Setting of dispute value in declaratory compensation entitlement proceedings using catch-up values for unquantified assets
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Administrative Court issued a decision setting the dispute value at €40,000 (eight assets × €5,000 catch-up value), effectively ruling against the applicant’s implicit expectation of a higher valuation based on specific asset figures. The case involved an administrative dispute regarding the determination of entitlement to compensation under the former East German Compensation Act, where the applicant sought a declaratory judgment on their property rights without specifying the precise value of the assets, while the opposing party argued for a higher value based on book values and third-party publications. The court applied § 47 Abs. 1, 3 and § 52 Abs. 2, 3 of the Court Costs Act (GKG), determining that in the absence of sufficiently specific information on unit values, substitute unit values, or net assets required by the Compensation Act, the standard catch-up value of €5,000 per designated asset must be used; the court rejected the use of broad multipliers or external data not formally part of the proceedings to adjust this base figure.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 52 Abs. 2 GKG, § 52 Abs. 1 GKG, § 52 Abs. 3 GKG, § 47 Abs. 1 und 3 GKG; Setting of dispute value in declaratory compensation entitlement proceedings using catch-up values for unquantified assets: The case involved an administrative dispute regarding the determination of entitlement to compensation under the former East German Compensation Act, where the applicant sought a declaratory judgment on their property rights without specifying the precise value of the assets, while the opposing party argued for a higher value based on book values and third-party publications. The court applied § 47 Abs. 1, 3 and § 52 Abs. 2, 3 of the Court Costs Act (GKG), determining that in the absence of sufficiently specific information on unit values, substitute unit values, or net assets required by the Compensation Act, the standard catch-up value of €5,000 per designated asset must be used; the court rejected the use of broad multipliers or external data not formally part of the proceedings to adjust this base figure.
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KI-generiertCited as the primary procedural basis for the separate decision on the determination of the dispute value.
Applied to calculate the total dispute value by aggregating the value for each individual asset claimed by the plaintiff.
Referenced to establish the 'catch-up value' (Auffangwert) of €5,000 per asset due to the lack of sufficient specific valuation data.
Volltext
Auffangstreitwert bei reiner Feststellung der vermögensrechtlichen Berechtigung
[GRUENDE]
Die mit Beschluss des Senats vom 18. Dezember 2017 einem gesonderten Beschluss vorbehaltene Festsetzung des Streitwertes beruht auf § 47 Abs. 1 und 3, § 52 Abs. 2 GKG. Mangels genügender Anhaltspunkte für die sich aus dem Antrag für die Klägerin ergebende Bedeutung der Sache war für jeden der von der Klägerin in ihrem Antrag vor dem Verwaltungsgericht benannten Vermögenswerte der Auffangwert in Höhe von 5 000 € anzusetzen. Dies entspricht der Praxis des Senats in vermögensrechtlichen Verfahren, in denen ohne Bezifferung des Wertes des zurückverlangten Vermögenswertes oder einer erstrebten Geldleistung lediglich die Feststellung der vermögensrechtlichen Berechtigung der klagenden Partei begehrt wird (vgl. etwa BVerwG, Beschlüsse vom 16. August 2016 - 8 B 17.15 - juris Rn. 7 und vom 2. November 2016 - 8 B 15.15 - juris Rn. 21).
Auf der Grundlage der verwaltungsgerichtlichen Feststellungen und des Beteiligtenvortrags im vorliegenden Verfahren lässt sich der Wert des Streitgegenstandes hier weder nach § 52 Abs. 1 GKG noch nach § 52 Abs. 3 GKG ermitteln. Die Klägerin hat im Verwaltungsverfahren wie auch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren lediglich eine Grundentscheidung über ihre Entschädigungsberechtigung nach dem DDR-Entschädigungserfüllungsgesetz begehrt. Sie hat wiederholt darauf hingewiesen, zur Entschädigungshöhe und den dafür maßgeblichen Berechnungsgrundlagen erst nach weiteren Ermittlungen in einem nachfolgenden Verfahren vortragen zu können.
Der Wert des Streitgegenstandes kann auch nicht, wie die Beigeladene meint, auf der Grundlage der von ihr vorgetragenen Buchwerte zu zwei der in ihrem Antrag aufgeführten Vermögenswerte oder des mit Schriftsatz vom 16. September 2016 eingereichten Anlagenkonvoluts bestimmt werden. Diese Unterlagen enthalten keine genügenden Angaben zu den für die Berechnung der Entschädigung maßgeblichen Einheitswerten, Ersatzeinheitswerten oder dem Reinvermögen (vgl. § 1 Abs. 3 Nr. 2 DDR-EErfG i.V.m. § 4 Abs. 1 und 2 EntschG) der im Antrag der Klägerin benannten Vermögenswerte der A. in Berlin.
Vortrag des Prozessbevollmächtigten der Klägerin zur Bewertung des Vermögens der A. im Verwaltungsverfahren eines anderen Antragstellers wegen Entschädigung nach dem DDR-Entschädigungserfüllungsgesetz, auf den die Beigeladene verweist, war nicht Gegenstand des hiesigen Verfahrens und kann hier nicht berücksichtigt werden.
Der auf weitere Gesellschaften der A. und deren Tochter- bzw. Enkelgesellschaften gerichtete Antragsbestandteil unter Buchstabe i) des klägerischen Antrages bietet auch zusammen mit dem genannten Anlagenkonvolut der Klägerin keine hinreichende Grundlage dafür, einen größeren Multiplikator für den einfachen Auffangwert anzusetzen und hierdurch einen höheren Streitwert festzusetzen. Weder die Antragsformulierung noch die Erwähnung von Unternehmensbestandteilen oder -beteiligungen in den im Anlagenkonvolut enthaltenen Publikationen Dritter erlauben es, hinreichend genau diejenigen Vermögenswerte der A. in Berlin zu bestimmen, im Hinblick auf welche die Klägerin ergänzend zu den acht konkret benannten Vermögenswerten die Feststellung ihrer Entschädigungsberechtigung begehrt hat. Der letztgenannte Antragsbestandteil ist daher ebenfalls lediglich mit dem Auffangwert zu bemessen.