Applicability of § 58a Abs. 4 Satz 3 AufenthG to enforcement of third-party deportation warnings and jurisdictional limits under § 50 Abs. 1 Nr. 3 VwGO
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Administrative Court dismissed the applicant’s application for interim relief, holding that the applicant’s challenge to the execution of a deportation warning issued by a regional authority is beyond its jurisdiction; the applicant must seek protection from the competent regional administrative court. The dispute concerned whether a statutory provision regarding the suspension of deportation orders barred the enforcement of a separate, executable deportation warning issued by a different authority. The court ruled that the specific legal basis cited for suspension applies exclusively to deportation orders issued under that statute, not to deportation warnings issued by other authorities, and affirmed that the Federal Administrative Court’s first-instance jurisdiction is strictly limited to disputes concerning deportation orders under that specific statutory provision.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 58a Abs. 4 Satz 3 AufenthG, § 58a AufenthG, § 50 Abs. 1 Nr. 3 VwGO, § 154 Abs. 1 VwGO, § 52 Abs. 1 GKG, § 53 Abs. 2 Nr. 1, § 52 Abs. 1 GKG; Applicability of § 58a Abs. 4 Satz 3 AufenthG to enforcement of third-party deportation warnings and jurisdictional limits under § 50 Abs. 1 Nr. 3 VwGO: The dispute concerned whether a statutory provision regarding the suspension of deportation orders barred the enforcement of a separate, executable deportation warning issued by a different authority. The court ruled that the specific legal basis cited for suspension applies exclusively to deportation orders issued under that statute, not to deportation warnings issued by other authorities, and affirmed that the Federal Administrative Court’s first-instance jurisdiction is strictly limited to disputes concerning deportation orders under that specific statutory provision.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertEstablished the lack of jurisdiction for the Federal Administrative Court, as its first-instance jurisdiction is limited to disputes concerning deportation orders under § 58a AufenthG.
Applied to determine the allocation of legal costs following the dismissal of the application.
Applied to calculate the court fees based on the amount in dispute.
Volltext
Zur Vollzugshinderung einer Abschiebungsandrohung durch § 58a Abs. 4 Satz 3 AufenthG
[GRUENDE]
Der Antrag des Antragstellers, im Wege einstweiliger Anordnung anzuordnen, dass seine Abschiebung vorläufig nicht vollzogen werden darf, hat keinen Erfolg.
Nach dem Vorbringen des Antragsgegners soll der Antragsteller nicht auf der Grundlage der Abschiebungsanordnung nach § 58a AufenthG, sondern einer vollziehbaren Abschiebungsandrohung des Regierungspräsidiums Kassel vom 23. Mai 2019 abgeschoben werden. § 58a Abs. 4 Satz 3 AufenthG steht nach Systematik und Sinn und Zweck der Regelung nur dem Vollzug einer Abschiebungsanordnung nach § 58a AufenthG entgegen. Sie hindert hingegen nicht den Vollzug einer von einer anderen Behörde erlassenen Abschiebungsandrohung. Etwas anderes folgt auch nicht daraus, dass das Hessische Ministerium des Innern und für Sport bei Erlass der Abschiebungsanordnung zunächst von einem Abschiebungsverbot bezüglich des Irak ausgegangen ist, dieses aber inzwischen widerrufen hat und hiergegen beim Bundesverwaltungsgericht vorläufiger Rechtsschutz beantragt worden ist (1 VR 3.19).
Denn das Bestehen von Abschiebungsverboten ist im jeweiligen Verfahren selbstständig zu prüfen. Dem Antragsteller ist insoweit effektiver Rechtsschutz gegen den Vollzug der Abschiebungsandrohung des Regierungspräsidiums Kassel beim Verwaltungsgericht Kassel eröffnet. Einen entsprechenden Antrag hat er heute bei dem Verwaltungsgericht Kassel gestellt.
Für den Erlass einer einstweiligen Anordnung, dass der Antragsteller nicht auf der Grundlage der Abschiebungsandrohung des Regierungspräsidiums Kassel abgeschoben werden darf, ist das Bundesverwaltungsgericht nicht zuständig, da sich dessen erstinstanzliche Zuständigkeit gemäß § 50 Abs. 1 Nr. 3 VwGO auf Streitigkeiten gegen Abschiebungsanordnungen nach § 58a AufenthG und ihre Vollziehung beschränkt.
Von einer Verweisung des Rechtsschutzantrages an das Verwaltungsgericht Kassel sieht der Senat mit Blick auf das dort bereits anhängige Verfahren ab.
Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 1 VwGO.
Die Festsetzung des Streitwertes beruht auf § 53 Abs. 2 Nr. 1, § 52 Abs. 1 GKG.