Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
2 A 5/11 KI-generiert

Necessity of legal representation in administrative pre-proceedings for complex civil service conversion claims

Geschäftsnummer 2 A 5/11
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court granted the applicant's motion, declaring the appointment of legal counsel during the administrative pre-proceeding to be necessary, thereby prevailing on the procedural cost issue. The dispute concerned the legal requirement for such representation in a case where a civil servant employed under tariff contracts challenged the refusal of her conversion into formal civil service status, raising complex legal questions that a non-lawyer applicant could not manage alone. Applying § 162 Abs. 2 Satz 2 VwGO, the Court determined that necessity is assessed from the perspective of a reasonable layperson at the time of authorization, finding that due to the difficulty of the subject matter and the applicant's lack of legal training, engaging a lawyer for the pre-proceeding was objectively required and thus a necessary expense.

Legislator-Regeste

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§ 162 Abs. 2 Satz 2 VwGO; Necessity of legal representation in administrative pre-proceedings for complex civil service conversion claims: The dispute concerned the legal requirement for such representation in a case where a civil servant employed under tariff contracts challenged the refusal of her conversion into formal civil service status, raising complex legal questions that a non-lawyer applicant could not manage alone. Applying § 162 Abs. 2 Satz 2 VwGO, the Court determined that necessity is assessed from the perspective of a reasonable layperson at the time of authorization, finding that due to the difficulty of the subject matter and the applicant's lack of legal training, engaging a lawyer for the pre-proceeding was objectively required and thus a necessary expense.

Schlagwörter

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Verwaltungsverfahren Anwaltszwang Anfechtung von Verwaltungsverfügungen Erfüllung der Sachurteilsvoraussetzungen Rechtshängigkeit organschaftliche Vertretung
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Volltext

Hinzuziehung eines Bevollmächtigten im Vorverfahren

[GRUENDE] 1

Der Antrag, die Zuziehung eines Bevollmächtigten für das Vorverfahren für notwendig zu erklären (§ 162 Abs. 2 Satz 2 VwGO), ist begründet.

2

Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu § 162 Abs. 2 Satz 2 VwGO ist die Notwendigkeit der Hinzuziehung eines Bevollmächtigten im Vorverfahren unter Würdigung der jeweiligen Verhältnisse vom Standpunkt einer verständigen Partei aus zu beurteilen. Maßgebend ist, ob sich ein vernünftiger Bürger mit gleichem Bildungsund Erfahrungsstand bei der gegebenen Sachlage eines Rechtsanwalts bedient hätte. Notwendig ist die Zuziehung eines Rechtsanwalts dann, wenn es der Partei nach ihren persönlichen Verhältnissen und wegen der Schwierigkeit der Sache nicht zuzumuten war, das Vorverfahren selbst zu führen. Die Notwendigkeit der Hinzuziehung wird auch durch die Bedeutung der Streitsache für den Beschwerdeführer bestimmt. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Bevollmächtigung (Beschluss vom 27. Februar 2012 - BVerwG 2 A 11.08 - m.w.N.).

3

Nach diesen Maßstäben war hier die Hinzuziehung eines Bevollmächtigten im Vorverfahren notwendig. Gegenstand des Verfahrens war die Frage, ob die als Tarifbeschäftigte bei der Beklagten tätige Klägerin ihre Verbeamtung beanspruchen konnte. In diesem Zusammenhang stellte sich eine Reihe von nicht ohne weiteres zu beantwortenden rechtlichen Fragen. Von der nicht juristisch vorgebildeten Klägerin konnte nicht erwartet werden, dieses Verfahren ohne Hinzuziehung eines Rechtsanwalts zu führen.