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1 AV 5/20 ECLI:DE:BVerwG:2020:010720B1AV5.20.0 KI-generiert

Competence determination for mixed-jurisdiction interim relief in asylum cases under VwGO jurisdiction rules

Geschäftsnummer 1 AV 5/20
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court determined the Hamburg Administrative Court to be the competent jurisdiction for the pending proceedings, resolving a conflict in jurisdiction initiated by that court. The dispute concerned applications by three asylum seekers for interim relief, seeking to compel the respondent to accept Greece's request to take over the first applicant's asylum proceedings and to declare itself responsible for the latter two applicants, who resided in Hamburg and held valid residence permits based on refugee status. The court relied on the German Administrative Procedure Act (VwGO), specifically § 52 Nr. 2 Satz 3 Halbs. 2, Nr. 3 Satz 3, and Nr. 5 VwGO, to distinguish the applicable jurisdictions, finding that while the first applicant's case fell under the Ansbach Administrative Court, the other two applicants' cases were within the Hamburg Administrative Court's purview, necessitating a binding determination of competence under § 53 Abs. 1 Nr. 3 VwGO to ensure procedural efficiency.

Legislator-Regeste

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§ 53 Abs. 1 Nr. 3 VwGO; Competence determination for mixed-jurisdiction interim relief in asylum cases under VwGO jurisdiction rules: § 52 Nr. 3 Satz 2 VwGO das Verwaltungsgericht Hamburg zuständig, so dass es einer Zuständigkeitsbestimmung nach § 53 Abs. 1 Nr. 3 VwGO bedürfe. Nach den Grundsätzen, die der Senat in gefestigter Rechtsprechung für diese Fallkonstellation aufgestellt hat (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 2. Juli 2019 - 1 AV 2.19 -, vom 16. September 2019 - 1 AV 4.19 -, vom 25. September 2019 - 1 AV 5.19 - und vom 10. Februar 2020 - 1 AV 1.20 -) und auf die zur weiteren Begründung verwiesen wird, hält es der Senat für zweckmäßig, das Verwaltungsgericht Hamburg als zuständiges Gericht zu bestimmen (so auch Schriftsatz der Antragsgegnerin vom 29.

Schlagwörter

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Asylverfahren Kompetenzkonflikt Vorläufiger Rechtsschutz Kompetenzübertragung Aufenthaltsbewilligungen Flüchtlingshilfe
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Volltext

Bestimmung des zuständigen Gerichts im Asylverfahren

[TENOR]

Das Verwaltungsgericht Hamburg wird als zuständiges Gericht bestimmt.

[GRUENDE]

Das Verwaltungsgericht Hamburg hat mit Beschluss vom 19. Juni 2020 das Bundesverwaltungsgericht zur Bestimmung des örtlich zuständigen Gerichts angerufen. Für den Antrag der in Griechenland aufhältigen Antragstellerin zu 1 (nach dem Erkenntnisstand des anrufenden Gerichts im Eilverfahren die Schwester der Antragsteller zu 2 und 3), die Antragsgegnerin im Wege der einstweiligen Anordnung zu verpflichten, dem Ersuchen Griechenlands auf Übernahme ihres Asylverfahrens stattzugeben und sich für das Asylverfahren für zuständig zu erklären, sei das Verwaltungsgericht Ansbach gemäß § 52 Nr. 2 Satz 3 Halbs. 2, Nr. 3 Satz 3, Nr. 5 VwGO zuständig, für den entsprechenden Antrag der Antragsteller zu 2 und 3, die in Hamburg wohnhaft sind und von denen der Antragsteller zu 3 über eine bis zum Mai 2021 gültige Aufenthaltserlaubnis auf Grundlage der Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft verfügt, sei hingegen gemäß § 52 Nr. 2 Satz 3 Halbs. 2 i.V.m.

§ 52 Nr. 3 Satz 2 VwGO das Verwaltungsgericht Hamburg zuständig, so dass es einer Zuständigkeitsbestimmung nach § 53 Abs. 1 Nr. 3 VwGO bedürfe. Nach den Grundsätzen, die der Senat in gefestigter Rechtsprechung für diese Fallkonstellation aufgestellt hat (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 2. Juli 2019 - 1 AV 2.19 -, vom 16. September 2019 - 1 AV 4.19 -, vom 25. September 2019 - 1 AV 5.19 - und vom 10. Februar 2020 - 1 AV 1.20 -) und auf die zur weiteren Begründung verwiesen wird, hält es der Senat für zweckmäßig, das Verwaltungsgericht Hamburg als zuständiges Gericht zu bestimmen (so auch Schriftsatz der Antragsgegnerin vom 29.

Juni 2020).