Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_4/2008 KI-generiert

Correction of judgment under Article 129(1) BGG for contradiction between reasoning and operative order on compensation amount.

Geschäftsnummer 6B_4/2008
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Swiss Federal Supreme Court granted a request to correct its earlier judgment in a criminal appeal, modifying the reasoning to align with the operative order. The court ordered that the compensation amount stated in the reasoning (erroneously set at 2,000 Swiss francs) be replaced with 1,500 Swiss francs, matching the operative disposition, which stands as final. No court costs were imposed, and the appellant was awarded 500 Swiss francs in compensation from the federal court treasury for the correction proceedings. The underlying dispute involved a partially successful criminal appeal against a cantonal appellate court decision, which had been remanded for a new decision; the correction addressed an inconsistency between the judgment’s reasoning and its dispositive part under Article 129(1) of the Federal Supreme Court Act, which permits rectification when provisions contradict the reasoning or contain drafting errors. The court held that the operative disposition was correct, consistent with its practice of imposing 2,000 Swiss francs in court costs and awarding 1,500 Swiss francs in compensation for half-successful appeals.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 129 Abs. 1 BGG, Art. 129 al. 1 BGG; Correction of judgment under Article 129(1) BGG for contradiction between reasoning and operative order on compensation amount: The court ordered that the compensation amount stated in the reasoning (erroneously set at 2,000 Swiss francs) be replaced with 1,500 Swiss francs, matching the operative disposition, which stands as final. No court costs were imposed, and the appellant was awarded 500 Swiss francs in compensation from the federal court treasury for the correction proceedings. The underlying dispute involved a partially successful criminal appeal against a cantonal appellate court decision, which had been remanded for a new decision; the correction addressed an inconsistency between the judgment’s reasoning and its dispositive part under Article 129(1) of the Federal Supreme Court Act, which permits rectification when provisions contradict the reasoning or contain drafting errors. The court held that the operative disposition was correct, consistent with its practice of imposing 2,000 Swiss francs in court costs and awarding 1,500 Swiss francs in compensation for half-successful appeals.

Schlagwörter

KI-generiert
Urteilsdispositiv Entschädigung für Justizirrtümer Beschwerdelegitimation Ertrag finanzielle Korrektur Schadenberechnung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 129 al. 1 BGG

Basis for granting the request for correction of the judgment due to inconsistency between reasoning and dispositive.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (5)

BGE 134 IV 210
Fraud — Stoffgleichheit requirement fails where insured lessee's benefit (release from lease payments) does not mirror insurer's loss (payment to lessor), shifting to fraudulent misrepresentation.
«…Urteil der Strafrechtlichen Abteilung i.S. X. gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau (Beschwerde in Strafsachen) 6B_4/2008 vom 13. Juni 2008 Regeste Erfordernis der Stoffgleichheit beim Betrug; Leasingvertrag. Beim Betrugstatbestand hat der S…»
DG200213 (2022-04-11) · zh
Corporate Fraud, Embezzlement, and Bribery Trial and Sentencing
«…s darstellen muss (Prinzip der Stoffgleichheit; MAEDER/NIGGLI, BSK StGB II, N 118 f. zu Art. 146 StGB; vgl. auch Urteil 6B_4/2008 vom 1. Juli 2008, E. 5.3.). b) Gemäss der überwiegenden bundesgerichtlichen Praxis genügt beim Be- trug auch ein…»
SK.2013.30 (2015-01-27)
Misappropriation and Disloyal Management Conviction
«…r Zusammenhang besteht, d.h. die Bereicherung sich als Kehrseite des Schadens darstellt (Urteil des Bundesgerichts 6B_4/2008 vom 13. Juni 2008 E. 5.3 m.w.H.). Gefordert wird somit die sog. (betrugsspezifische) Stoffgleichheit (TRECHSE…»
6B_972/2009 (2010-02-16)
«…sstrafe von acht Monaten. Das Bundesgericht hiess die von X.________ gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde mit Urteil 6B_4/2008 vom 13. Juni 2008 (teilweise publiziert in BGE 134 IV 210 ) teilweise gut und wies die Sache zu neuer Entscheidung an…»
DG200213 · zh
Commercial Fraud and Mismanagement Sentencing with Asset Disposition
«…s darstellen muss (Prinzip der Stoffgleichheit; MAEDER/NIGGLI, BSK StGB II, N 118 f. zu Art. 146 StGB; vgl. auch Urteil 6B_4/2008 vom 1. Juli 2008, E. 5.3.). b) Gemäss der überwiegenden bundesgerichtlichen Praxis genügt beim Be- trug auch ein…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_4/2008 /hum

Urteil vom 1. Juli 2008

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Schneider, Präsident,

Bundesrichter Wiprächtiger, Ferrari,

Gerichtsschreiber Stohner.

Parteien

X.________,

Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecher Arthur Daniel Ruckstuhl,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, Staubeggstrasse 8, 8510 Frauenfeld,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Gesuch um Berichtigung des Urteils des Bundesgerichts 6B_4/2008 vom 13. Juni 2008.

Sachverhalt:

A. Mit Urteil 6B_4/2008 vom 13. Juni 2008 hiess das Bundesgericht eine Beschwerde in Strafsachen von X.________ teilweise gut. Das Urteil des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 15. November 2007 wurde aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde. X.________ wurden Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- auferlegt, und der Kanton Thurgau wurde verpflichtet, X.________ für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'500.-- zu entschädigen.

B. Mit Eingabe vom 19. Juni 2008 ersucht X.________ um Berichtigung des bundesgerichtlichen Urteils.

C. Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.

Erwägungen:

1. Nach Art. 129 Abs. 1 BGG nimmt das Bundesgericht die Erläuterung oder Berichtigung eines von ihm gefällten Urteils vor, wenn dessen Dispositiv unklar, unvollständig oder zweideutig ist, wenn seine Bestimmungen untereinander oder mit den Erwägungen im Widerspruch stehen, oder wenn es Redaktions- oder Rechnungsfehler enthält.

2.

2.1 Der Beschwerdeführer weist zu Recht darauf hin, dass ihm in Erwägung 6 des Urteils 6B_4/2008 vom 13. Juni 2008 eine vom Kanton Thurgau zu entrichtende Entschädigung von Fr. 2'000.-- zugesprochen wurde, der Kanton Thurgau in Ziffer 3 des Urteilsdispositivs jedoch lediglich zur Bezahlung einer Entschädigung von Fr. 1'500.-- verpflichtet wurde. Er beantragt, "den versehentlichen Übertrag aus den Erwägungen in das Dispositiv zu berichtigen".

2.2 Die Begründung und das Dispositiv des Urteils 6B_4/2008 vom 13. Juni 2008 stehen somit in einem unauflösbaren Widerspruch zueinander. Korrekt ist das Urteilsdispositiv, denn praxisgemäss werden einem Beschwerdeführer bei hälftigem Obsiegen Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- auferlegt und eine Entschädigung von Fr. 1'500.-- zugesprochen. Dementsprechend ist in Erwägung 6 des Urteils 6B_4/2008 vom 13. Juni 2008 der Betrag "Fr. 2'000.--" durch den Betrag "Fr. 1'500.--" zu ersetzen.

2.3 Da sich die Begründung und das Dispositiv des Urteils 6B_4/2008 vom 13. Juni 2008 widersprechen, ist das Gesuch um Urteilsberichtigung im Ergebnis gutzuheissen, obwohl der Beschwerdeführer mit seinem Antrag auf Änderung des Urteilsdispositivs nicht durchdringt. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. Aufgrund der besonderen Umstände erscheint es sachgerecht, den Beschwerdeführer mit Fr. 500.-- aus der Bundesgerichtskasse zu entschädigen.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Das Gesuch um Berichtigung des bundesgerichtlichen Urteils 6B_4/2008 vom 13. Juni 2008 wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dem Beschwerdeführer wird aus der Bundesgerichtskasse eine Entschädigung von Fr. 500.-- ausgerichtet.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. Juli 2008

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Stohner