Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9 BN 2/22, 9 BN 2/22 (9 CN 1/23) ECLI:DE:BVerwG:2023:170423B9BN2.22.0 KI-generiert

Municipal betting office tax: violation of the constitutional prohibition against similar taxes in light of federal betting taxes

Geschäftsnummer 9 BN 2/22, 9 BN 2/22 (9 CN 1/23)
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Administrative Court reversed the lower administrative court's refusal to admit an appeal, granting the applicant's request to allow the revision. The dispute concerned the validity of a municipal tax on betting offices, where the initial instance had found that a tax measured by a percentage of the betting stake did not violate the constitutional prohibition against similar taxes (*Gleichartigkeitsverbot*) relative to the specifically regulated federal race and sports betting taxes. The appellate court authorized the revision under § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO based on a subsequent divergence of case law (*nachträgliche Divergenz*), as a later ruling by the same court had conclusively determined that such municipal taxes do conflict with Art. 105 Abs. 2a of the German Basic Law, rendering the lower court's contrary view incorrect.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO, § 133 Abs. 3 Satz 1 VwGO, § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG; Municipal betting office tax: violation of the constitutional prohibition against similar taxes in light of federal betting taxes: The dispute concerned the validity of a municipal tax on betting offices, where the initial instance had found that a tax measured by a percentage of the betting stake did not violate the constitutional prohibition against similar taxes (*Gleichartigkeitsverbot*) relative to the specifically regulated federal race and sports betting taxes. The appellate court authorized the revision under § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO based on a subsequent divergence of case law (*nachträgliche Divergenz*), as a later ruling by the same court had conclusively determined that such municipal taxes do conflict with Art. 105 Abs. 2a of the German Basic Law, rendering the lower court's contrary view incorrect.

Schlagwörter

KI-generiert
Gemeindesteuern Sportrecht Urteile zur Prüfung der Gültigkeit Spielbankenabgabe Verfassungsänderung Spiel und Wette

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
BVerwGE 153, 169
Oktober 2015 - 3 B 70.15 - BVerwGE 153, 169 Rn.
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO

Legal basis cited for granting the permission to appeal due to subsequent divergence of case law.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Revisionszulassung; nachträgliche Divergenz in Fragen der kommunalen Wettbürosteuer

[TENOR]

Die Entscheidung über die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 19. Januar 2021 wird aufgehoben.

Die Revision wird zugelassen.

Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache.

Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Revisionsverfahren vorläufig auf 51 692,43 € festgesetzt.

[GRUENDE]

Die Beschwerde ist zulässig und begründet. Die Revision gegen das angefochtene Urteil ist nach § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO wegen nachträglicher Divergenz zuzulassen.

Die Beschwerde wirft u. a. die Frage auf, ob eine kommunale Wettbürosteuer, die als Steuermaßstab einen prozentualen Anteil des Wetteinsatzes vorsieht, im Hinblick auf die bundesrechtlich speziell geregelten Rennwett- und Sportwettensteuern gegen das Gleichartigkeitsverbot des Art. 105 Abs. 2a GG verstößt.

Diese vom Normenkontrollgericht verneinte Frage ist durch die nach Ablauf der Beschwerdebegründungsfrist (§ 133 Abs. 3 Satz 1 VwGO) ergangenen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. September 2022 im bejahenden Sinne beantwortet worden (vgl. BVerwG, Urteil vom 20. September 2022 - 9 C 2.22 - KStZ 2023, 47 Rn. 25 ff.). Im Falle einer derartigen nachträglichen Divergenz kann die als klärungsbedürftig aufgeworfene Rechtsfrage von Amts wegen in eine Divergenzrüge umgedeutet werden (stRspr, vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 27. September 2019 - 8 BN 1.19 - und vom 29. Oktober 2015 - 3 B 70.15 - BVerwGE 153, 169 Rn. 9). Das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim beruht auf dieser Abweichung, denn es geht entscheidungstragend von der gegenteiligen Auffassung aus.

Die vorläufige Festsetzung des Streitwerts für das Revisionsverfahren folgt aus § 47 Abs. 1 Satz 1, § 52 Abs. 1, § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG; sie orientiert sich an der Streitwertfestsetzung des Normenkontrollgerichts.