Disciplinary sanctioning of core-time tardiness compensated by flextime: classification as absence from duty and delay due to principle of gradual escalation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Administrative Court overturned the Oberverwaltungsgericht for North Rhine-Westphalia's decision refusing leave to appeal and admitted the defendant's revision, with costs to be determined in the main proceedings. The dispute concerned the disciplinary sanctioning of a public servant for repeated morning core-time violations, specifically whether absences from duty under § 96 Abs. 1 Satz 1 BBG constitute a serious breach when the time lost is compensated by extended evening work within the flextime schedule. The court held that the case has fundamental legal significance, necessitating clarification on the classification of such compensated tardiness and the point at which a disciplinary proceeding for a service-related offense with isolated, temporally extended duty violations becomes delayed in a manner violating the principle of gradual escalation of disciplinary measures under § 13 Abs. 1 BDG.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO; Disciplinary sanctioning of core-time tardiness compensated by flextime: classification as absence from duty and delay due to principle of gradual escalation: Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen über die Nichtzulassung der Revision gegen sein Urteil vom 16. September 2020 wird aufgehoben.
Schlagwörter
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KI-generiertVolltext
Disziplinare Ahndung wiederholter morgendlicher Kernzeitverletzungen
[TENOR]
Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen über die Nichtzulassung der Revision gegen sein Urteil vom 16. September 2020 wird aufgehoben.
Die Revision wird zugelassen.
Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache.
[GRUENDE]
Die Revision des Beklagten ist zuzulassen, weil die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung i.S.v. § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO hat. Das Revisionsverfahren erscheint zur weiteren Klärung der von der Beschwerde aufgeworfenen Fragen geeignet, wie ein Fernbleiben vom Dienst i.S.d. § 96 Abs. 1 Satz 1 BBG bei einer Vielzahl von morgendlichen Verletzungen der Kernarbeitszeit disziplinarrechtlich zu beurteilen ist, wenn die Zeit der morgendlichen Verspätung durch abendliche Längerarbeit während der Gleitzeit ausgeglichen wird und wann ein Disziplinarverfahren bei einem innerdienstlichen Dienstvergehen mit einzelnen, zeitlich gestreckt auftretenden Dienstpflichtverletzungen verspätet im Hinblick auf die Wahrung des Grundsatzes der "stufenweisen Steigerung der Disziplinarmaßnahmen" bei der Maßnahmebemessung nach § 13 Abs. 1 BDG zu berücksichtigen ist (vgl. dazu zuletzt BVerwG, Urteil vom 15. November 2018 - 2 C 60.17 - BVerwGE 163, 356 Rn. 20 f., 30).