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8 B 44.25, 8 B 44.25 (8 C 9.26) ECLI:DE:BVerwG:2026:110626B8B44.25.0 KI-generiert

Negative cooperation freedom of municipalities under Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG: right to extraordinary termination of voluntary membership in a Zweckverband

Geschäftsnummer 8 B 44.25, 8 B 44.25 (8 C 9.26)
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court quashed the Higher Administrative Court of Saxony’s decision refusing to grant leave to appeal and admitted the revision, with the complainant prevailing in the procedural stage; the case concerns the interpretation of negative cooperation freedom under Article 28(2) Sentence 1 of the Basic Law in the context of a municipality’s membership in a voluntary joint-purpose association, specifically whether this freedom guarantees a unilateral, extraordinary right to terminate membership and if such a right is subject to the *ultima ratio* principle and supervisory approval. The Court found the case to be of fundamental importance due to two unresolved, independently justifiable legal questions, and set the amount in dispute at €20,000 for both the complaint and revision proceedings.

Legislator-Regeste

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§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO; Negative cooperation freedom of municipalities under Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG: right to extraordinary termination of voluntary membership in a Zweckverband: Die Streitwertfestsetzung beruht auf § 47 Abs. 1 und 3 i. V. m. § 52 Abs. 1, §§ 40, 63 Abs. 1 GKG und Nr. 22.5 des Streitwertkatalogs für die Verwaltungsgerichtsbarkeit 2025.

Schlagwörter

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Vereinigungsfreiheit Mitgliedschaft Zusammenarbeit der Verwaltungen negativer Entscheid Verfahrensabschreibung Gemeindeautonomie

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Die Entscheidung des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts über die Nichtzulassung der Revision gegen sein Urteil vom 13. August 2025 wird aufgehoben.

Die Revision wird zugelassen.

Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache.

Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren und für das Revisionsverfahren - insoweit vorläufig - auf jeweils 20 000 € festgesetzt.

[GRUENDE]

Die zulässige Beschwerde ist begründet. Der Rechtssache kommt die geltend gemachte grundsätzliche Bedeutung zu (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO). Die Beschwerdebegründung führt auf zwei klärungsbedürftige revisible Rechtsfragen, die jeweils eine der beiden selbständig tragenden Erwägungen des angegriffenen Urteils betreffen. Im Revisionsverfahren wird voraussichtlich zu klären sein, ob die in Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG verbürgte negative Kooperationsfreiheit einer Kommune ein einseitiges, außerordentliches Kündigungsrecht ihrer Mitgliedschaft in einem Zweckverband, dem sie freiwillig beigetreten ist, gewährleistet, und ob - bejahendenfalls - ein solches Kündigungsrecht nach Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG nur als ultima ratio, also nach Ausschöpfen aller Möglichkeiten zur regulären Beendigung der Mitgliedschaft, und nur unter dem Vorbehalt rechtsaufsichtlicher Genehmigung gewährleistet wird.

Die Streitwertfestsetzung beruht auf § 47 Abs. 1 und 3 i. V. m. § 52 Abs. 1, §§ 40, 63 Abs. 1 GKG und Nr. 22.5 des Streitwertkatalogs für die Verwaltungsgerichtsbarkeit 2025.