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2 B 18/24, 2 B 18/24 (2 C 14/24) ECLI:DE:BVerwG:2024:070824B2B18.24.0 KI-generiert

Probationary civil service entry for active parliament members: scope of Art. 48(2) GG incompatibility bar and revisibility of state legislator statutes

Geschäftsnummer 2 B 18/24, 2 B 18/24 (2 C 14/24)
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court allowed the plaintiff's revision appeal, overturning the appellate court's refusal to admit the appeal. The dispute concerns a challenge to a ruling that prevented an elected state legislator from entering a probationary civil service position while intending to retain their parliamentary mandate. The court held the case to be of fundamental legal significance, necessitating clarification on whether the prohibition of official activities for civil servants under Article 48(2) of the German Basic Law applies to members of the state parliament and the resulting implications for state-level legislator laws regarding such combinations. The decisive legal basis includes Article 48(2) of the Basic Law, § 132(2)(1) of the Code of Administrative Court Procedure, and the question of the revisibility of state legislative acts under § 127(2) of the Federal Rules of Service Act.

Legislator-Regeste

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§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO, Art. 48 Abs. 2 GG, Art. 33 Abs. 5 GG; Probationary civil service entry for active parliament members: scope of Art. 48(2) GG incompatibility bar and revisibility of state legislator statutes: Die zulässige Beschwerde des Klägers ist begründet. Die Revision ist gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache zuzulassen. Sie kann dem Bundesverwaltungsgericht Gelegenheit zur Klärung der Frage bieten, ob das Behinderungsverbot aus Art. 48 Abs. 2 GG auch für Mitglieder des Thüringer Landtags Anwendung findet - wovon das Berufungsgericht ausgegangen ist - und welche Folgen sich ggf. hieraus für die in § 38 des Thüringer Abgeordnetengesetzes enthaltene Regelung ergeben. Klärungsbedürftig ist ggf. auch, ob diese Bestimmung - ungeachtet ihrer Stellung im Thüringer Abgeordnetengesetz - gemäß § 127 Nr. 2 BRRG revisibel ist (vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 28. Juni 2018 - 2 C 14.17 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 5 GG Nr. 148 Rn. 17 m. w. N.).

Schlagwörter

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Parlamentsrecht öffentlicher Dienst Anwaltszulassung Verwaltungsakte Geschäftsordnung Rechtsstaat

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Revisionszulassung; Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe bei beabsichtigter Fortsetzung eines Abgeordnetenmandats

[TENOR]

Die Entscheidung über die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Thüringer Oberverwaltungsgerichts vom 20. Dezember 2023 wird aufgehoben.

Die Revision wird zugelassen.

Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache.

Der Wert des Streitgegenstands für das Revisionsverfahren wird vorläufig auf 35 117,70 € festgesetzt.

[GRUENDE]

Die zulässige Beschwerde des Klägers ist begründet. Die Revision ist gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache zuzulassen. Sie kann dem Bundesverwaltungsgericht Gelegenheit zur Klärung der Frage bieten, ob das Behinderungsverbot aus Art. 48 Abs. 2 GG auch für Mitglieder des Thüringer Landtags Anwendung findet - wovon das Berufungsgericht ausgegangen ist - und welche Folgen sich ggf. hieraus für die in § 38 des Thüringer Abgeordnetengesetzes enthaltene Regelung ergeben. Klärungsbedürftig ist ggf. auch, ob diese Bestimmung - ungeachtet ihrer Stellung im Thüringer Abgeordnetengesetz - gemäß § 127 Nr. 2 BRRG revisibel ist (vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 28. Juni 2018 - 2 C 14.17 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 5 GG Nr. 148 Rn. 17 m. w. N.).

Die vorläufige Festsetzung des Werts des Streitgegenstands für das Revisionsverfahren beruht auf § 63 Abs. 1, § 47 Abs. 1 Satz 1, § 52 Abs. 6 Satz 1 Nr. 2 und Satz 2 GKG.