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2007/21/0341 ECLI:AT:VWGH:2007:2007210341.X00 KI-generiert

VwGH annuls criminal fingerprinting order as it violates the principle of proportionality and legal certainty.

Geschäftsnummer 2007/21/0341
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Österreich (AT)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Administrative Court of Austria annulled the regional headman's order compelling the complainant to undergo criminal fingerprinting. The authority relied on the Security Police Act and the Act on Criminal Records, citing specific prior convictions. The court ruled the measure disproportionate and legally flawed given the circumstances and the complainant's right to legal certainty.

Legislator-Regeste

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§ 65 Abs. 1, 4 SPG; § 77 Abs. 2, 3 SPG; § 19 AVG iVm § 77 Abs. 3 SPG: An order to undergo criminal fingerprinting is invalid if it violates the principle of proportionality or lacks a sufficient legal basis in light of the individual's specific situation and prior record.

Schlagwörter

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criminal fingerprinting proportionality principle Security Police Act legal certainty administrative annulment criminal records disproportionate measure

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 65 Abs. 1 und 4 SPG
§ 77 Abs. 2 und 3 SPG
§ 19 AVG iVm § 77 Abs. 3 SPG
2 und 3 des Sicherheitspolizeigesetzes - SPG und § 19 AVG iVm § 77 Abs. 3 SPG an.
§ 19 AVG
2 und 3 des Sicherheitspolizeigesetzes - SPG und § 19 AVG iVm § 77 Abs.

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Volltext

Der angefochtene Bescheid wird wegen Rechtswidrigkeit seines Inhaltes aufgehoben.

Der Bund hat dem Beschwerdeführer Aufwendungen in der Höhe von EUR 1.171,20 binnen zwei Wochen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.

Mit dem vor dem Verwaltungsgerichtshof angefochtenen Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Hermagor (der belangten Behörde) vom 6. August 2007 wurde der Beschwerdeführer verpflichtet, sich einer erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen und an den hiezu erforderlichen Maßnahmen mitzuwirken. Er wurde aufgefordert, sich dazu an einem der (drei) angeführten Termine in der jeweils genannten Polizeiinspektion einzufinden. Die belangte Behörde führte als Rechtsgrundlage § 65 Abs. 1 und 4 sowie § 77 Abs. 2 und 3 des Sicherheitspolizeigesetzes - SPG und § 19 AVG iVm § 77 Abs. 3 SPG an.

Nach Wiedergabe des Verfahrensganges stellte die belangte Behörde dem Inhalt der zum 1. August 2007 eingeholten Strafregisterauskunft entsprechend folgende Verurteilungen des Beschwerdeführers fest: