Court validates plea agreement for undeclared cash transport, convicting defendant of €16,645 violation.
Synthèse Legislator
Généré par l'IAThe Tribunal d'Arrondissement of Luxembourg authorized a plea agreement regarding the defendant's failure to declare cash exceeding €10,000. The court confirmed the material facts based on customs protocols and the defendant's admission, noting the agreed penalty was legal and adequate. Consequently, the defendant was convicted to a €1,600 fine and court costs, with a 16-day detention period for non-payment.
Regeste Legislator
Généré par l'IAArticles 563 to 578 of the Code of Criminal Procedure; Article 3(1) and 13 of the Law of 16 July 2021 on cross-border cash transport controls: A court may validate a plea agreement where the defendant admits to undeclaring cash exceeding the threshold, provided the agreed penalty is legal and adequate.
Mots-clés
Généré par l'IADispositions légales citées
Généré par l'IADécisions connexes
Généré par l'IATexte complet
Jugt
1 5 3 7 / 2023
Notice no 24339/21/cd
jugement sur accord
(amende)
J U G E M E N T S U R A C C O R D
AUDIENCE PUBLIQUE DU 6 JUILLET 2023
Le Tribunal d’arrondissement de
et à Luxembourg,
septième chambre
correctionnelle, a rendu le jugement qui suit :
Dans la cause du Ministère Public contre
PERSONNE1.),
né DATE1.) à ADRESSE1.),
demeurant ADRESSE2.),
ayant élu son domicile dans de l’étude de Maître Medeni KURT, avocat au
barreau de Saarbrücken, demeurant professionnellement Viktorialstrasse
19, D-66111 Saarbrücken,
comparant par Maître Medeni KURT, avocat au barreau de Saarbrücken,
-
p r é v e n u -
F A I T S :
Par citation du 12 mai 2023 le Procureur d’Etat près le Tribunal d’arrondissement de
et à Luxembourg a requis le prévenu PERSONNE1.) de comparaître à l’audience
publique du 6 juin 2023 devant le Tribunal correctionnel de ce siège pour y entendre
statuer sur :
l’accord par application des articles 563 et suivants du Code de procédure
pénale.
A l’audience publique du 6 juin 2023, le Tribunal autorisa, avec l'accord du Ministère
Public, Maître Medeni KURT, avocat au barreau de Saarbrücken, de représenter le
prévenu PERSONNE1.).
Maître Medeni KURT, avocat au barreau de Saarbrücken, ainsi que la représentante
du Ministère Public, Jennifer NOWAK, substitut du Procureur d’Etat, furent entendus
en leurs conclusions.
Le Tribunal prit l’affaire en délibéré et rendit à l’audience publique de ce jour, date à
laquelle le prononcé avait été fixé, le
J U G E M E N T Q U I S U I T :
Vu la citation à prévenu du 12 mai 2023, régulièrement notifiée à PERSONNE1.).
Vu l’accord du 6 mars 2023 conclu en application des articles 563 à 578 du Code de
procédure pénale.
L’accord dont le Tribunal se trouve saisi est conçu comme suit :
Grand-Duché de Luxembourg
PARQUET
DU
TRIBUNAL D’ARRONDISSEMENT
DE LUXEMBOURG
Not. 24339/21/CD
Vereinbarung
In Anwendung der Artikel 563 bis 578 der
Strafprozessordnung
Zwischen :
1. Herrn Leitender Oberstaatsanwalt beim Bezirksgericht Luxemburg
und
2. PERSONNE1.), geb. am DATE1.) in ADRESSE1.), wohnhaft in
ADRESSE2.)
vertreten durch Herrn Rechtsanwalt, KURT Medeni, Rechstanwalt in
Saarbrücken
erwählte Zustellungsanschrift zwecks vorliegendem Verfahren in der
Kanzlei „KURT & Kollegen“ von Herrn Rechtsanwalt KURT Medeni, mit
Sitz in D-66111 Saarbrücken, 19, Viktorialstraße,
I. Zusammenfassung des Verfahrens
Auf Grund der durchgeführten Rechtsakte während der Voruntersuchung:
Kodierung
Rechtsakte
A01
Protokoll 002/21/lADPS/CASH der Zoll-und Akzisenverwaltung
vom 23.08.2021
A02
Protokoll 002/21/lADPS/CASH der Zoll-und Akzisenverwaltung
vom 17.09.2021
A03
Schreiben der Staatsanwaltschaft Luxemburg an die
Kriminalpolizei, Abteilung für Geldwäschebekämpfung vom
15.09.2021
B01
Bericht CRF n°1535/2021 vom 18.08.2021
B02
Bericht n°SPJ/AB/2022/07945.3/GJES der Kriminalpolizei,
Abteilung für Geldwäschebekämpfung vom 14.04.2022
C01
Schreiben der Staatsanwaltschaft Luxemburg an Herrn
Rechtsanwalt KURT vom 02.03.2023
C02
Email von Rechtsanwalt KURT vom 03.03.2023
Auszug des Strafregisters
I. Sachverhalt der Vereinbarung
Am 11. August 2021 gegen 10 :15 Uhr hat die luxemburgische Zoll-und Akzisenverwaltung
eine Kontrolle am Flughafen Luxemburg auf Grundlage des Gesetzes vom 16. Juli 2021 über
die Organisation der Kontrolle des grenzüberschreitenden Transportes von Bargeld,
durchgeführt.
Im Zuge dieser Kontrolle haben die zuständigen Zollbeamten die Passagiere des Fluges
NUMERO1.) nach ADRESSE3.) kontrolliert mittels eines Geld-und Drogenspürhundes,
welcher bei den Passagieren
PERSONNE1.),
PERSONNE2.)
und
PERSONNE3.)
angeschlagen hat.
Angesprochen auf die Frage, ob die Passagiere eine Bargeldsumme von mehr als 10.000 EUR
mit sich führen würden, antwortete Herr PERSONNE1.), dass er und seine Ehefrau
PERSONNE2.) jeweils 10.000 Bargeld bei sich trügen und auch Herr PERSONNE3.) gab an
10.000 Bargeld bei sich zu haben.
Auf Grund der Aussagen der Passagiere, unterzogen die Zollbeamten dieser einer Personen-
und Gepäckkontrolle. Hierbei konnten folgende Bargeldbeträge bei den jeweiligen Personen
aufgefunden und sichergestellt werden:
-
Herrn PERSONNE1.) eine Bargeldsumme in Höhe von 16.645 EUR
-
Herrn PERSONNE3.) eine Bargeldsumme in Höhe von 11.125 EUR
-
Frau PERSONNE2.) eine Bargeldsumme in Höhe von 11.800 EUR
Die Zollbeamten forderten die Passagiere daraufhin dazu auf, eine Anmelderklärung des
mitgeführten Bargeldes nach Artikel 3 der Verordnung 2018/1672 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2018 über die Überwachung von Barmitteln, die in
die Union oder aus der Union verbracht werden, und zur Aufhebung der Verordnung (EG)
Nr. 1889/2005, auszuhändigen.
PERSONNE1.) gab an, nicht im Besitz einer solchen Anmeldeerklärung zu sein.
Die drei vorgenannten Personen wurden darüber in Kenntnis gesetzt, dass Ihnen Protokoll
angesagt würde und sie wurden über die Ihnen zustehenden Rechte informiert.
PERSONNE1.) gab in seinem Verhör an, dass er gemeinsam mit seiner Ehefrau,
PERSONNE2.) und seinem Sohn, PERSONNE3.) geplant hatte in die Türkei einzureisen um
dort Urlaub zu machen und dass das mitgeführte Bargeld für die Durchführung einer
Zahnoperation bestimmt gewesen sei.
Die jeweiligen Aussagen der betroffenen Personen liegen dem Protokoll der Zoll-und
Akzisenverwaltung vom 11. August 2021 bei.
Die zentrale Meldestelle für Wirtschaftskriminalität „Cellule de renseignement financier“
(„CRF“) wurde über vorstehendes informiert, welche den entsprechenden Bericht N°1535/2021
der Staatsanwaltschaft Luxemburg am 20. August 2021 übermacht hat. Die CRF konnte zu
diesem Zeitpunkt nicht ausschließen, dass die sichergestellten Bargeldbeträge aus einer
kriminellen Aktivität stammen.
Daher beauftragte die Staatsanwaltschaft Luxemburg die hiesige Kriminalpolizei, Abteilung
für Geldwäschebekämpfung mit den weiteren Ermittlungen, welche jedoch keine weiteren
Anhaltspunkte für die genaue Herkunft der Gelder erbringen konnte.
Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die drei betroffenen Personen
PERSONNE1.), PERSONNE2.) und PERSONNE3.), indem sie am 11. August 2021 eine nicht
zuvor angemeldete Bargeldsumme in Höhe von mehr als 10.000 EUR mit sich führten gegen
die Bestimmungen des Gesetzes vom 1. Juli 2021 über die Organisation der Kontrolle des
grenzüberschreitenden Transportes von Bargeld verstoßen haben.
II. Rechtliche Würdigung des Sachverhaltes und Anerkennung durch PERSONNE1.)
PERSONNE1.), geb. am DATE1.) in ADRESSE1.),
Seit einer nicht verjährten Zeit, insbesondere am 11. August 2021 um 10:15 Uhr im
Gerichtsbezirks von Luxemburg, in Luxemburg-Findel, Flughafen, beim Abflug in die Türkei,
unbeschadet genaueren Angaben von Zeit und Ort,
Als Täter der Zuwiderhandlung,
In Verstoß gegen Artikel 3, Punkt 1 zusammen mit Artikel 13 des Gesetzes vom 16. Juli
2021 über die Organisation der Kontrollen des grenzüberschreitenden Transports von
Bargeld, als Träger von Bargeld von einem Wert von 10.000 Euro oder einem höheren
Wert in oder aus dem Großherzogtum Luxemburg oder in oder aus der Europäischen
Union über das Großherzogtum Luxemburg,
Dieses Bargeld nicht bei dem Zollamt verzollt zu haben, oder falsche oder unvollständige
Angaben gemacht zu haben, oder das Bargeld nicht zum Zweck der Kontrolle zur Verfügung
gestellt zu haben,
In diesem Fall, als Träger, der den Betrag von 16.645 Euro transportierte, beim Verlassen der
Europäischen Union über das Großherzogtum Luxemburg in die Türkei, den Betrag von 16.645
Euro nicht beim Zollamt verzollt zu haben.
A) Gesetzliches Strafmaß
Nach Artikel 13 des Gesetzes vom 16. Juli 2021 über die Organisation der Kontrollen des
grenzüberschreitenden Transports von Bargeld
sind Zuwiderhandlungen gegen die
Bestimmungen der Artikel 3 und 4, sowie der Verordnung (EU) 2018/1672 mit einer Geldstrafe
in Höhe von 251 bis zu 25.000 Euro bestraft.
B) Personenbezogenes Strafmaß
Auf Grund des Tatbestandes und in Anwendung mildernder Umstände, insbesondere da keine
Vorstrafen vorliegen, ist Herr PERSONNE1.) zu einer Geldstrafe von 1.600 EUR zu
verurteilen.
III. Prozesskosten
In dem vorliegenden Fall ist Herr PERSONNE1.) zu den anfallenden Prozesskosten zu
verurteilen, diese Kosten sind durch das zuständige Bezirksgericht in Luxemburg zu bestimmen.
In Anwendung der Artikel 27, 28, 29, 30 65, 66, 78 des Strafgesetzbuches, der Artikel 3, Punkt
1 zusammen mit Artikel 13 des Gesetzes vom 16. Juli 2021 über die Organisation der Kontrollen
des grenzüberschreitenden Transports von Bargeld,
der Artikel
563 bis
578 der
Strafprozessordnung,
Luxemburg, den
Leitender
Oberstaatsanwalt
Georges OSWALD
RA KURT Medeni
PERSONNE1.)
La matérialité des faits reconnus par PERSONNE1.) résulte à suffisance de l’accord
précité et est confirmée par les éléments du dossier répressif.
A l’audience publique du 6 juin 2023, les parties ont déclaré maintenir les termes de
l’accord.
Au vu de ce qui précède il y a lieu de retenir PERSONNE1.) dans les liens de la
prévention suivante :
« seit einer nicht verjährten Zeit, insbesondere am 11. August 2021 um 10:15 Uhr
im Gerichtsbezirks von Luxemburg, in Luxemburg-Findel, Flughafen, beim
Abflug in die Türkei,
als Täter der Zuwiderhandlung,
in Verstoß gegen Artikel 3, Punkt 1 zusammen mit Artikel 13 des Gesetzes vom
16. Juli 2021 über die Organisation der Kontrollen des grenzüberschreitenden
Transports von Bargeld, als Träger von Bargeld von einem Wert von 10.000 Euro
oder einem höheren Wert in oder aus dem Großherzogtum Luxemburg oder in
oder aus der Europäischen Union über das Großherzogtum Luxemburg,
dieses Bargeld nicht bei dem Zollamt verzollt zu haben, oder falsche oder
unvollständige Angaben gemacht zu haben, oder das Bargeld nicht zum Zweck
der Kontrolle zur Verfügung gestellt zu haben,
in diesem Fall, als Träger, der den Betrag von 16.645 Euro transportierte, beim
Verlassen der Europäischen Union über das Großherzogtum Luxemburg in die
Türkei, den Betrag von 16.645 Euro nicht beim Zollamt verzollt zu haben. »
La peine retenue dans l’accord est légale et adéquate.
Il y a dès lors lieu de condamner PERSONNE1.) conformément à l’accord.
Concernant les frais de justice, il y a lieu de condamner PERSONNE1.) au paiement
et le Tribunal procédera à la liquidation des frais de justice conformément à l’accord.
P A R C E S M O T I F S :
le Tribunal d’arrondissement de et à Luxembourg, septième chambre, siégeant en
matière correctionnelle, statuant contradictoirement, le mandataire du prévenu
PERSONNE1.) ainsi que la représentante du Ministère Public entendus en leurs
conclusions,
c o n d a m n e
le prévenu PERSONNE1.) du chef de l’infraction retenue à sa charge
à une amende de mille six cents (1.600) euros, ainsi qu'aux frais de sa mise en
jugement liquidés à 22,60 euros ;
f i x e la durée de la contrainte par corps en cas de non-paiement de l'amende à seize
(16) jours.
Par application des articles 14, 16, 27, 28, 29, 30, 65, 66 et 78 du Code pénal, des
articles 3 point 1 et 13 de la loi du 16 juillet 2021 portant organisation des contrôles du
transport transfrontalier de l’argent liquide, ainsi que des articles 1, 179, 184, 185, 189,
190, 194, 195, 196 et 563 à 578 du Code de procédure pénale, qui furent désignés à
l'audience.
Ainsi fait et jugé par Stéphane MAAS, vice-président, Yashar AZARMGIN, premier
juge, et Maïté BASSANI, juge, et prononcé, en présence de Marianna LEAL ALVES,
attachée de Justice, en l'audience publique du Tribunal d'arrondissement de
Luxembourg, date qu'en tête, par le vice-président, assisté du greffier Marion
FUSENIG, qui, à l'exception du représentant du Ministère Public, ont signé le présent
jugement.