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ST.2007.38 • KGN SG ST.2007.38 KI-generiert

Civil Claim in Criminal Proceedings Without Consent After 1999 Code Revision

Geschäftsnummer ST.2007.38
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton St. Gallen (CH-SG)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The court addressed whether a victim's civil claim could still be asserted in criminal proceedings without the accused's consent under the revised Code of Criminal Procedure (StP) effective July 1, 1999, departing from prior practice under the old law. The court reasoned that the legislature, by establishing unified rules for civil claims in Articles 43 et seq. StP and deliberately not reserving provisions of the Victim Assistance Act over Article 44(2) second sentence StP, implicitly abolished the former practice, meaning that after the conclusion of the investigation, a victim can only pursue a civil claim in criminal proceedings with the consent of the accused.

Legislator-Regeste

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Art. 44 Abs. 2 Satz, Art. 36 Abs. 3 letzter Satz, Art. 8 Abs. 1 lit. a OHG; Civil Claim in Criminal Proceedings Without Consent After 1999 Code Revision: Juli 1999 nicht aufrechterhalten werden. Der Gesetzgeber hat in den Art. 43 ff. StP für die Zivilklage eine vereinfachte, einheitliche Regelung geschaffen, die Opferrechte ausdrücklich im kantonalen Prozessrecht verankert und insbesondere gegenüber Art.

Schlagwörter

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Strafprozessordnung Opferhilfegesetz zivilrechtliche Revision Rechtsmissbrauch Opfermitverantwortung Rechtsstaat

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 44 Abs. 2 Satz
StP, Art. 44 Abs. 2 Satz 2 StP, Art.
Art. 36 Abs. 3 letzter Satz
2 Satz 2 StP, Art. 36 Abs. 3 letzter Satz aStP (sGS 962.1) und Art.
Art. 8 Abs. 1 lit. a OHG
3 letzter Satz aStP (sGS 962.1) und Art. 8 Abs. 1 lit. a OHG (SR 312.5).
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Volltext

Publikationsplattform St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: ST.2007.38 Stelle: Kantonsgericht Rubrik: Strafkammer und Anklagekammer Publikationsdatum: 04.12.2007 Entscheiddatum: 04.12.2007

Entscheid Kantonsgericht, 04.12.2007 Art. 43 ff. StP, Art. 44 Abs. 2 Satz 2 StP, Art. 36 Abs. 3 letzter Satz aStP (sGS 962.1) und Art. 8 Abs. 1 lit. a OHG (SR 312.5). Praxisänderung. Die gestützt auf Art. 36 Abs. 3 letzter Satz aStP und Art. 8 Abs. 1 lit. a OHG entwickelte Praxis, wonach der Zivilanspruch des Opfers auch ohne Zustimmung des Angeschuldigten noch im Gerichtsverfahren geltend gemacht werden kann, gilt unter dem revidierten Strafprozessgesetz vom 1. Juli 1999 nicht mehr. Nach Abschluss der Untersuchung kann das Opfer die Zivilklage nur mit Zustimmung des Angeschuldigten anhängig machen (Kantonsgericht St. Gallen, Strafkammer, 4. Dezember 2007, ST.2007.38).

Aus den Erwägungen:

10. Auf die Zivilforderungen der Kläger 2-6 ist die Vorinstanz zutreffend nicht eingetreten; es kann im Grundsatz auf ihre Erwägungen verwiesen werden. Die Praxis zu Art. 36 Abs. 3 letzter Satz aStP kann unter dem revidierten Strafprozessgesetz vom

1. Juli 1999 nicht aufrechterhalten werden. Der Gesetzgeber hat in den Art. 43 ff. StP für die Zivilklage eine vereinfachte, einheitliche Regelung geschaffen, die Opferrechte ausdrücklich im kantonalen Prozessrecht verankert und insbesondere gegenüber Art.

44 Abs. 2 Satz 2 StP die Bestimmungen des Opferhilfegesetzes bewusst nicht vorbehalten (vgl. Begleitender Bericht zum Vorentwurf Totalrevision StP vom 25. Oktober 1995 S. 25 f.; Vernehmlassung des Kantonsgerichts hierzu vom 8. März 1996

S. 9; Botschaft StP vom 30. Juni 1998, ABl 1998 1479).

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/1