Jurisdictional boundary between environmental information claims and planning approval proceedings under the Transport Planning Acceleration Act
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Administrative Court declared itself lacking jurisdiction and referred the case to the Administrative Court of Dresden for determination on the merits, as the dispute did not fall under the specialized jurisdiction of the federal court. The dispute concerned a citizen's request for access to traffic analysis data and source/destination matrices related to a federal highway planning approval procedure, which the responsible administrative authority refused, claiming the documents were not in its possession. The decisive legal basis was the interpretation of § 5 Abs. 1 in conjunction with § 1 Abs. 1 Nr. 2 and § 11 Abs. 2 S. 1 und 2 Nr. 2 of the Transport Planning Acceleration Act (VerkPBG), which requires an immediate connection to a specific planning approval procedure for the Federal Administrative Court to have first-instance jurisdiction; since the claim for environmental information under § 4 Abs. 1 of the Saxon Environmental Information Act exists independently of and alongside participation in the planning procedure, the accelerated jurisdictional rules do not apply, leaving jurisdiction with the lower administrative court pursuant to §§ 45, 52 Nr. 3 VwGO and § 2 Abs. 2 Nr. 2 Saxon Court Act.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 83 VwGO, § 50 Abs. 1 Nr. 6 VwGO, § 50 VwGO; Jurisdictional boundary between environmental information claims and planning approval proceedings under the Transport Planning Acceleration Act: Die Entscheidung über die Unzuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts und die Verweisung an das Verwaltungsgericht Dresden beruht auf § 83 VwGO i.V.m. § 17a Abs. 2 Satz 1 GVG.
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KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertVolltext
Zugang zu Umweltinformationen; Informationsrechte im Planfeststellungsverfahren; zuständiges Gericht
[GRUENDE]
I. Die Klägerin begehrt den Zugang zu Umweltinformationen.
Im Planfeststellungsverfahren für den Neubau der Bundesstraße B 178n, Bauabschnitt 1.1 von der A 4 bis zur S 112 bei Nostitz, erhob die Klägerin Einwendungen. Gestützt auf das Sächsische Umweltinformationsgesetz (SächsUIG) forderte sie den Beklagten im weiteren Verfahrensverlauf zur Herausgabe von Unterlagen über das Analysenetz, das den Verkehrsuntersuchungen für das Gesamtprojekt B 178n und für den Bauabschnitt 1.1 zugrunde gelegt worden ist, nebst allen zugehörigen Quell-/Zielmatrizen auf. Die Landesdirektion Dresden erwiderte, die Unterlagen lägen ihr nicht vor.
Mit ihrer Klage verfolgt die Klägerin ihr Begehren weiter. Das Gericht hat die Beteiligten auf Bedenken gegen seine sachliche Zuständigkeit für die Klage hingewiesen und ihnen Gelegenheit gegeben, hierzu Stellung zu nehmen.
II. Die Entscheidung über die Unzuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts und die Verweisung an das Verwaltungsgericht Dresden beruht auf § 83 VwGO i.V.m. § 17a Abs. 2 Satz 1 GVG.
Für das geltend gemachte Begehren ist das Bundesverwaltungsgericht nicht erstinstanzlich zuständig. Insoweit fehlt es an dem erforderlichen unmittelbaren Bezug zu einem konkreten Planfeststellungsverfahren, den die maßgebliche Zuständigkeitsregelung des § 5 Abs. 1 i.V.m. § 1 Abs. 1 Nr. 2 und § 11 Abs. 2 Satz 1 und 2 Nr. 2 VerkPBG voraussetzt (vgl. zu diesem Erfordernis Beschluss vom 18. Mai 2000 - BVerwG 11 A 6.99 - Buchholz 407.3 § 5 VerkPBG Nr. 11 S. 2). Der von der Klägerin geltend gemachte Anspruch auf freien Zugang zu Umweltinformationen nach § 4 Abs. 1 SächsUIG besteht unabhängig von einem Planfeststellungsverfahren und der Beteiligung an ihm.
Er kann zwar auch von Betroffenen und Einwendern zeitlich parallel während eines Planfeststellungsverfahrens geltend gemacht werden. Auch in diesem Fall besteht der Anspruch aber neben und getrennt von den Informationsrechten, die Einwender und Betroffene im Planfeststellungsverfahren haben. Demgemäß finden die der beschleunigten Realisierung von Infrastrukturvorhaben dienenden Zuständigkeitsregelungen des Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetzes auf Streitigkeiten um vorhabenbezogene Informationszugangsansprüche keine Anwendung (so bereits zur entsprechenden Zuständigkeitsregelung des § 50 Abs. 1 Nr. 6 VwGO Beschluss vom 12.
Juni 2007 - BVerwG 7 VR 1.07 - Buchholz 310 § 50 VwGO Nr. 25 Rn. 7 ff.).
Zuständig für die vorliegende Streitigkeit ist das Verwaltungsgericht Dresden. Dies folgt aus den §§ 45, 52 Nr. 3 VwGO i.V.m. § 2 Abs. 2 Nr. 2 SächsJG.