Suspensive effect of revision against removal order under Dublin III Regulation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Administrative Court granted the applicant’s motion for suspensive effect, rendering the order effective that the pending ordinary revision would stay the enforcement of the lower court’s decision. The dispute concerned an appeal against an administrative court judgment that had dismissed a complaint challenging a federal immigration authority’s decision to reject an application for international protection as inadmissible, designate Slovenia as the responsible state under the Dublin III Regulation, and order removal from the territory. Citing § 30 Abs. 2 VwGG, the court determined that no overriding public interests opposed the stay and that executing the removal order would cause a disproportionate disadvantage to the applicant, thereby suspending the operative effect of the adverse judgment pending the outcome of the revision.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 30 Abs. 2 VwGG, § 61 Abs. 2 FPG, § 5 AsylG, § 61 FPG; Suspensive effect of revision against removal order under Dublin III Regulation: The dispute concerned an appeal against an administrative court judgment that had dismissed a complaint challenging a federal immigration authority’s decision to reject an application for international protection as inadmissible, designate Slovenia as the responsible state under the Dublin III Regulation, and order removal from the territory. Citing § 30 Abs. 2 VwGG, the court determined that no overriding public interests opposed the stay and that executing the removal order would cause a disproportionate disadvantage to the applicant, thereby suspending the operative effect of the adverse judgment pending the outcome of the revision.
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KI-generiertLegal basis cited for granting the application to confer suspensive effect on the revision, suspending the enforcement of the challenged decision.
Volltext
Gemäß § 30 Abs. 2 VwGG wird dem Antrag stattgegeben.
1Mit Bescheid des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl vom 8. Juni 2016 wurde der Antrag des Revisionswerbers auf internationalen Schutz gemäß § 5 Abs. 1 Asylgesetz 2005 (AsylG 2005) als unzulässig zurückgewiesen und ausgesprochen, dass Slowenien für die Prüfung seines Antrags gemäß Art. 18 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments (Dublin III-VO) zuständig sei. Gleichzeitig wurde die Außerlandesbringung des Revisionswerbers gemäß § 61 Abs. 1 Z 1 Fremdenpolizeigesetz 2005 (FPG) angeordnet und festgestellt, dass eine Abschiebung nach Slowenien gemäß § 61 Abs. 2 FPG zulässig sei.
2Mit dem angefochtenen Erkenntnis wurde die Beschwerde des Revisionswerbers gegen diesen Bescheid gemäß § 5 AsylG 2005 und § 61 FPG als unbegründet abgewiesen.
3Gegen dieses Erkenntnis richtet sich die vorliegende (außerordentliche) Revision, mit der der Antrag verbunden ist, ihr die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen.
4Gemäß § 30 Abs. 1 erster Satz VwGG hat die Revision keine aufschiebende Wirkung. Gemäß § 30 Abs. 2 erster Satz VwGG hat der Verwaltungsgerichtshof ab Vorlage der Revision jedoch auf Antrag des Revisionswerbers die aufschiebende Wirkung mit Beschluss zuzuerkennen, wenn dem nicht zwingende öffentliche Interessen entgegenstehen und nach Abwägung der berührten öffentlichen Interessen und Interessen anderer Parteien mit dem Vollzug des angefochtenen Erkenntnisses oder mit der Ausübung der durch das angefochtene Erkenntnis eingeräumten Berechtigung für den Revisionswerber einen unverhältnismäßiger Nachteil verbunden wäre.
5Es ist davon auszugehen, dass mit dem Vollzug des angefochtenen Erkenntnisses für den Revisionswerber - schon mit Blick auf die verfügte Außerlandesbringung - ein unverhältnismäßiger Nachteil verbunden wäre (vgl. etwa den hg. Beschluss vom 1. Februar 2016, Ra 2015/01/0205, mwN). Dass zwingende öffentliche Interessen der Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung entgegenstünden, ist im Revisionsfall nicht ersichtlich.
6Dem Aufschiebungsantrag war daher stattzugeben.
Wien, am 12. Oktober 2016