Spousal Support Based on Significant Income Disparity
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn a long-standing marriage where both spouses had incomes, the court held that spousal support remains due if there is a significant income disparity that needs compensation, rather than merely a minor difference. Specifically, where one spouse earned over CHF 2,000 net per month more than the other in their respective professions, the court reasoned that spousal maintenance must ensure that each spouse maintains a standard of living comparable to the other's, requiring the higher-earning spouse to compensate for this substantial income gap to avoid creating a significant social class difference between them.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB, Art. 125 ZGB; Spousal Support Based on Significant Income Disparity: Specifically, where one spouse earned over CHF 2,000 net per month more than the other in their respective professions, the court reasoned that spousal maintenance must ensure that each spouse maintains a standard of living comparable to the other's, requiring the higher-earning spouse to compensate for this substantial income gap to avoid creating a significant social class difference between them.
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KI-generiertThis article formed the basis for determining that spousal maintenance is owed even in a long-standing dual-income marriage to compensate for a significant income gap.
Volltext
Publikationsplattform St.Galler Gerichte
Fall-Nr.: RF.2009.18 Stelle: Kantonsgericht Rubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)
Publikationsdatum: 17.04.2009 Entscheiddatum: 17.04.2009
Entscheid Kantonsgericht, 17.04.2009 Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB. Auch in einer langjährigen Doppelverdienstehe ist Ehegattenunterhalt geschuldet, wenn mit dem Unterhaltsbeitrag nicht bloss eine geringfügige Differenz, sondern ein erhebliches Einkommensgefälle zwischen den Ehegatten kompensiert wird. Eine Ehefrau, die als Lehrerin Fr. 2'000.– im Monat mehr verdient als ihr Ehemann als Speditionsleiter, muss diesen Unterschied ausgleichen (Kantonsgericht, Einzelrichter im Familienrecht, 17. April 2009, RF.2009.18).
Aus den Erwägungen:
Beim Ehegattenunterhalt ist – im Unterschied zum nachehelichen Unterhalt – nicht die Frage entscheidend, ob ein Ehegatte seinen Lebensbedarf selbst finanzieren kann oder nicht. Der Ehegattenunterhalt hat vielmehr den bisherigen ehelichen Lebensstandard zu gewährleisten oder zumindest sicherzustellen, dass jeder Ehegatte denjenigen Lebensstandard hat, den sich auch der andere leisten kann (KGer SG, FamPra.ch 2008, 176, 177; Lötscher/Trinkler, Unterhalt bei knappen bis mittleren finanziellen Verhältnissen, FamPra.ch 2004, 828, 830). Demnach ist auch in einer langjährigen Doppelverdienstehe Ehegattenunterhalt geschuldet, soweit mit dem Unterhaltsbeitrag nicht bloss eine geringfügige Differenz, sondern ein erhebliches Einkommensgefälle ausgeglichen wird (KGer SG, FamPra.ch 2003, 647, 649; Hausheer/Spycher, Unterhalt nach neuem Scheidungsrecht, N 05.43, 05.114; FamKomm Scheidung/ Schwenzer, Art. 125 ZGB N 45). Hier verdient der Ehemann als Speditionsleiter rund Fr. 5'900.– netto im Monat. Die Ehefrau erreicht als Lehrerin ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 8'000.–. Ein Einkommensunterschied von über Fr. 2'000.– im Monat ist offensichtlich nicht geringfügig oder gar vernachlässigbar, sondern bewirkt einen
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eigentlichen sozialen Klassenunterschied zwischen den Eheleuten. Dieser ist auszugleichen.
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