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8 B 4/17, 8 B 4/17 (8 C 16/17) ECLI:DE:BVerwG:2017:280817B8B4.17.0 KI-generiert

Revocation of favorable administrative act for facts known only after issuance

Geschäftsnummer 8 B 4/17, 8 B 4/17 (8 C 16/17)
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Administrative Court granted leave to file an appeal on points of law, ruling that the appellant prevailed in the initial appeal regarding the admissibility of the revision. The case concerns a challenge to the revocation of a favorable administrative act, specifically addressing whether such revocation is permissible when facts justifying a refusal of the act existed at the time of issuance but became known to the authority only subsequently. Although the court rejected the argument of a divergence of case law, it found that the matter possesses fundamental legal significance, thereby permitting the revision to clarify the application of § 49(2) sentence 1 no. 3 of the Act on the General Rules of Administrative Procedure (VwVfG) in this context.

Legislator-Regeste

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§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO, § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO, § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG; Revocation of favorable administrative act for facts known only after issuance: Die Beschwerde hat Erfolg. Zwar fehlt es an einer Divergenz gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO schon deshalb, weil die von der Beschwerde in Bezug genommenen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. November 1986 - 8 C 33.84 - (Buchholz 316 § 49 VwVfG Nr. 9) und vom 19. September 2000 - 9 C 12.00 - (BVerwGE 112, 80) andere Vorschriften betreffen als die hier in Rede stehende Regelung des § 49 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 VwVfG. Der Rechtssache kommt jedoch grundsätzliche Bedeutung gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO zu.

Schlagwörter

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verwaltungsrechtlicher Widerruf Gesuch an eine Behörde Revisionsgründe Geschäftsordnung Rechtsstaat Vorlage zur Vorabentscheidung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerwGE 112, 80
September 2000 - 9 C 12.00 - (BVerwGE 112, 80) andere Vorschriften betreffen als die hier in Rede stehende Regelung des § 49 Abs.
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Volltext

Revisionszulassung; Widerruf eines Verwaltungsakts

[GRUENDE]

Die Beschwerde hat Erfolg. Zwar fehlt es an einer Divergenz gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO schon deshalb, weil die von der Beschwerde in Bezug genommenen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. November 1986 - 8 C 33.84 - (Buchholz 316 § 49 VwVfG Nr. 9) und vom 19. September 2000 - 9 C 12.00 - (BVerwGE 112, 80) andere Vorschriften betreffen als die hier in Rede stehende Regelung des § 49 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 VwVfG. Der Rechtssache kommt jedoch grundsätzliche Bedeutung gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO zu.

Das Revisionsverfahren bietet voraussichtlich Gelegenheit zur Klärung der Frage, ob der Widerruf eines begünstigenden Verwaltungsaktes nach § 49 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 VwVfG oder in entsprechender Anwendung dieser Vorschrift zulässig ist, wenn möglicherweise bereits bei Erlass des Verwaltungsaktes vorliegende Tatsachen, die eine Versagung des Verwaltungsaktes rechtfertigen, der Behörde erst nachträglich bekannt geworden sind.

Die vorläufige Streitwertfestsetzung für das Revisionsverfahren beruht auf § 47 Abs. 1, § 52 Abs. 1, § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG.