Beklagte wird aufgelöst und ihre Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs angeordnet.
2. Das Konkursamt Unterstrass-Zürich wird mit dem Vollzug beauftragt.
3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00.
4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt.
5. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen.
6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien (an den Kläger mit einem Doppel von act. 13) sowie nach Eintritt der Rechtskraft an das Betreibungsamt Zürich 6 und unter Beilage der Einlegerakten des Klägers an das Konkursamt Unterstrass Zürich.
Das Konkursamt hat die Einlegerakten des Klägers zu behalten, oder – falls es sie nicht (mehr) benötigt – an das Handelsregisteramt weiterzuleiten. Sie sind dem Handelsgericht nur dann zu retournieren, wenn zufolge einer Wiederaufnahme des Verfahrens eine entsprechende Aufforderung erfolgt.
7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt mindestens CHF 30'000.00.
Zürich, 3. Juni 2015
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Gerichtsschreiberin:
Dr. Eva Borla