Appellate Legal Fee Determination Under Lawyers' Fee Ordinance
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe court determined that the legal fee for a lawyer engaged for the first time in appellate proceedings is not governed by the general reduction formula in Article 26 of the Lawyers' Fee Ordinance (HonO), but rather by Article 27(1)(d) HonO, setting the fee at up to nine-tenths of the base fee. This is because, although the attorney is new to the case, the scope of work in appellate proceedings is generally less intensive than in the first instance due to restrictions on introducing new facts, justifying a fee structure that acknowledges the limited scope while reflecting the absence of prior involvement.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 26 HonO, Art. 27 Abs. 1 lit. d HonO, Art. 317 Abs. 1 ZPO, Art. 326 Abs. 1 ZPO; Appellate Legal Fee Determination Under Lawyers' Fee Ordinance: This is because, although the attorney is new to the case, the scope of work in appellate proceedings is generally less intensive than in the first instance due to restrictions on introducing new facts, justifying a fee structure that acknowledges the limited scope while reflecting the absence of prior involvement.
Schlagwörter
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KI-generiertThis provision determines the fee for a legal representative who was only involved in the appeal proceedings.
Volltext
Publikationsplattform St.Galler Gerichte
Fall-Nr.: BO.2013.10 Stelle: Kantonsgericht Rubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)
Publikationsdatum: 15.08.2013 Entscheiddatum: 15.08.2013
Entscheid Kantonsgericht, 15.08.2013 Art. 27 Abs. 1 lit. d Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGs 963.75). Das Honorar eines Rechtsvertreters, welcher erst im Rechtsmittelverfahren beteiligt war, bemisst sich nicht nach Art. 26 HonO, sondern nach Art. 27 Abs. 1 lit. d HonO und beträgt bis zu neun Zehntel des Grundhonorars (Kantonsgericht St. Gallen, III. Zivilkammer, 15. August 2013, BO.2013.10).
Erwägungen (Auszug)
IV. 2. b) Im Berufungsverfahren ist der Kläger demgegenüber durch einen Anwalt vertreten, der einen Berufungsentscheid unter Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklagten beantragt; der Kläger ist daher zu entschädigen. Bei der Festlegung dieser Entschädigung fällt in Betracht, dass im Rechtsmittelverfahren in der Regel Art. 26 HonO mit einem Rahmen von 20-50% des nach dem Streitwert oder als Pauschalen bemessenen Honorars (rein schriftliches Rechtsmittelverfahren) bzw. 40-75% (Rechtsmittelverfahren mit Verhandlung) zu Anwendung gelangt. Diese Bestimmung ist aber auf Fälle zugeschnitten, in denen die betroffene Partei schon erstinstanzlich anwaltlich vertreten war, weshalb das Honorar im Rechtsmittelverfahren angesichts des Umstands, dass der Rechtsvertreter die Streitigkeit bereits kennt, zu reduzieren ist. Für den Fall, in dem eine Partei den Anwalt erst im Rechtsmittelverfahren beizieht, stellt sich daher die Frage, ob nicht auf die Reduktion der Entschädigung zu verzichten wäre. Ein volles Honorar würde allerdings dem Umstand, dass der Aufwand im Rechtsmittelverfahren angesichts der Novenbeschränkung gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO (bzw. des Novenverbots gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO) und der Begrenzung des
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Streitgegenstands auf die Auseinandersetzung mit dem Entscheid der Vorinstanz resp. die diesbezüglichen Ausführungen der Gegenpartei regelmässig geringer als im erstinstanzlichen Verfahren ausfällt, zu wenig Rechnung tragen. In einem solchen aus Sicht des Anwalts "unvollständigen Prozess" gelangt daher Art. 27 Abs. 1 lit. d HonO zur Anwendung. Danach beträgt das Honorar eines Rechtsvertreters, welcher erst im Rechtsmittelverfahren beteiligt war, bis zu neun Zehntel des Grundhonorars.
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