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BGE 101 II 372 KI-generiert

Art. 55 Abs. 1 lit. b und 59 Abs. 1 OG. Wer sich der Berufung anschliesst, hat bei Klagen auf Geldleistungen bereits in den Abänderungsanträgen anzugeben, welcher Betrag zuzusprechen ist; er darf die Anträge in der Begründung nicht ergänzen.

Geschäftsnummer BGE 101 II 372
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)

Legislator-Zusammenfassung

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Federal Court Reaffirms Specific Monetary Requirement for Interlocutory Appeal Modification Motions The case concerns the formal requirements for an interlocutory appeal (Anschlussberufung) concerning payment claims, where the appellant failed to specify the monetary amount sought in the motion for modification. The Federal Court re-affirmed that, according to Articles 55(1)(b) and 59(1) of the Federal Judiciary Act (OG), a party joining an appeal in a claim for financial relief must numerically specify the requested amount in the modification motions. Unlike the main appeal, where the justification can clarify the amount, this is explicitly prohibited for an interlocutory appeal due to the different procedural deadlines: the modification motions for joining an appeal must be submitted within 10 days, while the substantiation is due later with the response, meaning the initial motion itself must be precise to determine the scope within which the appeal prevents the judgment from becoming legally binding.

Legislator-Regeste

Amtlich

Regeste Art. 55 Abs. 1 lit. b und 59 Abs. 1 OG. Wer sich der Berufung anschliesst, hat bei Klagen auf Geldleistungen bereits in den Abänderungsanträgen anzugeben, welcher Betrag zuzusprechen ist; er darf die Anträge in der Begründung nicht ergänzen.

Schlagwörter

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Prozessvoraussetzung Verpflichtung zur Geldzahlung anfechtbarer Zwischenentscheid finanzielle Mittel Ausdehnung des Verfahrens Kostenvorschuss

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 55 Abs. 1 lit. b OG
Gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. b OG ist in der Berufungsschrift genau anzugeben, welche Punkte des kantonalen Entscheides angefochten und welche Abänderungen beantragt werden.
Art. 56 OG
Bei der Anschlussberufung verhält es sich anders; diesfalls sind die Abänderungsanträge innert 10 Tagen nach der in Art. 56 OG vorgesehenen Anzeige, die schriftliche Begründung dagegen erst zusammen mit der Antwort auf die Berufung einzureichen (Art.
Art. 54 Abs. 2 OG
Das ergibt sich daraus, dass Berufung und Anschlussberufung den Eintritt der Rechtskraft nur im Umfang der Anträge hemmen (Art. 54 Abs. 2 OG), der Berufungsbeklagte seine Abänderungsanträge aber innert der zehntägigen Frist des Art.
Art. 59 Abs. 1 OG
2 OG), der Berufungsbeklagte seine Abänderungsanträge aber innert der zehntägigen Frist des Art. 59 Abs. 1 OG stellen muss, wenn er sich der Berufung anschliessen will.

Zitierte Rechtsprechung

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BGE 59 II 174
BGE 75 II 334
1), stets dahin ausgelegt, dass bei Klagen auf Geldleistungen der zuzusprechende Betrag ziffermässig anzugeben ist (BGE 75 II 334, BGE 79 II 255, BGE 86 II 193, BGE 88 II 207, BGE 89 II 414, BGE 91 II 283).
BGE 79 II 255
1), stets dahin ausgelegt, dass bei Klagen auf Geldleistungen der zuzusprechende Betrag ziffermässig anzugeben ist (BGE 75 II 334, BGE 79 II 255, BGE 86 II 193, BGE 88 II 207, BGE 89 II 414, BGE 91 II 283).
BGE 86 II 193
1), stets dahin ausgelegt, dass bei Klagen auf Geldleistungen der zuzusprechende Betrag ziffermässig anzugeben ist (BGE 75 II 334, BGE 79 II 255, BGE 86 II 193, BGE 88 II 207, BGE 89 II 414, BGE 91 II 283).
BGE 88 II 207
1), stets dahin ausgelegt, dass bei Klagen auf Geldleistungen der zuzusprechende Betrag ziffermässig anzugeben ist (BGE 75 II 334, BGE 79 II 255, BGE 86 II 193, BGE 88 II 207, BGE 89 II 414, BGE 91 II 283).
BGE 89 II 414
1), stets dahin ausgelegt, dass bei Klagen auf Geldleistungen der zuzusprechende Betrag ziffermässig anzugeben ist (BGE 75 II 334, BGE 79 II 255, BGE 86 II 193, BGE 88 II 207, BGE 89 II 414, BGE 91 II 283).
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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (23)

2C_777/2009 (2010-04-21)
«…rpréter à la lumière de ses motifs et de son argumentation (cf. ATF 125 III 412 consid. 1b p. 414; 106 II 175 /176; 101 II 372 ). Le recourant se plaint tout d'abord d'une violation de son droit d'être entendu ( art. 29 al. 2 Cst. ), au motif qu'…»
5A_835/2008 (2009-02-12)
«…s à la lumière des motifs et de l'argumentation du recours ( ATF 125 III 412 consid. 1b p. 414/415; 106 II 175 /176; 101 II 372 /373; 99 II 176 consid. 2 p. 181). En l'occurrence, si le Tribunal fédéral devait conclure que l'autorité cantonale a…»
5A_25/2008 (2008-11-14)
«…jugement attaqué (arrêt 5A_398/2007 du 28 avril 2008 consid. 2.3; cf. ATF 125 III 412 consid. 1b; 106 II 175 /176; 101 II 372 /373; 99 II 176 consid. 2), cette conclusion doit être comprise en ce sens que sont contestées l'entrée en force du d…»
5A_140/2008 (2008-07-09)
«…qu'il demande la suppression de la mesure de curatelle (cf. ATF 125 III 412 consid. 1b p. 414/415; 106 II 175 /176; 101 II 372 /373; 99 II 176 consid. 12 p. 181). Au demeurant, s'agissant du sort des enfants, la maxime d'office est applicable (…»
5A_398/2007 (2008-04-28)
«…de la motivation du recours et de la décision attaquée (cf. ATF 125 III 412 consid. 1b p. 414/415; 106 II 175 /176; 101 II 372 /373; 99 II 176 consid. 2 p. 181), de telles conclusions doivent être comprises en ce sens que la recourante demande…»
5A_384/2007 (2007-10-03)
«…ntscheid, ohne weiteres ergibt, auf welchen Betrag der Beschwerdeführer eine Geldleistung festgesetzt wissen will ( BGE 101 II 372 S. 373; 125 III 412 E. 1b S. 414). Das Rechtsbegehren-Ziff. 2 erfüllt diese Anforderungen nicht. Ein Betrag für die…»
5C.198/2006 (2006-11-13)
«…s à la lumière des motifs et de l'argumentation du recours ( ATF 125 III 412 consid. 1b p. 414/415; 106 II 175 /176; 101 II 372 /373; 99 II 176 consid. 2 p. 181). En l'occurrence, il ressort clairement de l'acte de recours, en relation avec la d…»
5C.300/2005 (2006-04-20)
«…e recourant, cela sur la base des motifs du recours et de la décision entreprise ( ATF 125 III 412 consid. 1b p. 414; 101 II 372 /373; 98 II 221 consid. 1 p. 223; 90 II 476 consid. 1 p. 479 et les arrêts cités). Tel est le cas en l'espèce, où l…»
4C.416/2005 (2006-02-24)
«…st, in welchem Sinn das angefochtene Urteil abgeändert werden soll ( BGE 125 III 412 E. 1b S. 414; 104 II 209 E. 1; 101 II 372 f.). Unter Berücksichtigung der Berufungsbegründung kann der bereits im kantonalen Verfahren gestellte Antrag auf Abwe…»
4C.165/2005 (2005-07-22)
«…ichtlich ist, in welchem Sinn das angefochtene Urteil nach dem Willen des Berufungsklägers abgeändert werden soll ( BGE 101 II 372 S. 373; 81 II 249 E. 1 S. 251; 78 II 445 E. 1 S. 448 f.; vgl. auch BGE 125 III 412 E. 1b). Dies ist vorliegend d…»
5C.47/2005 (2005-04-08)
«…ne soient pas désignées expressément dans les conclusions, lorsqu'elles résultent clairement des moyens invoqués ( ATF 101 II 372 p. 373; 98 II 221 consid. 1 p. 223; 90 II 476 consid. 1 p. 479 et les arrêts cités). Dans le cas présent, le deman…»
4C.104/2004 (2004-06-02)
«…136 consid. 1.2; 125 III 412 consid. 1b; 110 II 74 consid. I/1; 106 II 201 consid. 1; 103 II 267 consid. 1b; 101 II 372 ). S'agissant des motifs du recours, il faut qu'ils indiquent succinctement quelles sont les règles de droit fédéral vi…»
4C.165/2003 (2003-11-03)
«…st, in welchem Sinn das angefochtene Urteil abgeändert werden soll ( BGE 125 III 412 E. 1b S. 414; 104 II 209 E. 1; 101 II 372 f.). Dies ist hier der Fall. Mit ihrem Hauptantrag und der dazu gegebenen Begründung zur Schutzunfähigkeit des Zeichen…»
4C.139/2003 (2003-09-04)
«…toutefois être interprétées à la lumière des motifs et de l'argumentation du recours ( ATF 106 II 175 p. 176 in fine; 101 II 372 ; 99 II 176 consid. 2 p. 181). En l'occurrence, il ressort clairement de l'acte de recours que les défendeurs entende…»
5C.50/2003 (2003-08-13)
«…ne soient pas désignées expressément dans les conclusions, lorsqu'elles résultent clairement des moyens invoqués ( ATF 101 II 372 p. 373; 98 II 221 consid. 1 p. 223; 90 II 476 consid. 1 p. 479 et les arrêts cités). En l'occurrence, les demander…»

Volltext

Urteilskopf

101 II 372

62. Auszug aus dem Urteil der I. Zivilabteilung vom 2. Dezember 1975 i.S. Amann gegen von Bergen und Mitbeteiligte.

Regeste

Art. 55 Abs. 1 lit. b und 59 Abs. 1 OG.

Wer sich der Berufung anschliesst, hat bei Klagen auf Geldleistungen bereits in den Abänderungsanträgen anzugeben, welcher Betrag zuzusprechen ist; er darf die Anträge in der Begründung nicht ergänzen.

Erwägungen ab Seite 372

BGE 101 II 372 S. 372

Aus den Erwägungen:

Gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. b OG ist in der Berufungsschrift genau anzugeben, welche Punkte des kantonalen Entscheides angefochten und welche Abänderungen beantragt werden. Das Bundesgericht hat diese Vorschrift, die auch bei der Anschlussberufung zu beachten ist (vgl. BGE 59 II 174 Erw. 1), stets dahin ausgelegt, dass bei Klagen auf Geldleistungen der zuzusprechende Betrag ziffermässig anzugeben ist (BGE 75 II 334, BGE 79 II 255, BGE 86 II 193, BGE 88 II 207, BGE 89 II 414, BGE 91 II 283). Bei der Berufung brauchen die beantragten Abänderungen freilich nicht aus dem Wortlaut des Rechtsbegehrens selbst hervorzugehen. Nach der Rechtsprechung genügt, wenn in Verbindung mit der Begründung oder dem angefochtenen Urteil ohne weiteres ersichtlich ist, in welchem Sinne das angefochtene Urteil nach dem Willen des Berufungsklägers abgeändert werden soll. Das trifft z.B. zu, wenn aus der Begründung zu ersehen ist, auf welchen Betrag er eine Geldleistung festgesetzt wissen will (BGE 78 II 448, BGE 80 II 245, BGE 81 II 251, BGE 99 II 181).

Dies gilt aber nur für die Berufung, da deren Anträge innert 30 Tagen nach der Mitteilung des angefochtenen Urteils nicht bloss eingereicht, sondern auch begründet werden müssen (Art. 54 Abs. 1 und 55 OG; BGE 92 II 67, BGE 94 II 10). Bei der Anschlussberufung verhält es sich anders; diesfalls sind die Abänderungsanträge innert 10 Tagen nach der in Art. 56 OG vorgesehenen Anzeige, die schriftliche Begründung dagegen erst zusammen mit der Antwort auf die Berufung einzureichen (Art. 59 Abs. 1 und 2 OG). Dieser wichtige Unterschied zwischen Berufung und Anschlussberufung steht bei der letzteren einer Ergänzung der Anträge in der Begründung entgegen. Das ergibt sich daraus, dass Berufung und Anschlussberufung den Eintritt der Rechtskraft nur im Umfang der Anträge hemmen (Art. 54 Abs. 2 OG), der Berufungsbeklagte seine Abänderungsanträge aber innert der zehntägigen Frist des Art. 59 Abs. 1 OG stellen muss, wenn er sich der Berufung anschliessen will.