Private Prosecutor Denied Legal Aid Due to Abandonment of Civil Claims
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe appellate court denied the private prosecutor's request for legal aid in the appeal proceedings because the prosecutor was only participating regarding the penal aspect of the case and had abandoned any civil claims derived from the offense after the statutory deadline for expanding the appeal requests had passed. The court reasoned that under the relevant procedural law, the provision of legal aid to a private prosecutor is contingent upon the pursuit of civil claims arising from the criminal act, and since only the penal aspect remained, the statutory requirements for granting legal aid were not met.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 136 Abs. 1 StPO, Art. 136 Abs. 2 lit. a StPO, Art. 119 Abs. 2 lit. b StPO; Private Prosecutor Denied Legal Aid Due to Abandonment of Civil Claims: The court reasoned that under the relevant procedural law, the provision of legal aid to a private prosecutor is contingent upon the pursuit of civil claims arising from the criminal act, and since only the penal aspect remained, the statutory requirements for granting legal aid were not met.
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KI-generiertThis provision was used to deny the granting of free legal aid to the private prosecutor because they were only participating in the criminal aspect of the proceedings.
Volltext
Publikationsplattform St.Galler Gerichte
Fall-Nr.: ZS.2014.1/2 Stelle: Kantonsgericht Rubrik: Strafkammer und Anklagekammer Publikationsdatum: 26.03.2014 Entscheiddatum: 26.03.2014
Entscheid Kantonsgericht, 26.03.2014 Art. 136 Abs. 1 StPO Keine Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für den Strafkläger im Berufungsverfahren. Sofern sich die Privatklägerschaft einzig im Strafpunkt am Verfahren beteiligen möchte, besteht kein Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege (Verfügung des Präsidenten der Strafkammer des Kantonsgerichts, 26. März 2014, ZS.2014.1/2).
Aus den Erwägungen:
Gemäss Art. 136 Abs. 1 StPO gewährt die Verfahrensleitung der Privatklägerschaft "für die Durchsetzung ihrer Zivilansprüche" ganz oder teilweise die unentgeltliche Rechtspflege, wenn die Privatklägerschaft nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und die Zivilklage nicht aussichtslos erscheint. Die unentgeltliche Rechtspflege umfasst unter anderem die Befreiung von Sicherheitsleistungen (Art. 136 Abs. 2 lit. a StPO). Unter den Begriff der Zivilansprüche fallen dabei sämtliche privatrechtlichen Ansprüche, die aus der Straftat abgeleitet werden (Zivilklage gemäss Art. 119 Abs. 2 lit. b StPO; vgl. Bger. 1B_45/2012 E. 4.2; 1B_200/2011 E. 2.3 ff.). Sofern sich die Privatklägerschaft einzig im Strafpunkt am Verfahren beteiligen möchte, besteht kein Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege (BSK StPO-Mazzucchelli/Postizzi, Art. 136 N 4; Lieber, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Zürich 2010, Art. 136 N 2; Oberholzer, Strafprozessrecht,
3. Aufl., N 552; Schmid, StPO Praxiskommentar, 2. Aufl., Art. 136 N 2; Botschaft zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 1181).
A. hat im vorliegenden Berufungsverfahren keine Zivilansprüche nach Art. 119 Abs. 2 lit. b StPO mehr geltend gemacht. Da nach Ablauf der gesetzlichen Frist von 20 Tagen eine Ausdehnung der Berufungsanträge nicht mehr möglich ist (BSK StPO-Eugster,
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Art. 399 N 3 m.w.H.) und es damit in den beiden Berufungsverfahren nur noch um den Strafpunkt geht, sind die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für die Privatklägerschaft nach Art. 136 Abs. 1 StPO nicht gegeben. Das entsprechende Gesuch des Privatklägers ist deswegen abzuweisen.
Auf eine Beschwerde gegen diese Verfügung trat das Bundesgericht mit Urteil vom
22. Mai 2014, 1B_177/2014, nicht ein.
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