Dismissal of criminal trial postponement request rendered moot by withdrawal, triggering procedural cost and indemnity allocation.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court declared the criminal appeal against a district court's denial of a trial postponement request moot after the appellant prosecutor fully withdrew the submission, leaving the lower court's procedural ruling in force and concluding the matter pursuant to Article 32 paragraph 2 of the Federal Supreme Court Act. The underlying dispute arose from a district court order dismissing the prosecution's request to reschedule a multi-day main criminal hearing. Deciding on costs under summary reasoning based on the hypothetical outcome pursuant to Article 71 of the Federal Supreme Court Act in conjunction with Article 72 of the Federal Civil Procedure Code, the court waived judicial costs for the acting authority under Article 66 paragraph 4 of the Federal Supreme Court Act while ordering the canton to pay procedural indemnities to several represented private respondents under Article 68.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 32 Abs. 2 BGG, Art. 71 BGG, Art. 72 BZP, Art. 66 Abs. 4 BGG, Art. 68 BGG; Dismissal of criminal trial postponement request rendered moot by withdrawal, triggering procedural cost and indemnity allocation: Mit Eingabe vom 29. Mai 2026 führt die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht gegen die Verfügung des Bezirksgerichts Brig - Östlich Raron - Goms, Kreisgerichtspräsidentin, vom 28. April 2026. Mit dieser Verfügung wies das Bezirksgericht das Verschiebungsgesuch der Staatsanwaltschaft betreffend die erstinstanzliche Hauptverhandlung vom 22. bis zum 26. Juni 2026 ab. Das Gesuch der Staatsanwaltschaft um aufschiebende Wirkung wies das Bundesgericht mit Präsidialverfügung vom 15. Juni 2026 ab. Mit Eingabe vom 22. Juni 2026 zieht die Staatsanwaltschaft die Beschwerde vollumfänglich zurück. Damit wird das Beschwerdeverfahren gegenstandslos und ist im Verfahren nach Art. 32 Abs. 2 BGG abzuschreiben.
Schlagwörter
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KI-generiertVolltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
7B_723/2026
Verfügung vom 1. Juli 2026
II. strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Koch, als Instruktionsrichterin,
Gerichtsschreiberin Sauthier.
Verfahrensbeteiligte
Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis, Amt der Region Oberwallis, Überlandstrasse 42, 3900 Brig, Beschwerdeführerin, *gegen*
1. A.________, vertreten durch Damian Cavallaro und/oder
Stefan Rolli, Rechtsanwälte,
2. B.________, vertreten durch Rechtsanwalt Andrea Janggen,
3. C.________, vertreten durch Rechtsanwalt Alexander Köppel,
4. D.________, vertreten durch Rechtsanwalt Patrick Ruppen,
5. E.________, vertreten durch Rechtsanwalt Thierry Arnold,
6. F.________, vertreten durch Rechtsanwältin Chantal Carlen,
7. G.________, vertreten durch Rechtsanwältin Michaela Mangisch,
8. H.________, vertreten durch Rechtsanwalt Fabian Williner,
9. I.________, vertreten durch Rechtsanwalt Marc Truffer,
10. J.________, vertreten durch Rechtsanwältin Erika Antille,
11. K.________, vertreten durch Rechtsanwalt Aaron Kronig,
12. L.________ SA,
13. M.________ AG,
14. N.________,
15. O.________,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Verschiebungsgesuch Hauptverhandlung; Rückzug,
Beschwerde gegen die Verfügung des Bezirksgerichts Brig - Östlich Raron - Goms, Kreisgerichtspräsidentin, vom 28. April 2026 (S1 25 13).
Erwägungen: 1. Mit Eingabe vom 29. Mai 2026 führt die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht gegen die Verfügung des Bezirksgerichts Brig - Östlich Raron - Goms, Kreisgerichtspräsidentin, vom 28. April 2026. Mit dieser Verfügung wies das Bezirksgericht das Verschiebungsgesuch der Staatsanwaltschaft betreffend die erstinstanzliche Hauptverhandlung vom 22. bis zum 26. Juni 2026 ab. Das Gesuch der Staatsanwaltschaft um aufschiebende Wirkung wies das Bundesgericht mit Präsidialverfügung vom 15. Juni 2026 ab. Mit Eingabe vom 22. Juni 2026 zieht die Staatsanwaltschaft die Beschwerde vollumfänglich zurück. Damit wird das Beschwerdeverfahren gegenstandslos und ist im Verfahren nach Art. 32 Abs. 2 BGG abzuschreiben. 2. Bei Gegenstandslosigkeit des Verfahrens entscheidet das Bundesgericht mit summarischer Begründung über die Prozesskosten aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes (Art. 71 BGG i.V.m Art. 72 BZP [SR 273]). Bei der Beurteilung der Kostenund Entschädigungsfolgen ist somit in erster Linie auf den mutmasslichen Ausgang des Prozesses abzustellen (BGE 125 V 373 E. 2a; Urteil 7B_1322/2025 vom 12. Januar 2026 E. 3 mit Hinweis). Der Beschwerdeführerin, die in ihrem amtlichen Wirkungskreis handelt, sind jedoch selbst bei Unterliegen keine Kosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 4 BGG). Die anwaltlich vertretenen privaten Beschwerdegegner, die sich vernehmen liessen, sind vom Kanton Wallis angemessen für das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren zu entschädigen (Art. 68 BGG). Demnach verfügt die Instruktionsrichterin: 1. Die Beschwerde wird als gegenstandslos abgeschrieben. 2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 3. Der Kanton Wallis hat die privaten Beschwerdegegner 1, 4, 5, 6, 7, 9 und 11 für das bundesgerichtliche Verfahren mit je Fr. 250.-- zu entschädigen. 4. Diese Verfügung wird den Parteien und dem Bezirksgericht Brig - Östlich Raron - Goms, Kreisgerichtspräsidentin, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 1. Juli 2026
Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Instruktionsrichterin: Koch
Die Gerichtsschreiberin: Sauthier