Mandatory representation requirement for hearing motions in non-admission complaint proceedings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Administrative Court (First Military Service Senate) dismissed the appellant's motion for hearing (Anhörungsrüge) and ordered the appellant to bear the costs of the proceedings. The dispute arose from a prior decision rejecting the appellant's non-admission complaint (Nichtzulassungsbeschwerde) for failing to meet mandatory representation requirements; the appellant challenged this rejection, arguing that the court had overlooked a prior appointment of legal counsel. The Court held the motion inadmissible because the mandatory representation requirement for non-admission complaints under § 22b(1) sentence 2 in conjunction with § 22a(5) sentence 1 WBO applies strictly to the filing of the hearing motion itself, meaning the appellant was required to file the motion through a qualified attorney or judge, not merely to name a counsel who had not yet acted. Additionally, the Court found no substantive violation of the right to be heard because the prior decision correctly relied on the statutory representation mandate, and the appellant failed to sufficiently substantiate a decisive procedural error as required by § 23a(3) WBO in conjunction with § 152a(2) sentence 6 VwGO.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 152a VwGO, § 152a Abs. 2 Satz 5 VwGO, § 67 Abs. 4 VwGO, § 152a Abs. 2 Satz 6 VwGO, § 154 Abs. 2 VwGO, § 152a Abs. 4 Satz 3 VwGO; Mandatory representation requirement for hearing motions in non-admission complaint proceedings: The dispute arose from a prior decision rejecting the appellant's non-admission complaint (Nichtzulassungsbeschwerde) for failing to meet mandatory representation requirements; the appellant challenged this rejection, arguing that the court had overlooked a prior appointment of legal counsel. The Court held the motion inadmissible because the mandatory representation requirement for non-admission complaints under § 22b(1) sentence 2 in conjunction with § 22a(5) sentence 1 WBO applies strictly to the filing of the hearing motion itself, meaning the appellant was required to file the motion through a qualified attorney or judge, not merely to name a counsel who had not yet acted. Additionally, the Court found no substantive violation of the right to be heard because the prior decision correctly relied on the statutory representation mandate, and the appellant failed to sufficiently substantiate a decisive procedural error as required by § 23a(3) WBO in conjunction with § 152a(2) sentence 6 VwGO.
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KI-generiertBasis for the order that the applicant bears the costs of the proceedings regarding the hearing motion.
Volltext
Die Anhörungsrüge wird verworfen.
Der Antragsteller trägt die Kosten des Verfahrens über die Anhörungsrüge.
[TATBESTAND]
Der Antragsteller wendet sich mit seiner Anhörungsrüge gegen den Beschluss des Senats vom 14. November 2025 im Verfahren 1 WNB 6.25, mit dem seine Nichtzulassungsbeschwerde verworfen wurde, weil er bei deren Einlegung nicht den Anforderungen von § 22b Abs. 1 Satz 2, § 22a Abs. 5 WBO entsprechend vertreten war.
Er macht mit der durch ihn selbst erhobenen Rüge geltend, dass der Beschluss aufgrund unvollständiger Informationen ergangen sei. Er habe in einem Schreiben vom 23. September 2025 seinen Rechtsanwalt benannt. Eine Säumnis sei nicht zu erkennen.
Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf den Inhalt der Akten Bezug genommen.
[ENTSCHEIDUNGSGRUENDE]
Die Anhörungsrüge, über die der Senat in der Besetzung mit drei Berufsrichtern ohne ehrenamtliche Richter entscheidet (BVerwG, Beschluss vom 22. April 2010 - 1 WB 4.10 - NZWehrr 2010, 211 ), ist bereits unzulässig und damit zu verwerfen.
1. Der Antragsteller ist bei der Einlegung der Anhörungsrüge nicht durch einen Rechtsanwalt oder durch eine Person vertreten worden, welche die Befähigung zum Richteramt nach dem deutschen Richtergesetz hat. Die gesetzliche Regelung über den Vertretungszwang bei der Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde (§ 22b Abs. 1 Satz 2 i. V. m. § 22a Abs. 5 Satz 1 WBO) gilt uneingeschränkt auch für die Erhebung einer Anhörungsrüge.
Nach § 23a Abs. 3 WBO gilt für die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör § 152a VwGO entsprechend. Nach § 152a Abs. 2 Satz 5 VwGO bleibt bei der Erhebung der Anhörungsrüge § 67 Abs. 4 VwGO unberührt, der den Vertretungszwang vor dem Bundesverwaltungsgericht und dem Oberverwaltungsgericht in verwaltungsrechtlichen Streitigkeiten regelt. Da es sich bei § 23a Abs. 3 WBO um eine Analogieverweisung handelt, ist § 152a Abs. 2 Satz 5 VwGO so zu lesen, dass bei einer Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör in einem Verfahren über eine Nichtzulassungsbeschwerde nach § 22b WBO die Regelungen über den Vertretungszwang in § 22b Abs. 1 Satz 2 i. V. m. § 22a Abs. 5 Satz 1 WBO unberührt bleibt. Gilt damit der Vertretungszwang auch für das Verfahren der Anhörungsrüge, so kann diese nur wirksam durch einen postulationsfähigen Vertreter - einen Rechtsanwalt oder eine Person, welche die Befähigung zum Richteramt nach dem deutschen Richtergesetz hat - erhoben werden (vgl. Bachmann, in: Fürst u. a., GKÖD Bd. I, Teil 5b, Stand März 2025, Yo WBO § 22a Rn. 42; Dau/Scheuren, WBO, 8. Aufl. 2024, § 22a Rn. 24 ).
2. Im Übrigen hat der Antragsteller eine entscheidungserhebliche Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör weder ausreichend dargelegt (vgl. § 23a Abs. 3 WBO i. V. m. § 152a Abs. 2 Satz 6 VwGO), noch liegt diese vor. Der Senat hat berücksichtigt, dass der Antragsteller mit seiner Nichtzulassungsbeschwerde einen Rechtsanwalt als Prozessbevollmächtigten benannt hat. Dies war aber unerheblich. Aus dem für die Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde geltenden Vertretungszwang (§ 22b Abs. 1 Satz 2 i. V. m. § 22a Abs. 5 Satz 1 WBO) folgt, dass diese - wie im angegriffenen Beschluss dargelegt - nur durch einen Rechtsanwalt oder eine Person mit Befähigung zum Richteramt wirksam erfolgen werden kann. Es genügt nicht, dass - wie hier geschehen - der Rügeführer die Anhörungsrüge selbst erhebt und in dieser lediglich einen Rechtsanwalt benennt, der zukünftig tätig werden soll.
3. Die Kostenentscheidung beruht auf § 23a Abs. 2 Satz 1 WBO i. V. m. § 154 Abs. 2 VwGO.
Diese Entscheidung ist gemäß § 23a Abs. 3 WBO i. V. m. § 152a Abs. 4 Satz 3 VwGO unanfechtbar.