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2 B 74/20, 2 B 74/20 (2 C 5/21) ECLI:DE:BVerwG:2021:120721B2B74.20.0 KI-generiert

Divergence on domestic legislator's exclusive competence to set reference period for maximum working hours under EU Directive 2003/88/EC

Geschäftsnummer 2 B 74/20, 2 B 74/20 (2 C 5/21)
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court (BVerwG) overturned the Upper Administrative Court’s (OVG) refusal to admit an appeal on points of law and admitted the revision, resolving a procedural dispute between a public servant-plaintiff and the defendant authority regarding labor rights. The core of the case involved the calculation of compensatory time off for police on-call duties and the statutory reference period used to determine compliance with maximum working hours, specifically whether an extended period under domestic law complied with EU directives. The BVerwG grounded its decision in § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO, finding a material divergence between the OVG’s ruling and a prior BVerwG precedent (2 C 26.14) concerning the legal principle that only the domestic legislator is empowered by Art. 16 lit. b) of Directive 2003/88/EC to define the relevant reference period for monitoring maximum working hours, thereby distinguishing it from the framework of Art. 6 lit. b) of the same Directive.

Legislator-Regeste

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§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO, § 52 Abs. 1 GKG; Divergence on domestic legislator's exclusive competence to set reference period for maximum working hours under EU Directive 2003/88/EC: Die Revision ist nach § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO zuzulassen, weil die vom Kläger geltend gemachte Divergenz des Berufungsurteils zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. September 2015 - 2 C 26.14 - (Buchholz 232.0 § 87 BBG 2009 Nr. 1) in Bezug auf den Rechtssatz besteht, dass nur der innerstaatliche Normgeber durch Art. 16 Buchst. b) RL 2003/88/EG ermächtigt ist, den maßgeblichen Bezugszeitraum für die Feststellung der Einhaltung der Höchstarbeitszeit abweichend von Art. 6 Buchst. b) RL 2003/88/EG festzulegen.

Schlagwörter

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Arbeitszeitrichtlinie Bereitschaftsdienst gesetzlicher Anspruch Hausgewalt Rahmenbeschluss Verfahrenspflicht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO
Die Revision ist nach § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO zuzulassen, weil die vom Kläger geltend gemachte Divergenz des Berufungsurteils zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 17.
§ 52 Abs. 1 GKG
Die Streitwertfestsetzung für das Beschwerdeverfahren folgt aus § 47 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 und § 52 Abs. 1 GKG. Die vorläufige Festsetzung des Streitwerts für das Revisionsverfahren beruht auf § 63 Abs. 1 i.V.m. § 47 Abs. 1 Satz 1 und § 52 Abs. 1 GKG.
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Volltext

Freizeitausgleich für polizeilichen Bereitschaftsdienst; Ausdehnung des Bezugszeitraums für unionsrechtliche Zuvielarbeit; Revisionszulassung

[TENOR]

Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen über die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil vom 15. September 2020 wird aufgehoben.

Die Revision wird zugelassen.

Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache.

Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren und - insoweit vorläufig - für das Revisionsverfahren auf die Wertstufe bis 500 € festgesetzt.

[GRUENDE]

Die Revision ist nach § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO zuzulassen, weil die vom Kläger geltend gemachte Divergenz des Berufungsurteils zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. September 2015 - 2 C 26.14 - (Buchholz 232.0 § 87 BBG 2009 Nr. 1) in Bezug auf den Rechtssatz besteht, dass nur der innerstaatliche Normgeber durch Art. 16 Buchst. b) RL 2003/88/EG ermächtigt ist, den maßgeblichen Bezugszeitraum für die Feststellung der Einhaltung der Höchstarbeitszeit abweichend von Art. 6 Buchst. b) RL 2003/88/EG festzulegen.

Die Streitwertfestsetzung für das Beschwerdeverfahren folgt aus § 47 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 und § 52 Abs. 1 GKG. Die vorläufige Festsetzung des Streitwerts für das Revisionsverfahren beruht auf § 63 Abs. 1 i.V.m. § 47 Abs. 1 Satz 1 und § 52 Abs. 1 GKG.