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8 B 46/11, 8 B 46/11 (8 C 20/11) KI-generiert

Scope of 1946 expropriation to unsequestered assets under post-war occupation authority

Geschäftsnummer 8 B 46/11, 8 B 46/11 (8 C 20/11)
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court allowed the appeal to the Federal Supreme Administrative Court, thereby reversing the lower administrative court's dismissal of the complaint and enabling the property owner to pursue their claim for the return of a parcel of land in Potsdam. The dispute centered on whether the expropriation of the property, conducted in 1946 under occupation authorities in Thuringia, validly extended to a "branch" located in Brandenburg pursuant to Nr. 2 Para. 2 of the First Ordinance to Implement SMAD Order No. 64, effectively excluding the property from restitution under the Property Act. The decisive legal issue identified by the court for the appellate review is whether an expropriation on the basis of occupation authority as defined in § 1 Para. 8 lit. a of the Property Act can validly encompass assets that had not been sequestered by the time of the SMAD Order No. 64 in April 1948, a period during which a statutory expropriation ban applied.

Legislator-Regeste

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§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO, § 124 Abs. 2 Nr. 4 VwGO, § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO, § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO, § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG; Scope of 1946 expropriation to unsequestered assets under post-war occupation authority: Die vorläufige Streitwertfestsetzung für das Revisionsverfahren beruht auf § 47 Abs. 1, § 52 Abs. 1, § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG.

Schlagwörter

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Umfang der Enteignung Verwaltungsvermögen gesetzliche Grundlage verstaatlichtes Vermögen Verstrickungsbruch Realrestitution
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Volltext

Revisionszulassung; Enteignung auf Grundlage der Verordnung zur Ausführung des SMADBef 64/48

[GRUENDE]

Die Klägerin begehrt die Rückübertragung eines Grundstücks in Potsdam. Das Verwaltungsgericht hat die Klage abgewiesen, weil das Grundstück auf besatzungshoheitlicher Grundlage enteignet worden sei (§ 1 Abs. 8 Buchst. a VermG). Die Klägerin sei mit dem Namenszusatz "Gotha-Stadt" in der Thüringer Liste "A" vom 17. April 1946 aufgeführt. Nach Nr. 2 Abs. 2 der Ersten Verordnung zur Ausführung des SMAD-Befehls Nr. 64 (Richtlinien Nr. 1) vom 28. April 1948 gelte die Enteignung eines Teils der Betriebsstätten von einem Unternehmen mit mehreren Betriebsstätten auch hinsichtlich aller anderen Unternehmensteile, die in einem wirtschaftlichen Zusammenhang untereinander stehen. Gemäß dieser Vorschrift habe sich der 1946 erfolgte Enteignungszugriff in Thüringen auch auf die "Niederlassungen" in Brandenburg erstreckt. Anhaltspunkte dafür, warum dies ausnahmsweise nicht der Fall sein sollte, seien weder vorgetragen noch ersichtlich.

Die Beschwerde hat Erfolg. Die von ihr gerügte Divergenz (§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO, nicht § 124 Abs. 2 Nr. 4 VwGO) wird zwar nicht den Anforderungen des § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO entsprechend dargelegt. Sie führt aber auf die grundsätzlich bedeutsame Frage, ob eine Enteignung auf besatzungshoheitlicher Grundlage im Sinne des § 1 Abs. 8 Buchst. a VermG deshalb anzunehmen ist, weil Nr. 2 Abs. 2 der Ersten Verordnung zur Ausführung des SMAD-Befehls Nr. 64 (Richtlinien Nr. 1) vom 28. April 1948 Enteignungswirkung auch für solche Vermögenswerte entfalten konnte, die bis zum Erlass des SMAD-Befehls Nr. 64 am 17. April 1948 nicht sequestriert waren und damit seit dem 18. April 1948 gemäß Nr. 5 dieses Befehls einem Enteignungsverbot unterlagen. Die Revision ist deshalb gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO zuzulassen.

Die vorläufige Streitwertfestsetzung für das Revisionsverfahren beruht auf § 47 Abs. 1, § 52 Abs. 1, § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG.