Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
7B_653/2025 KI-generiert

Inadmissibility of criminal appeals against prosecutorial dismissal orders due to deficient substantiation and lack of standing.

Geschäftsnummer 7B_653/2025
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court dismissed the consolidated appeals filed by the appellant against two decisions of the cantonal superior court, which had refused to enter into the merits of her appeals against prosecutorial dismissal orders. The Supreme Court ordered that the appeals are inadmissible and denied the appellant's requests for free legal aid due to the apparent lack of prospects of success, imposing judicial costs upon her. The dispute arose from criminal proceedings and subsequent dismissal orders issued by the public prosecutor, which the appellant challenged without meeting the statutory requirements for standing and substantiation. The decisive legal basis comprises Articles 42 odst. 2, 64 odst. 1, 81 odst. 1 lit. b ch. 5, 106 odst. 2, and 108 odst. 1 lit. b of the Federal Supreme Court Act (BGG), alongside established jurisprudence regarding standing to appeal criminal dismissals and the requisite specificity of legal argumentation.

Legislator-Regeste

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Art. 71 BGG, Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 108 Abs. 3 BGG; Inadmissibility of criminal appeals against prosecutorial dismissal orders due to deficient substantiation and lack of standing: Die Verfahren 7B_653/2025 und 7B_654/2025 sind zu vereinigen und die Beschwerden in einem einzigen Entscheid zu behandeln (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP [SR 273]; BGE 133 IV 215 E. 1; 126 V 283 E. 1).

Schlagwörter

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Einstellung Nichteintreten fehlende Legitimation der Staatsanwaltschaft Beschwerdelegitimation Prozessrecht unentgeltliche Rechtspflege gesetzliche Grundlage formelle Verfahrenseinstellung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

7B_653/2025, 7B_654/2025

Urteil vom 3. Oktober 2025

II. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Koch, als Einzelrichterin,

Gerichtsschreiber Clément.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

*gegen*

7B_653/2025

1. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,

Frey-Herosé-Strasse 20, 5001 Aarau,

2. B.________,

Beschwerdegegner,

und

7B_654/2025

1. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,

Frey-Herosé-Strasse 20, 5001 Aarau,

2. C.________,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Einstellung; Nichteintreten,

Beschwerden gegen die Entscheide des Obergerichts des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 6. Juni 2025.

Erwägungen:

1. Mit Entscheiden vom 6. Juni 2025 trat das Obergericht des Kantons Aargau nicht auf die Beschwerden der Beschwerdeführerin gegen zwei Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 14. April 2025 ein. Die Beschwerdeführerin gelangte gegen diese Entscheide mit Beschwerden in Strafsachen vom 15. Juli 2025 (Postaufgabe) an das Bundesgericht.

2. Die Verfahren 7B_653/2025 und 7B_654/2025 sind zu vereinigen und die Beschwerden in einem einzigen Entscheid zu behandeln (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP [SR 273]; BGE 133 IV 215 E. 1; 126 V 283 E. 1).

3. Die Eingaben der Beschwerdeführerin erfüllen offensichtlich nicht die Anforderungen an die Begründung einer Beschwerde an das Bundesgericht (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 148 IV 356 E. 2.1, 39 E. 2.3.5; 142 III 364 E. 2.4), namentlich bezüglich eines ihr zustehenden Zivilanspruchs im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG, der sie zur Beschwerde legitimieren könnte (Urteile 7B_1201/2024 vom 22. Januar 2025 E. 1.2; 7B_182/2024 vom 26. März 2024 E. 2.1.2; 7B_18/2024 vom 14. März 2024 E. 2; je mit Hinweisen). Formelle Rügen, zu deren Geltendmachung die Beschwerdeführerin unbesehen von der fehlenden Legitimation in der Sache befugt wäre, da sie namentlich von der Prüfung der Sache getrennt werden können (sog. "Star-Praxis"; vgl. BGE 146 IV 76 E. 2; 141 IV 1 E. 1.1), werden nicht erhoben. Auf die Beschwerde ist somit mangels hinreichender Begründung im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG). Die Begründung des Entscheids beschränkt sich auf eine kurze Angabe des Unzulässigkeitsgrundes (Art. 108 Abs. 3 BGG).

4. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die sinngemässen Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege sind wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit der Begehren abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG). Den finanziellen Verhältnissen der Beschwerdeführerin ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Die Verfahren 7B_653/2025 und 7B_654/2025 werden vereinigt.

2. Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten.

3. Die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege werden abgewiesen.

4. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

5. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. Oktober 2025

Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Einzelrichterin: Koch

Der Gerichtsschreiber: Clément