Inadmissibility of appeal by non-party in norm control proceedings where joinder request was definitively rejected
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Administrative Court (BVerwG) dismissed the appeals of both the complainant and the applicant, upholding the lower court's refusal to admit the revision and ordering the parties to bear the costs of the appeal proceedings. The case arose from a norm control proceeding (Normenkontrollverfahren) where the complainant was not an actual party but only a non-party whose request for compulsory joinder (Beiladung) had been definitively rejected by the Thuringian Higher Administrative Court, while the applicant (an actual party) challenged the lower court's decision on procedural grounds. The court held that the complainant’s appeal was inadmissible because § 132 Abs. 1 and § 133 VwGO limit the right to appeal to "parties" (Beteiligte) of the lower instance proceedings, excluding those who merely should have been joined under § 65 VwGO but were not, as their interests are protected by the lack of formal and material res judicata effects. Regarding the applicant, the appeal was also inadmissible because it failed to meet the specific requirement to demonstrate a procedural error in the norm control proceeding itself; the applicant’s argument regarding a violation of the right to be heard solely concerned the rejection of the non-party’s joinder request, which does not constitute a procedural defect within the main norm control procedure.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 152 Abs. 1 VwGO, § 133 VwGO, § 65 VwGO, § 47 VwGO, § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO, § 159 Satz 1 VwGO; Inadmissibility of appeal by non-party in norm control proceedings where joinder request was definitively rejected: Die auf einen Verfahrensfehler gestützte Beschwerde des Antragstellers ist ebenfalls unzulässig. Sie verfehlt die Darlegungsanforderungen (§ 132 Abs. 2 Nr. 3 i. V. m. § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO).
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KI-generiertVolltext
Unzulässige Beschwerde einer im Normenkontrollverfahren nicht beteiligten Gesellschaft
[TENOR]
Die Beschwerden der Beschwerdeführerin und des Antragstellers gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss des Thüringer Oberverwaltungsgerichts vom 8. August 2022 werden verworfen.
Die Beschwerdeführerin und der Antragsteller tragen die Kosten des Beschwerdeverfahrens je zur Hälfte.
Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren auf 30 000 € festgesetzt.
[GRUENDE]
Die Beschwerden haben keinen Erfolg.
1. Die für die Beschwerdeführerin erhobene Beschwerde ist unzulässig, weil sie am Normenkontrollverfahren nicht beteiligt war. Ihr auf Beiladung gerichteter Antrag ist vom Oberverwaltungsgericht mit dem angefochtenen Beschluss unanfechtbar abgelehnt worden (§ 152 Abs. 1 VwGO). Gemäß § 132 Abs. 1 und § 133 VwGO steht das Rechtsmittel der Revision oder - im Falle der Nichtzulassung der Revision - der Beschwerde jedoch nur "den Beteiligten" zu. Beteiligter in diesem Sinne ist nur derjenige, der bereits im vorinstanzlichen Verfahren Beteiligter war, nicht aber derjenige, der nach den Regeln über die Beiladung (§ 65 VwGO) an diesem Verfahren hätte beteiligt werden müssen. Selbst der zu Unrecht nicht Beigeladene kann daher die Entscheidung der Vorinstanz nicht mit einem Rechtsmittel angreifen (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 12. Dezember 1990 - 4 BN 14.88 - Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 52, vom 27. Januar 1999 - 8 B 245.98 - Buchholz 310 § 133 VwGO Nr. 39 und vom 4. April 2000 - 7 B 190.99 - VIZ 2000, 661 ). Seine Interessen sind bereits dadurch ausreichend gewahrt, dass die getroffene Entscheidung ihm gegenüber weder formelle noch materielle Rechtskraft erlangt (vgl. BVerwG, Urteile vom 10. März 1964 - 2 C 97.61 - BVerwGE 18, 124 und vom 20. März 1997 - 7 A 1.96 - BVerwGE 104, 182 ).
2. Die auf einen Verfahrensfehler gestützte Beschwerde des Antragstellers ist ebenfalls unzulässig. Sie verfehlt die Darlegungsanforderungen (§ 132 Abs. 2 Nr. 3 i. V. m. § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO).
Die Rüge einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch Nichtbescheidung eines - in der gegebenen prozessualen Situation im Übrigen schwer verständlichen - Wiedereinsetzungsantrags bezieht sich allein auf die Ablehnung des Beiladungsantrags der Beschwerdeführerin. Einen Verfahrensfehler im Normenkontrollverfahren macht der Antragsteller demgegenüber nicht geltend.
Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2, § 159 Satz 1 VwGO i. V. m. § 100 Abs. 1 ZPO. Die Festsetzung des Streitwerts folgt aus § 47 Abs. 1 und 3, § 52 Abs. 1 GKG.