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9 A 16/24 ECLI:DE:BVerwG:2025:130325B9A16.24.0 KI-generiert

Sustaining joinder of functional project owner in resumption of proceedings affecting plan approval res judicata

Geschäftsnummer 9 A 16/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court (BVerwG) rejected the plaintiffs' application to lift the order joining the federal highway authority as an auxiliary party in the ongoing resumption of proceedings case. The dispute concerns a resumption of proceedings (Wiederaufnahmeverfahren) challenging the res judicata effect of a final 2020 judgment that had upheld a project approval (Planfeststellungsbeschluss) for a motorway project. The Court held that the conditions for the joinder under § 65(2) VwGO remained satisfied because the authority, as the functional successor to the former project owner under the Infrastructure Establishment Act (InfrGG), is directly affected by the potential dissolution of the legal force of the original approval via § 121 VwGO, necessitating a uniform decision against it and all other parties.

Legislator-Regeste

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§ 65 Abs. 2 VwGO, § 121 VwGO, § 146 Abs. 1 VwGO; Sustaining joinder of functional project owner in resumption of proceedings affecting plan approval res judicata: The dispute concerns a resumption of proceedings (Wiederaufnahmeverfahren) challenging the res judicata effect of a final 2020 judgment that had upheld a project approval (Planfeststellungsbeschluss) for a motorway project. The Court held that the conditions for the joinder under § 65(2) VwGO remained satisfied because the authority, as the functional successor to the former project owner under the Infrastructure Establishment Act (InfrGG), is directly affected by the potential dissolution of the legal force of the original approval via § 121 VwGO, necessitating a uniform decision against it and all other parties.

Schlagwörter

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Vereinigung von Verfahren Rechtskraft Gesuch an eine Behörde Nichtigkeitsverfahren und Verzicht Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen Wandelungsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 146 Abs. 1 VwGO

Cited in the second order to state that the decision is not subject to appeal.

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Volltext

Aufhebung des Beiladungsbeschlusses

[TENOR]

Der Antrag der Kläger auf Aufhebung des Beiladungsbeschlusses vom 15. Juli 2021 - 9 A 12.21 - wird abgelehnt.

[GRUENDE]

Die Voraussetzungen für eine Beiladung der ... GmbH des Bundes gemäß § 65 Abs. 2 VwGO liegen weiterhin vor, weil die Entscheidung ihr und den übrigen Beteiligten gegenüber nur einheitlich ergehen kann. Dies gilt nicht nur (und erst) für den Fall, dass das Verfahren 9 A 8.19 fortgesetzt wird, sondern für das gesamte Wiederaufnahmeverfahren. Die Rechtskraft des Urteils vom 2. Juli 2020, die durch die Nichtigkeitsklage beseitigt werden soll, wirkt gemäß § 121 VwGO auch gegenüber der Beigeladenen, der nach dem Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetz (InfrGG) nunmehr die Aufgabe zukommt, das Autobahnvorhaben durchzuführen, und die daher als Trägerin des im streitgegenständlichen Planfeststellungsbeschluss geregelten Vorhabens Funktionsnachfolgerin des Landes (in seiner Funktion als Vorhabenträger) geworden ist (vgl. zur Gleichstellung von Rechtsnachfolge und Funktionsnachfolge Kilian/Hissnauer, in:

Sodan/Ziekow, VwGO, 5. Aufl. 2018, § 121 Rn. 110; VGH München, Beschluss vom 6. Dezember 2010 - 11 ZB 08.822 - juris Rn. 17 m. w. N.). Mit der Rechtskraft des Planfeststellungsbeschlusses ist das darin eingeräumte Baurecht mit allen im Beschluss verbindlich geregelten Rechten und Pflichten gegenüber der Beigeladenen verbindlich festgestellt. Die Frage der Durchbrechung dieser Rechtskraftwirkung betrifft diese daher unmittelbar in ihren Rechten, weshalb sie an dem Verfahren insgesamt zu beteiligen ist.

Dieser Beschluss ist unanfechtbar (§ 146 Abs. 1 VwGO).