Whether § 10a InVeKoSV operates as a substantive exclusion deadline precluding consideration of late-submitted documents that concretize timely declarations
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Administrative Court reversed the lower court's decision and admitted the plaintiff's appeal, granting the plaintiff's complaint regarding the admissibility of the revision. The dispute concerned whether specific late-submitted documents that concretize and supplement timely filed declarations under Section 10a InVeKoSV (Invasive Alien Species Regulation) could be ignored solely because the substantive deadline for submission had expired. The court determined that the revision must be admitted to clarify this point of general significance, ruling that the provision remains relevant beyond its initial transitional purpose for the 2018 application year because it stays in force for further applications related to Section 16 Abs. 3 DirektZahlDurchfG.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO, § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG; Whether § 10a InVeKoSV operates as a substantive exclusion deadline precluding consideration of late-submitted documents that concretize timely declarations: The dispute concerned whether specific late-submitted documents that concretize and supplement timely filed declarations under Section 10a InVeKoSV (Invasive Alien Species Regulation) could be ignored solely because the substantive deadline for submission had expired. The court determined that the revision must be admitted to clarify this point of general significance, ruling that the provision remains relevant beyond its initial transitional purpose for the 2018 application year because it stays in force for further applications related to Section 16 Abs. 3 DirektZahlDurchfG.
Schlagwörter
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KI-generiertLegal basis cited in the operative order for admitting the appeal due to the fundamental significance of the legal question.
Volltext
Revisionszulassung; Berücksichtigung von nach der Ablauffrist eingereichten konkretisierenden Unterlagen
[TENOR]
Die Entscheidung des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts über die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss vom 11. Februar 2022 wird aufgehoben.
Die Revision wird zugelassen.
Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache.
Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Revisionsverfahren vorläufig auf 5 000 € festgesetzt.
[GRUENDE]
Die zulässige Beschwerde des Klägers ist begründet. Die Revision ist gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO zuzulassen. Sie wird voraussichtlich zur Klärung der Frage beitragen, ob die in § 10a Abs. 1 InVeKoSV genannte Frist eine materielle Ausschlussfrist in dem Sinne ist, dass nach ihrem Ablauf vorgelegte Nachweise im Sinne des § 10a Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 InVeKoSV auch dann nicht berücksichtigt werden dürfen, wenn sie rechtzeitig gemachte Angaben und beigefügte Unterlagen konkretisieren und ergänzen.
Der Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache steht nicht entgegen, dass es sich bei § 10a InVeKoSV um eine im Zuge der geänderten Definition von Dauergrünland (vgl. § 2a Abs. 1 DirektZahlDurchfV) getroffene Übergangsregelung handelt, die zusätzliche Angaben für bestimmte Flächen (nur) im Antragsjahr 2018 betrifft. Sie ist nicht allein in einer Übergangszeit für die Abwicklung von Altfällen von Bedeutung (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 22. Oktober 2012 - 8 B 40.12 - juris Rn. 7 und vom 27. Juni 2013 - 4 B 37.12 - juris Rn. 5). Die noch in Kraft befindliche Regelung ist vielmehr offen für weitere Anwendungsfälle im Zusammenhang mit § 16 Abs. 3 DirektZahlDurchfG.
Die vorläufige Streitwertfestsetzung für das Revisionsverfahren beruht auf § 47 Abs. 1, § 52 Abs. 2 und § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG.