Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
FS.2012.13 • KGN SG FS.2012.13 KI-generiert

Child Protection Consultation Timing in Custody Disputes

Geschäftsnummer FS.2012.13
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton St. Gallen (CH-SG)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The court held that an ordered consultation, a child protection measure under Article 307 of the Civil Code designed to quickly generate a joint proposal or expert opinion for resolving disputes regarding children, is most effective and sensible when ordered early in the proceedings before mediation attempts have failed. The court dismissed the request for such a consultation because the dispute had already lasted over six months, previous attempts at an agreed solution had failed despite legal support, and a comprehensive official guardianship had already been ordered, rendering the consultation no longer indicated or likely to succeed at this advanced stage.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 307 ZGB; Child Protection Consultation Timing in Custody Disputes: The court dismissed the request for such a consultation because the dispute had already lasted over six months, previous attempts at an agreed solution had failed despite legal support, and a comprehensive official guardianship had already been ordered, rendering the consultation no longer indicated or likely to succeed at this advanced stage.

Schlagwörter

KI-generiert
Vormundschaft Kindesschutzverfahren Rechtsgutachten Zivilrechtsstreitigkeit Gesetzlicher Schutz Ausübung des Besuchsrechts

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 307 ZGB

The motion for an ordered consultation, based on Art. 307 ZGB, was denied because it was no longer indicated at this stage of the proceedings.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Publikationsplattform St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: FS.2012.13 Stelle: Kantonsgericht Rubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)

Publikationsdatum: 07.05.2012 Entscheiddatum: 07.05.2012

Entscheid Kantonsgericht, 07.05.2012 Art. 307 ZGB: Die angeordnete Beratung macht vor allem dann Sinn, wenn sie in einem frühen Verfahrensstadium verfügt wird (Kantonsgericht, Einzelrichter im Familienrecht, 7. Mai 2012, FS.2012.13).

Aus den Erwägungen:

Ziel der "angeordneten Beratung", einer auf Art. 307 ZGB gestützten Kindesschutzmassnahme, ist es, innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums einen von den Eltern gemeinsam getragenen Vorschlag zur Regelung strittiger Kinderbelange zu erarbeiten bzw. dem Gericht unbürokratisch eine Fachmeinung zur Familiensituation als mögliche Urteilsgrundlage zur Verfügung zu stellen, blockierte Prozesse zügig anzugehen, rasch konkrete Ergebnisse zu erzielen und weitere Verhärtungen zu vermeiden (Informationsblatt einer interdisziplinären Arbeitsgruppe, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch/home/dienstleistungen/nuetzliche_informationen/mitteilungen_zum_familienrecht.html; vgl. auch "angeordnete Beratung" – ein neues Instrument zur Beilegung von strittigen Kinderbelangen vor Gericht, in: FamPra.ch 2012 111 ff.). Die "angeordnete Beratung" ist, wie die Zielsetzung zeigt, auf eine rasche Realisierung ausgerichtet und macht vor allem dann Sinn, wenn sie zu Beginn einer Auseinandersetzung verfügt werden kann und nicht schon Anläufe zur Vermittlung gescheitert sind (FamPra.ch 2012 116).

Hier dauert die gerichtliche Auseinandersetzung schon über ein halbes Jahr. Auch gelang es den Ehegatten trotz anwaltlicher Unterstützung nicht, die ursprüngliche Vereinbarungslösung zu einer tragfähigen, längerfristigen einvernehmlichen Regelung

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/2 Publikationsplattform St.Galler Gerichte

auszubauen, sodass heute nicht nur die gerichtliche Regelung zur Diskussion steht, sondern darüber hinaus bereits rechtskräftig eine umfassende Beistandschaft angeordnet ist. Vor diesem Hintergrund erscheint eine "angeordnete Beratung", die möglicherweise zu Beginn des Verfahrens (…) erfolgver-sprechend gewesen wäre, nicht (mehr) indiziert, weshalb der betreffende Antrag abzuweisen ist.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 2/2