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Ro 2016/11/0012 ECLI:AT:VWGH:2017:RO2016110012.J00 KI-generiert

Mootness of invalidity pension revision following concurrent annulment of remand order

Geschäftsnummer Ro 2016/11/0012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Österreich (AT)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off
Kostenauflage zulasten Vorinstanz / Staat

Legislator-Zusammenfassung

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The Verwaltungsgerichtshof (VwGH) declared the appellant's ordinary revision moot and discontinued the proceedings, ordering the medical chamber to reimburse the appellant EUR 1,346.40 in costs. The dispute concerned the denial of an invalidity pension application under the Physicians Act 1998 and the chamber's welfare fund statutes; the Administrative Court for Lower Austria had initially annulled the denying administrative act and remanded the case, a decision that was subsequently annulled by a separate VwGH judgment based on a revision filed by the administrative authority. This concurrent annulment rendered the appellant's revision moot because it resulted in the appellant being left without a claim (Klaglosstellung), leading to the procedural termination of the current case. The legal basis for the discontinuation was § 33 Abs. 1 VwGG (mootness), while the cost allocation relied on § 55 and § 47 Abs. 2 Z. 1 VwGG in conjunction with the VwGH Expense Reimbursement Ordinance.

Legislator-Regeste

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§ 28 Abs. 3 VwGVG, § 25a VwGG, Art. 133 Abs. 4 B-VG, § 33 Abs. 1 VwGG, § 33 Abs. 1 erster Satz VwGG; Mootness of invalidity pension revision following concurrent annulment of remand order: The dispute concerned the denial of an invalidity pension application under the Physicians Act 1998 and the chamber's welfare fund statutes; the Administrative Court for Lower Austria had initially annulled the denying administrative act and remanded the case, a decision that was subsequently annulled by a separate VwGH judgment based on a revision filed by the administrative authority. This concurrent annulment rendered the appellant's revision moot because it resulted in the appellant being left without a claim (Klaglosstellung), leading to the procedural termination of the current case. The legal basis for the discontinuation was § 33 Abs. 1 VwGG (mootness), while the cost allocation relied on § 55 and § 47 Abs. 2 Z. 1 VwGG in conjunction with the VwGH Expense Reimbursement Ordinance.

Schlagwörter

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§ 28 Abs. 3 VwGVG § 25a VwGG Art. 133 Abs. 4 B-VG § 33 Abs. 1 VwGG § 33 Abs. 1 erster Satz VwGG

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 28 Abs. 3 VwGVG
2 Der dagegen vom Revisionswerber erhobenen Beschwerde gab das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich mit dem angefochtenen Beschluss insofern Folge, als der erstinstanzliche Bescheid aufgehoben und die Angelegenheit gemäß § 28 Abs. 3 VwGVG zur neuerlichen Entscheidung an die Behörde zurückverwiesen wurde.
§ 25a VwGG
Gleichzeitig wurde gemäß § 25a VwGG ausgesprochen, dass eine ordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof (Art.
Art. 133 Abs. 4 B-VG
Gleichzeitig wurde gemäß § 25a VwGG ausgesprochen, dass eine ordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof (Art. 133 Abs. 4 B-VG) zulässig sei.
§ 33 Abs. 1 VwGG
5 Aufgrund der genannten Aufhebung des angefochtenen Beschlusses ist gegenständlich die Klaglosstellung des Revisionswerbers eingetreten, sodass die Revision gemäß § 33 Abs. 1 VwGG als gegenstandslos geworden zu erklären und das Verfahren einzustellen war.
§ 33 Abs. 1 erster Satz VwGG
Serves as the main legal ground for declaring the revision moot and ordering the discontinuation of the proceedings due to the appellant being left without a claim.

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 33 Abs. 1 erster Satz VwGG

Serves as the main legal ground for declaring the revision moot and ordering the discontinuation of the proceedings due to the appellant being left without a claim.

§ 55 VwGG iVm § 47 Abs. 2 Z. 1 VwGG iVm der VwGH-Aufwandersatzverordnung

Provides the legal basis for the order requiring the opposing party to reimburse the costs of the proceedings.

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Volltext

Die Revision wird als gegenstandslos geworden erklärt und das Verfahren eingestellt.

Die Ärztekammer für Niederösterreich hat dem Revisionswerber Aufwendungen in der Höhe von EUR 1.346,40 binnen zwei Wochen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.

1 Mit Bescheid der belangten Behörde vom 10. Juni 2015 wurde der Antrag des Revisionswerbers vom 8. Oktober 2014 auf Gewährung der Invaliditätsversorgung ab 1. Dezember 2013 gemäß § 100 Ärztegesetz 1998 iVm § 30 der Satzung des Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer für Niederösterreich abgewiesen.

2 Der dagegen vom Revisionswerber erhobenen Beschwerde gab das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich mit dem angefochtenen Beschluss insofern Folge, als der erstinstanzliche Bescheid aufgehoben und die Angelegenheit gemäß § 28 Abs. 3 VwGVG zur neuerlichen Entscheidung an die Behörde zurückverwiesen wurde.

Gleichzeitig wurde gemäß § 25a VwGG ausgesprochen, dass eine ordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof (Art. 133 Abs. 4 B-VG) zulässig sei.

3 Gegen diesen Beschluss richten sich sowohl die ordentliche Revision der vor dem Verwaltungsgericht belangten Behörde als auch die vorliegende Revision des Revisionswerbers. Mit hg. Erkenntnis vom heutigen Tag, Zl. Ro 2016/11/0016, wurde der angefochtene Beschluss des Verwaltungsgerichtes aufgrund der Revision der belangten Behörde wegen Rechtswidrigkeit des Inhaltes aufgehoben.

4 Gemäß § 33 Abs. 1 erster Satz VwGG ist die Revision mit Beschluss als gegenstandslos geworden zu erklären und das Verfahren einzustellen, wenn in irgendeiner Lage des Verfahrens offenbar wird, dass der Revisionswerber klaglos gestellt wurde.

5 Aufgrund der genannten Aufhebung des angefochtenen Beschlusses ist gegenständlich die Klaglosstellung des Revisionswerbers eingetreten, sodass die Revision gemäß § 33 Abs. 1 VwGG als gegenstandslos geworden zu erklären und das Verfahren einzustellen war.

6 Die Kostenentscheidung gründet sich auf § 55 und § 47 Abs. 2 Z. 1 VwGG iVm der VwGH-Aufwandersatzverordnung.

Wien, am 23. März 2017