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4 B 15/24, 4 B 15/24 (4 C 4/24) ECLI:DE:BVerwG:2024:260924B4B15.24.0 KI-generiert

Whether a pre-emption contract under construction law exists when the seller and buyer are distinct legal entities representing the same natural person

Geschäftsnummer 4 B 15/24, 4 B 15/24 (4 C 4/24)
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court overturned the lower court's refusal to admit the revision appeal and ordered that the appeal be admitted, leaving the substantive outcome pending for the final merits review. The dispute concerned a pre-emptive purchase agreement (Vorkaufsvertrag) under public construction law, where the defendant challenged whether a valid transaction with a third party exists when the contractual parties are distinct legal entities but represent the same natural person upon economic analysis. The decisive legal basis for admitting the revision is the question of fundamental significance (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO) arising from the interplay between § 28 Abs. 2 Satz 2 BauGB and § 463 BGB regarding the definition of a "third party" in pre-emption scenarios.

Legislator-Regeste

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§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO, § 28 Abs. 2 Satz 2 BauGB, § 463 BGB, § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG, § 52 Abs. 3 Satz 2 GKG; Whether a pre-emption contract under construction law exists when the seller and buyer are distinct legal entities representing the same natural person: Die Beschwerde der Beklagten ist zulässig und begründet. Die Revision ist wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache nach § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO zuzulassen.

Schlagwörter

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Verkäufer als Vertragspartei verwaltungsrechtlicher Vertrag Wirtschaftsrecht juristische Person Anwendbarkeit des Vorkaufsrechts Naturrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO
Die Revision ist wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache nach § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO zuzulassen.
§ 28 Abs. 2 Satz 2 BauGB
Das Revisionsverfahren kann voraussichtlich zur Klärung der Frage beitragen, ob ein Kaufvertrag mit einem Dritten (§ 28 Abs. 2 Satz 2 BauGB i.
§ 463 BGB
§ 463 BGB) - und damit ein Vorkaufsfall - auch dann vorliegt, wenn es sich bei den Vertragsparteien des Kaufvertrags zwar um unterschiedliche Rechtsträger handelt, hinter denen aber bei wirtschaftlicher Betrachtung dieselbe Person steht.
§ 63 Abs. 1 Satz 1 GKG
1 und § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG (Orientierung an dreifacher Jahresmiete, Rechtsgedanke § 52 Abs.
§ 52 Abs. 3 Satz 2 GKG
1 Satz 1 GKG (Orientierung an dreifacher Jahresmiete, Rechtsgedanke § 52 Abs. 3 Satz 2 GKG).
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Volltext

Revisionszulassung; baurechtlicher Vorkaufsvertrag mit einem Dritten

[TENOR]

Die Entscheidung über die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts vom 21. März 2024 wird aufgehoben. Die Revision wird zugelassen.

Die Kostenentscheidung bleibt der Schlussentscheidung vorbehalten.

Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Revisionsverfahren vorläufig auf 750 000 € festgesetzt.

[GRUENDE]

Die Beschwerde der Beklagten ist zulässig und begründet. Die Revision ist wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache nach § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO zuzulassen.

Das Revisionsverfahren kann voraussichtlich zur Klärung der Frage beitragen, ob ein Kaufvertrag mit einem Dritten (§ 28 Abs. 2 Satz 2 BauGB i. V. m. § 463 BGB) - und damit ein Vorkaufsfall - auch dann vorliegt, wenn es sich bei den Vertragsparteien des Kaufvertrags zwar um unterschiedliche Rechtsträger handelt, hinter denen aber bei wirtschaftlicher Betrachtung dieselbe Person steht.

Die vorläufige Streitwertfestsetzung für das Revisionsverfahren beruht auf § 47 Abs. 1, § 52 Abs. 1 und § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG (Orientierung an dreifacher Jahresmiete, Rechtsgedanke § 52 Abs. 3 Satz 2 GKG).