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4 BN 41/18 ECLI:DE:BVerwG:2018:131218B4BN41.18.0 KI-generiert

Admissibility of revision complaint: divergence ground requiring precise contrast of substantive legal propositions rather than editorial summaries

Geschäftsnummer 4 BN 41/18
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court (4th Senate) dismissed the applicants' complaint for leave to file a revision, thereby upholding the lower court's judgment and rejecting their request to admit the appeal. The dispute concerned a procedural challenge to an offering development plan (Angebotsbebauungsplan) for a special zone, where the applicants argued that the municipality's noise and traffic impact assessments were legally deficient for focusing solely on the specific intended project rather than all conceivable land-use options. Ruling that the grounds for admission based on divergence from a precedent were not met, the court found that the applicants failed to precisely contrast incompatible legal propositions as required by § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO; specifically, they relied on a juris editorial orientation summary from a 2014 decision rather than a binding legal statement from the Court itself, and the lower court's reasoning—allowing focus on the concrete project where it serves as the planning basis—did not contradict established federal case law, which permits such a narrow focus depending on the specific planning situation.

Legislator-Regeste

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§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO, § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO, § 159 Satz 2 VwGO, § 52 Abs. 1 GKG, § 154 Abs. 2, § 159 Satz 2 VwGO, § 47 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3, § 52 Abs. 1 GKG; Admissibility of revision complaint: divergence ground requiring precise contrast of substantive legal propositions rather than editorial summaries: The dispute concerned a procedural challenge to an offering development plan (Angebotsbebauungsplan) for a special zone, where the applicants argued that the municipality's noise and traffic impact assessments were legally deficient for focusing solely on the specific intended project rather than all conceivable land-use options. Ruling that the grounds for admission based on divergence from a precedent were not met, the court found that the applicants failed to precisely contrast incompatible legal propositions as required by § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO; specifically, they relied on a juris editorial orientation summary from a 2014 decision rather than a binding legal statement from the Court itself, and the lower court's reasoning—allowing focus on the concrete project where it serves as the planning basis—did not contradict established federal case law, which permits such a narrow focus depending on the specific planning situation.

Schlagwörter

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Revisionsgründe Anfechtung von Verwaltungsverfügungen Bodenrecht nicht-administrative Streitigkeit Begründung in der Sache Begründung einer Praxisänderung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO

Procedural basis for the type of complaint (Beschwerde) filed against the non-admission of the revision.

§ 154 Abs. 2, § 159 Satz 2 VwGO

Provisions governing the allocation of litigation costs.

§ 47 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3, § 52 Abs. 1 GKG

Provisions governing the determination of the amount in dispute (Streitwert).

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Volltext

Die auf § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO gestützte Beschwerde hat keinen Erfolg. Die Revision ist nicht wegen einer Abweichung des angefochtenen Urteils von einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zuzulassen.

Der Revisionszulassungsgrund der Abweichung liegt vor, wenn die Vorinstanz in Anwendung derselben Rechtsvorschrift mit einem ihre Entscheidung tragenden Rechtssatz einem ebensolchen Rechtssatz des Bundesverwaltungsgerichts widerspricht (vgl. BVerwG, Beschluss vom 20. Dezember 1995 - 6 B 35.95 - NVwZ-RR 1996, 712; stRspr). § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO verlangt, dass der Tatbestand der Divergenz nicht nur durch die Angabe der höchstrichterlichen Entscheidung, von der abgewichen sein soll, sondern auch durch eine präzise Gegenüberstellung der miteinander unvereinbaren Rechtssätze dargelegt wird (stRspr, BVerwG, Beschlüsse vom 17. Dezember 2010 - 8 B 38.10 - ZOV 2011, 45 und vom 17. Februar 2015 - 1 B 3.15 - juris Rn. 7). Dem werden die Antragsteller nicht gerecht.

Die Antragsteller zitieren das Oberverwaltungsgericht mit dem Rechtssatz:

Dient ein Angebotsbebauungsplan als planungsrechtliche Grundlage für ein konkret umrissenes Vorhaben - wie hier in Bezug auf die Ausweisung des Sondergebiets -, so begegnet es grundsätzlich keinen durchgreifenden Bedenken, wenn die Gemeinde vor allem dieses Vorhaben zur realitätsnahen Abschätzung der absehbar planbedingten Lärmimmissionen und Verkehrsauswirkungen heranzieht.

Sie stellen diesem Rechtssatz einen angeblichen Rechtssatz des Bundesverwaltungsgerichts folgenden Inhalts gegenüber:

Abhängig von der konkreten Planungssituation müssen bei Aufstellung eines Angebotsbebauungsplans auch andere denkbare Bebauungsmöglichkeiten in die Abwägung einbezogen werden und dementsprechend die abwägungsrelevanten Belange ermittelt werden.

Die Divergenzrüge scheitert bereits daran, dass der in Bezug genommene Rechtssatz in der von den Antragstellern zitierten Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. Juni 2014 - 4 BN 38.13 - (juris) nicht enthalten ist. Die Antragsteller geben einen Orientierungssatz wieder, der der Entscheidung vorangestellt ist und der nicht vom Senat, sondern von der juris-Redaktion formuliert worden ist.

Der der angefochtenen Entscheidung entnommene Rechtssatz widerspricht auch der Sache nach keinem Rechtssatz aus der Entscheidung vom 30. Juni 2014. Das Bundesverwaltungsgericht hat nicht gefordert, dass sich die Lärmprognose für einen Angebotsbebauungsplan, der als planungsrechtliche Grundlage für ein konkret umrissenes Vorhaben in einem Sondergebiet dient, stets auf alle im Plangebiet denkbaren Bebauungsmöglichkeiten erstrecken muss. Nach seiner Auffassung hängt es von der konkreten Planungssituation und damit von den Umständen des Einzelfalls ab, ob eine Betrachtung des Vorhabens des Planbegünstigten ausreicht oder auch andere denkbare Bebauungsmöglichkeiten in den Blick zu nehmen sind.

Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2, § 159 Satz 2 VwGO und die Festsetzung des Streitwerts auf § 47 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3, § 52 Abs. 1 GKG.