Paternity Acknowledgment Contestability in Divorce Modification Proceedings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe appellant contested the finding of paternity in divorce modification proceedings, arguing that the respondent's acknowledgment of the child should be reconsidered due to new doubts arising from the respondent's separation from the child's mother. The court ruled that the established paternity through a formal acknowledgment, evidenced by the civil status register, can only be challenged through the specific procedure for contesting an acknowledgment under the relevant statute ($\text{Art. 260a ff. ZGB}$), and not merely as a defense (exceptionally) or through a correction action within unrelated proceedings, such as those modifying a divorce decree, especially since the child, a necessary party to a paternity contest, is not a party to the current case.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 39 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB, Art. 9 ZGB, Art. 9 Abs. 1 ZGB, Art. 42 ZGB, Art. 260a ff. ZGB; Paternity Acknowledgment Contestability in Divorce Modification Proceedings: The court ruled that the established paternity through a formal acknowledgment, evidenced by the civil status register, can only be challenged through the specific procedure for contesting an acknowledgment under the relevant statute ($\text{Art. 260a ff. ZGB}$), and not merely as a defense (exceptionally) or through a correction action within unrelated proceedings, such as those modifying a divorce decree, especially since the child, a necessary party to a paternity contest, is not a party to the current case.
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KI-generiertThe ground for dismissing the appeal, as the defense of non-paternity must be raised in the specific procedure provided by these articles.
Cited to establish the full probative value of the civil status register, which is relevant to the reasoning for applying Art. 260a ff. ZGB, although its role is primarily evidentiary background rather than the final order's ground.
Cited as background legal context regarding the establishment of paternity by recognition.
Volltext
Publikationsplattform St.Galler Gerichte
Fall-Nr.: FO.2015.14 Stelle: Kantonsgericht Rubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)
Publikationsdatum: 16.10.2015 Entscheiddatum: 16.10.2015
Entscheid Kantonsgericht, 16.10.2015 Die Nichtvaterschaft des Anerkennenden kann nicht einredeweise im Verfahren betreffend Abänderung des Scheidungsurteils erhoben werden (Kantonsgericht, II. Zivilkammer, 16. Oktober 2015, FO.2015.14).
Aus den Erwägungen:
II.
2. …
Diese Argumentation beanstandet die Berufungsklägerin in der Berufung nur in einem Punkt, nämlich hinsichtlich der Erwägung der Vorinstanz, der Berufungsbeklagte sei der Vater der am 9. Oktober 2013 geborenen X. Sie bezweifle die behauptete Vaterschaft, wobei die überraschende Mitteilung des Berufungsbeklagten anlässlich der Hauptverhandlung vor Vorinstanz, er habe sich von der nach wie vor nicht geschiedenen Kindsmutter getrennt bzw. werde sich trennen, ihre Zweifel ʺin hohem und eindeutigem Masseʺ bestätigt habe.
…
3. Der Berufungsbeklagte hat am 5. März 2014 X. als seine Tochter anerkannt und figuriert damit Personenstandsregister als Vater von X. (vgl. Art. 39 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB sowie Art. 6a, Art. 7 Abs. 2 lit. f und Art. 11 Zivilstandsverordnung). Da öffentliche Register, zu denen auch das Personenstandsregister gehört (Wolf, Berner Kommentar, N 25 zu Art. 9 ZGB) für die durch sie bezeugten Tatsachen vollen Beweis erbringen, solange nicht die Unrichtigkeit ihres Inhaltes nachgewiesen ist (Art. 9 Abs. 1 ZGB), obliegt hier – entgegen ihrer Auffassung – der Berufungsklägerin die Beweislast für die
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Nichtvaterschaft ihres Ex-Ehemannes. Die Relevanz der von der Berufungsklägerin in diesem Zusammenhang offerierten Beweismittel (Befragung der Kindsmutter und Parteibefragung) bzw. des aufgrund der Gemeinschaftlichkeit der Beweisanträge zu berücksichtigenden Antrags des Berufungsbeklagten auf Einholung eines Vaterschaftsgutachtens kann nun allerdings deshalb offen bleiben, weil die Nichtvaterschaft des Anerkennenden weder einredeweise noch – angesichts der Subsidiarität dieser Klage (vgl. hierzu BSK ZGB I-Lardelli, Art. 42 N 5, und BGE 131 III
201 E. 1.2) – mit Berichtigungsklage nach Art. 42 ZGB, sondern nur im dafür vorgesehenen Verfahren auf Anfechtung der Anerkennung nach Art. 260a ff. ZGB geltend gemacht werden kann. Denn die Tatsache, dass der Anerkennende nicht der genetische Vater des anerkannten Kindes ist, kann nur im Anfechtungsverfahren und nicht in irgend einem anderen Verfahren überprüft werden (BSK ZGB I-Schwenzer/ Cottier, Art. 260a N 1; Hegnauer, Grundriss des Kindesrechts, N 8.03), was im vorliegendem Verfahren umso mehr gelten muss, als X. nicht Partei und deshalb nicht in der Lage ist, ihr Interesse daran zu wahren, dass nicht, auch nicht vorfrageweise, die Nichtvaterschaft des Berufungsbeklagten festgestellt wird (vgl. hierzu BGE 101 Ib 9 E.
2 a.E.).
Auf den Einwand der Berufungsklägerin, sie bezweifle die Vaterschaft ihres Ex- Ehemannes, weshalb diese abzuklären sei, ist daher von vornherein nicht weiter einzugehen, weshalb die Berufung, nachdem keine weiteren Einwendungen bzw. Rügen am vorinstanzlichem Entscheid zu prüfen sind, abzuweisen ist.
4. …
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