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3 B 8/22, 3 B 8/22 (3 C 24/22) ECLI:DE:BVerwG:2022:100822B3B8.22.0 KI-generiert

Whether a statutory deadline for submitting permanent grassland data is a substantive exclusion bar barring late-concretized evidence

Geschäftsnummer 3 B 8/22, 3 B 8/22 (3 C 24/22)
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court overturned the lower court's decision refusing to admit the revision, thereby permitting the appeal and leaving the cost and dispute value determinations to the main proceedings. The dispute concerned a challenge to the administrative application of § 10a InVeKoSV, specifically whether documents submitted after the deadline in § 10a Abs. 1 could be considered under § 10a Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 if they concretized or supplemented timely submitted information. The court held that the question of whether the statutory deadline constitutes a substantive exclusion bar (materielle Ausschlussfrist) regarding post-deadline clarification of permanent grassland data is of fundamental significance for the interpretation of the EU payment regulations, notwithstanding the transitional nature of the provision for the 2018 application year.

Legislator-Regeste

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§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO, § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG; Whether a statutory deadline for submitting permanent grassland data is a substantive exclusion bar barring late-concretized evidence: The dispute concerned a challenge to the administrative application of § 10a InVeKoSV, specifically whether documents submitted after the deadline in § 10a Abs. 1 could be considered under § 10a Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 if they concretized or supplemented timely submitted information. The court held that the question of whether the statutory deadline constitutes a substantive exclusion bar (materielle Ausschlussfrist) regarding post-deadline clarification of permanent grassland data is of fundamental significance for the interpretation of the EU payment regulations, notwithstanding the transitional nature of the provision for the 2018 application year.

Schlagwörter

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gesetzliche Frist Zahlungsfrist Anfechtung von Verwaltungsverfügungen Revisionsverfahren Verspätungsausschluss Übergangsvorschriften

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO

Main ground for the verdict, cited to justify the admission of the revision due to the fundamental significance of the legal question.

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Volltext

Revisionszulassung; Berücksichtigung von nach der Ablauffrist eingereichten konkretisierenden Unterlagen

[TENOR]

Die Entscheidung des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts über die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss vom 19. Januar 2022 wird aufgehoben.

Die Revision wird zugelassen.

Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache.

Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Revisionsverfahren vorläufig auf 5 000 € festgesetzt.

[GRUENDE]

Die zulässige Beschwerde der Klägerin ist begründet. Die Revision ist gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO zuzulassen. Sie wird voraussichtlich zur Klärung der Frage beitragen, ob die in § 10a Abs. 1 InVeKoSV genannte Frist eine materielle Ausschlussfrist in dem Sinne ist, dass nach ihrem Ablauf vorgelegte Nachweise im Sinne des § 10a Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 InVeKoSV auch dann nicht berücksichtigt werden dürfen, wenn sie rechtzeitig gemachte Angaben und beigefügte Unterlagen konkretisieren und ergänzen.

Der Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache steht nicht entgegen, dass es sich bei § 10a InVeKoSV um eine im Zuge der geänderten Definition von Dauergrünland (vgl. § 2a Abs. 1 DirektZahlDurchfV) getroffene Übergangsregelung handelt, die zusätzliche Angaben für bestimmte Flächen (nur) im Antragsjahr 2018 betrifft. Sie ist nicht allein in einer Übergangszeit für die Abwicklung von Altfällen von Bedeutung (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 22. Oktober 2012 - 8 B 40.12 - juris Rn. 7 und vom 27. Juni 2013 - 4 B 37.12 - juris Rn. 5). Die noch in Kraft befindliche Regelung ist vielmehr offen für weitere Anwendungsfälle im Zusammenhang mit § 16 Abs. 3 DirektZahlDurchfG.

Die vorläufige Streitwertfestsetzung für das Revisionsverfahren beruht auf § 47 Abs. 1, § 52 Abs. 2 und § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG.